Badeferien auf ungarisch

Dieser erste Reisebericht aus Ungarn deckt die Zeit vom 24. bis 31. Mai 2010 ab.

Nach 900 Kilometern Fahrt sind wir in Ungarn, unserem ersten eigentlichen Reiseziel, angekommen. Ein erster Zwischenstopp hatte der Mozart-Stadt Salzburg gegolten, wo ich schon lange mal hin wollte.

Über den Tauern-Pass und die Turracher Höhe haben wir Kärnten durchfahren und sind bald schon in Slowenien angekommen. Dort haben wir uns in den heilenden Wassern der Radenci Therme gesunddüsen lassen und ein paar trockene Stunden für eine erste Velotour durchs Hinterland genutzt. Nach fünf Tagen sind wir in Ungarn angekommen. Hier kommt uns alles ziemlich spanisch vor. Verstehen tut man rein gar nix, selbst dann nicht, wenn es geschrieben steht. Doch auf „sprechen Sie deutsch“ oder „do you speak English“ kommt meist eine ermutigende Antwort. Selbst wenn diese nur den Tarif fürs Parkieren verständlich macht….

Das erste Highlight hat uns in einem der touristischsten Orte des ganzen Landes ereilt: Heviz. Die Stadt rühmt sich, den grössten Thermalsee Europas zu haben. Der bis 38 m tiefe und 4,5 ha grosse See wird aus zwei Quellen gespeist – einer warmen und einer kalten – die zusammen täglich 60 bis 80 Mio. Liter Wasser sprudeln. Angeblich wird durch diese Wassermenge der gesamte Seeinhalt jeden zweiten Tag erneuert. Die Temperatur sinkt selbst im Winter nie unter 26°. Natürlich wird alles entsprechend touristisch vermarktet mit sämtlichen Auswüchsen, die dazu gehören wie überrissenen Parkplatz-Gebühren, Ständen mit Souvenir-Ramsch etc.

Auch wir haben uns in die nach faulen Eiern stinkenden Fluten gestürzt. Eigentlich fühle ich mich fürs Thermalbaden noch etwas zu jung, aber bei dem regnerischen Wetter und Temperaturen um 18° war das Erlebnis zu verkraften. Das Witzige an der ganzen Sache: 99 % der Badenden benutzen irgendeine Schwimmhilfe und lassen sich im Wasser treiben. Und weil wir so etwas nicht mitführen, haben wir uns kurzerhand einen Pirelli gemietet. Besonders hübsch an diesem See sind die vielen Seerosen und Lotusblumen, die überall wachsen. Etwas gewöhnungsbedürftig allerdings ist es, wenn man das Gschlüder derselben um die Beine hat.

Ob die heilenden, stinkenden Fluten (keine Bange, wir haben nachher ausgiebig geduscht!) einen positiven Effekt irgendwelcher Art auf uns und nicht nur die Betreiber des Bades haben, wird sich weisen.  

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