Kein Bock? Nimm Steinbock!

Wie praktisch doch diese Hörner waren! Genüsslich legte der Steinbock seinen Kopf zurück und kratzte sich am Rücken. Ein paar Haare stoben aus dem dichten Winterpelz. Aaah, was für eine Wohltat!

Er war stolz auf seine Hörner, sehr stolz sogar. Sie zeichneten ihn als einen der älteren Böcke in der Gegend aus. Schon manchen Kampf gegen Artgenossen hatte er dank ihnen gewonnen. Und wie das jeweils krachte – Horn auf Horn! Stets war er als Sieger vom Platze gegangen. Er war der Inbegriff von Stärke und Macht; die anderen Männchen hatten keinen Stich gegen ihn.

Was er kürzlich vernommen hatte, hatte ihm bös zu denken gegeben. Die Zweibeiner bereiteten aus seinen Hörnern eine Essenz zu, die den männlichen Artgenossen unter ihnen über Schwächen aller Art hinweghelfen sollten. Von „Alpen-Viagra“ hatte der Tages-Anzeiger geschrieben. Schlicht als „Steinbock-Essenz“ bezeichnete es die Herstellerin.

Der Steinbock war hin und her gerissen. Sollte er sich etwas darauf einbilden, dass er, der König der Alpen, den Zweibeinern auf die Sprünge helfen konnte? Oder war das Ganze einfach nur entsetzlich peinlich?

So oder so. Er musste sich jetzt wieder wichtigeren Dingern zuwenden. Zum Beispiel der Pflege seines Harems. Und dazu brauchte ER ganz bestimmt kein Alpen-Viagra.

 

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