Die mit der grossen Klappe

„Ich glaub doch nicht an den Storch“, ist eine gängige Redewendung, wenn man jemandem sagen will, dass man nicht alles für bare Münze nimmt, was er gerade von sich gegeben hat.

Ob es eine ähnlich storchige Redewendung auf Portugiesisch gibt, weiss ich nicht. Was ich aber mit Sicherheit weiss: In Portugal hat es m-a-s-s-e-n-h-a-f-t Störche. Massenhaft. Ich habe hier in den vergangenen drei Wochen so viele Störche gesehen, dass ich diesbezüglich für den Rest meines Lebens eingedeckt bin. Meister Adebar nistet auf Fabrikkaminen. Auf Vorsprüngen von Kirchtürmen. In Bäumen. Ungeniert auch auf altehrwürdigen Gebäuden. Auf Hausdächern, Ruinen, Fabrikhallen. Zuoberst auf Hochspannungsmasten, gerne gleich in ganzen Trupps und in mehreren Etagen. Die etwas weniger Schwindelfreien haben im untersten Drittel des Masts ihr Nest gebaut. Ich hab sie auf der Strasse dahinschreiten sehen. An Flussufern und in Reisfeldern stochern. Auf Wiesen und Feldern. Zwischen Korkeichen und Eukalyptus-Bäumen.

Nur auf dem Wohnmobil-Dach waren sie meines Wissens noch nie. Sonst wäre selbst ich noch geneigt, an den Storch zu glauben.

3 Gedanken zu “Die mit der grossen Klappe

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