Eine Handvoll Strom

Hurra, nie mehr zu wenig Strom am Laptop auf Reisen! Nie mehr mitten im Tagebucheintrag abbrechen müssen, weil der Akku leer ist. Nie mehr dieses lästige Brummen des Wechselrichters in den Lauschern.

„Was soll die ganze Freude?“ werden sich nun diejenigen Leser fragen, die ihren Strom zu Hause arglos aus der Steckdose beziehen. Okay, Energieprobleme habe ich ja auch nicht, solange ich in den eigenen vier Wänden bin. Aber auf Reisen, unterwegs mit dem Wohnmobil, ist das Gut „Strom“ plötzlich nicht mehr selbstverständlich. Es muss erzeugt werden, herbeigeschafft, konserviert.

Da wir selten auf Campingplätzen stehen, und auch dort in aller Regel auf den überteuerten Strom verzichten, haben wir uns anders eingerichtet. Wir führen einen halben Quadratmeter Solarpaneele auf dem Dach mit. Diese beiden Paneele füttern unsere Bordbatterien und daraus beziehen wir unsere Energie für Licht, Pumpenstrom, Fernsehen, Steuerung etc.. Wollte ich mein Notebook mit Strom Füttern, habe ich bis anhin einen Wechselrichter an eine 12-V-Steckdose angehängt. Dieser wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Dann habe ich das Ladegerät des Notebooks angehängt, der aus dem Wechselstrom wieder Gleichstrom macht. Ein ziemlicher Leerlauf!

Das fand jedenfalls ein Freund von uns, der umgehend ein Ladegerät vorführte, das er an Gleichstrom anschliessen kann. Er hat damit das bestätigt, was ich schon lange vermutet habe: Elektro-Ingenieure haben es im 21. Jahrhundert etwas einfacher als unsereins.

Wir hatten nicht gewusst, dass es solche Ladegeräte gibt, haben uns aber gerne belehren lassen. Eine kleine Krux war, dass mein Notebook etwas eigenwillige Vorstellungen hat, mit wie viel Strom es gefüttert werden möchte. Konventionelle Gleichstrom-Ladegeräte können nämlich nur 19 oder 20, nicht aber die gewünschten 19,5 Volt liefern.

Heute nun ist das Tor zum ewigen Glück des Notebook-Benützers auch für uns bzw. insbesondere für mich aufgegangen. Mein innig geliebter Mitreisender muss nämlich nie mit Gewalt vom Notebook weg gezerrt werden. Dieses Attribut trifft dafür regelmässig auf mich zu.

Zum Set gehören einige Meter Kabel mit diversen Anschlüssen und eine Bedienungsanleitung in neun Sprachen (alles ausser Deutsch!). Als besondere Exklusivität, aber einigermassen überflüssig, empfinde ich den Anschluss, mit dem ich auch im Flugzeug Strom abzapfen könnte. Damit ich dieses Kabelchen eines Tages doch noch einsetzen kann, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

a)     Wir lassen das Wohnmobil in der Garage und fliegen zur Abwechslung mal wieder in die Ferien.

b)     Wir bauen unser Wohnmobil um und fliegen damit weg. Fortan tanken wir nur noch Red Bull statt Diesel.

2 Gedanken zu “Eine Handvoll Strom

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