Morgenrot – Abend tot

Vielleicht hatte ich gestern den Mund doch etwas zu voll genommen, von wegen schönes Wetter und so. Dabei hatte ich soooo brav den Teller ausgegessen (wer hätte das nicht, bei einem so feinen Stück Lammgigot vom Grill). Doch als wir heute Morgen noch unter der kuschelig warmen Bettdecke lagen, hörten wir das, was man im Wohnmobil schneller als irgendwo in einem Gebäude wahrnimmt: Regentropfen.

Die Wetterregel „Morgenrot – Abend tot“ hat voll zugeschlagen, denn als ich zu noch früherer Stunde aus dem Fenster geschaut hatte, zeigte sich der Himmel in prächtigster Stimmung. Was also sollte aus der geplanten Velotour werden? Abwarten und vielleicht später gehen? Risikofreudig drauf los pedalen? Wir entschieden uns für die defensive Taktik. Regen und Rennvelo finden wir seit jeher keine so gelungene Kombination.

Es hatte den ganzen Vormittag über immer wieder vereinzelte Tropfen gegeben, eigentlich kaum der Rede wert. Aber ich hatte im Radio aufgeschnappt, dass es am Nachmittag regnen sollte. Also keine Velotour. Den ganzen Tag beim Wohnmobil herumhängen wollten wir trotzdem nicht. Dummerweise hatten wir uns gestern gleich den Campingplatz für zwei Tage erkauft. Weiterfahren kam also nicht in Frage.

Für solche Fälle führen wir eine vollständige Wander-Ausrüstung mit. Wir haben die „halbernsten“ Schuhe geschnürt und das Dorf und die Umgebung erkundet. Immer wieder der zweifelnde Blick himmelwärts. Wäre es vielleicht doch den ganzen Tag trocken geblieben? Die Antwort kam am frühen Nachmittag. Es hat endlich zu regnen angefangen. Gott sei Dank! Es hätte uns nämlich mehr geärgert, wenn es trocken geblieben wäre und wir einen Tag verplempert hätten, als nun, wo es regnet.

Und so gibt es vom heutigen Tag leider keine Bilder mit strahlend schönem Wetter. Ein kleines farbiges Highlight hatte ich an diesem trüben Tag dennoch. Ich fand unterwegs ein winziges, blaues Federchen. Ist zwar ein schlechter Tausch gegen so viel blauen Himmel, wie wir ihn in den vergangenen Tagen hatten, aber man soll sich zwischendurch ja auch mal in Bescheidenheit üben.

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