Platt für den Rest des Lebens

„You have to iron this down“, sagte die gutgekleidete Dame und nahm mir energisch das Bügeleisen aus der Hand. Dann demonstrierte sie, was genau sie meinte. Ich müsse die Textilpflege-Etikette, also dieses kratzende Ding hinten am Kragen, mit dem Bügeleisen bändigen, platt machen.

Die Bügel-Lektion war damit noch nicht zu Ende. Einmal in Schwung gekommen, erklärte mir das pingelige Frauenzimmer gleich noch, wie sie den Rest der Wäsche (inklusive Unterwäsche und Socken!!!) gebügelt haben wollte. Die Dame war nämlich für die kommenden sechs Monate meine – na wie nennt man das bloss? Jedenfalls war sie die Mutter von zwei verzogenen Kindern, geschieden, grosses Haus. Und ich war für sechs Monate nach England gegangen, um als Au-Pair Englisch zu lernen, nicht um Socken zu bügeln.

Vielleicht begründet in diesem Erlebnis, das schon mehr als ein Vierteljahrhundert zurück liegt, meine innige Abneigung gegen jegliche Bügeleisen. Seien sie mit oder ohne Dampf. Mit oder ohne Unterbau. Mit oder ohne Kabel. Nun mal ganz ehrlich: Hemden bügeln – okay, auch T-Shirts und Jeans lasse ich mir ja noch angehen. Aber Kissenanzüge, Geschirrtücher und Unterwäsche zu bügeln ist wirklich reine Zeitverschwendung. Da schreib ich doch in der Zeit lieber einen neuen Blog-Beitrag. Das kann ich nicht nur besser, da ist der Spassfaktor auch weeeesentlich grösser.

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