Untätige Gedanken

Was macht man, wenn man zwei Stunden lang zum Nichtstun abkommandiert wurde? Nichts tun? Nichts denken? Abschalten? Schlafen? Mag alles funktionieren in der Theorie, aber wenn die Praxis in einer Praxis stattfindet, in einer Zahnarzt-Praxis dazu, ist zumindest die Sache mit dem Schlafen schwierig.

Zwei Stunden lang den Mund geöffnet zu halten, ohne dabei auch nur ein einziges Wort sagen zu können, kommt für mich einer „Herausforderung“ gleich. Dafür haben meine Gedanken freien Lauf, sofern es mir gelingt, das Geräusch des Bohrers und des Speichelsaugers auszuschalten.

Diese Gedanken haben heute eine seltsame Wendung genommen. Mir ist, auf dem Zahnarzt-Stuhl liegend und diesen seltsamen Fleck an der Decke anstarrend (war es eine Mücke, das Staubsaugerrohr, der Rest eines zappeligen Patienten?) Folgendes bewusst geworden:

Es gibt Serien über Hausärzte, Spitalärzte, Frauenärzte, Bergdoktoren, Tierärzte und Schönheitschirurgen. Aber es gibt keine TV-Serien über Zahnärzte. Spritzen, Bohrer, Porzellanfüllungen und Wurzelbehandlungen haben offenbar zu wenig Jööö-Potential. Vermögen uns zwar zu Tränen zu rühren, lassen unser Herz aber kalt.

Arme Zahnärzte, dabei tun sie nur ihr Bestes. Auch wenn sie uns dabei manchmal quälen müssen bis aufs Blut.

 

4 Gedanken zu “Untätige Gedanken

  1. Dabei hätte eine Zahnarzt-Soap durchaus Potential. An dramatischen Momenten würde es bestimmt nicht fehlen. Vielleicht sollten wir es mal mit Drehbuchschreiben probieren? Statt bloss immer zu bloggen? 😉

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