Die offene Rechnung

Heute Morgen wäre es nicht nötig gewesen, einen Wecker zu stellen, denn für einmal hat dies die Natur übernommen. Genauer gesagt die Eiche, unter der wir parkiert hatten, und die uns in unregelmässigen Abständen mit ihren Früchten bombardierte. So eine Eichel auf dem Womi-Dach kann einem ganz schön unsanft aus dem Land der Träume holen!

Wir stehen einmal mehr an einem Stausee. Die Pfütze hört auf den Namen Lac de Valette. Gestern war es so herrlich warm, dass wir beinahe so übermütig wurden, uns ins Wasser zu begeben. Aber eben doch nur beinahe. Stattdessen haben wir die Schönheit des Gewässers vom Ufer aus bewundert und uns fast etwas wie in Kanada gefühlt.

Heute haben wir eine offene Rechnung beglichen. Vor vier Jahren waren wir nämlich schon einmal hier und haben eine Velotour gemacht, auf der uns die Natur nach allen Regeln der Kunst gespült hat. Als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, mussten wir wegen einer gesperrten Strasse einen nicht unerheblichen Umweg mit zusätzlichen Höhenmetern in Kauf nehmen. Es hat damals dermassen stark geregnet, dass unsere Bremsen in einer steilen Abfahrt kaum mehr ihren Dienst verrichtet haben. Mein Velofahrer meinte damals, so etwas sei ihm in seiner langen Velofahrer-Karriere noch nie passiert. Wir kamen dermassen durchnässt zum Womi zurück, dass uns das Wasser buchstäblich aus den Schuhen gelaufen ist. Haare nass machen konnten wir überspringen und direkt mit dem Shampoonieren anfangen.

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Der Himmel zeigte sich in einem Mix aus Sonne und Wolken, als wir heute Morgen unsere Radtour Richtung Barrage de l’Aigle in Angriff nahmen. Der Tacho zeigte erst zwanzig von den geplanten siebzig Kilometern, als die ersten Tropfen fielen. Nach einer kurzen Pause in einem Café schien es wieder freundlicher zu werden und so fuhren wir weiter. Der geografische Tiefpunkt der Tour war das Flussbett der Dordogne, die hier die Landschaft tief eingeschnitten hat und mehrfach aufgestaut wird. Offensichtlich muss es so sein, dass das Wetter immer umschlägt, wenn wir in dieser Gegend sind. Jedenfalls kamen wir nicht trocken über die Runde. Allerdings war es bei weitem nicht so arg wie beim letzten Mal. Und mittlerweile sind wir selbst hinter den Ohren wieder trocken. Doch mein Velofahrer hat gemeint, hierher komme er nie mehr, da regne es ja immer.

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