Eine Prise Wehmut

Bevor wir uns im Tale der Ardèche eine Arche bauen mussten, sind wir ausgezogen. Das Wetter hat sich zwar seit Montag um 180 Grad gewendet, aber wir wollten uns ohnehin ein Stück weiter in Richtung Heimat verschieben.

Bei mir schwingt immer bisschen Wehmut mit, wenn wir im Herbst das Steuer herumreissen und beschliessen, den Heimweg anzutreten. Es ist das Eingeständnis, dass es mit dem Sommer unaufhaltsam zu Ende geht. Dass damit auch die Wohnmobil-Saison fertig ist. In gewisser Weise ist es Resignation gegenüber den eigenen Sehnsüchten. Aber ich will nicht klagen, immerhin sind wir bereits fünfeinhalb Wochen unterwegs. Heute Nacht werden wir das 101. Mal im Womi übernachten – in diesem Jahr.

Was aus den vergangenen Wochen bleibt, sind viele schöne und einige weniger schöne Erinnerungen. Viele gelungene Fotos; die missratenen kann man im digitalen Zeitalter – im Gegensatz zu den Erinnerungen – mit einem Klick löschen. Und es bleiben Ideen für zukünftige Reisen. In die Region Ardèche, also alles was südlich von St. Etienne und westlich von der Rhône liegt, müssen wir unbedingt wieder mal hin. Die Region tönt vielversprechend. Nur leider waren wir diesen Herbst etwas spät dran, denn viele Ortschaften liegen auf über 1’000 Metern.

Um auf der kostenlosen Landstrasse nicht von einem Kreisel zum nächsten hüpfen zu müssen, haben wir ab Valence bis über Lyon hinaus die Autobahn benutzt. Für 78 km (die grossräumige Umfahrung des Mollochs Lyon kostet nichts) haben wir € 12.10 bezahlt. Ein happiger Preis. Da lobe ich mir doch unsere Autobahn-Vignette.

Anvisiert haben wir nicht etwa den Heimathafen, sondern Thoirette im französischen Jura. Dort hat die Gemeinde einen Stellplatz mit Strom errichtet, der € 6 kostet. Bloss, wem soll man das Geld zahlen? Darüber fand sich keine Information. Der kleine Ort am aufgestauten Ain liegt etwas versenkt. Die Sonne hat unser Womi-Dach denn auch erst um 10.00 erreicht.

Für uns Grund genug, dieses Schattenloch zu verlassen und 17 km weiter nach Arinthod, wo es ebenfalls einen Stellplatz gibt, zu dislozieren. Von hier aus sind wir zu unserer Velotour aufgebrochen. Der Platz ist übrigens sehr zu empfehlen, Arinthod liegt inmitten grosser Weiden und Ackerland, so ziemlich dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Der Platz mit seinen 6 grosszügigen Parzellen (inkl. Strom) liegt am Ortsrand beim Fussballplatz. Auch hier sollte es € 6 kosten, doch scheinbar kommt um diese Jahreszeit keiner mehr vorbei, um einzukassieren. Und noch etwas: Erstmals, seit wir diesen Herbst unterwegs sind, stehen wir auf einem offiziellen Stellplatz mutterseelenallein. Wenn das nur gut geht…

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