Coole Aussichten

Angesichts der drükenden Hitze hatte ich mir überlegt, anstelle meines innig geliebten Mitbewohners, der momentan definitiv zu heiss gibt, ein paar Eiswürfel mit ins Bett zu nehmen. Eine interne Abklärung hat relativ schnell ergeben, dass diese Idee nicht von der ganzen Familie gutgeheissen wird. Varianten waren gefragt.

Als Sofortmassnahme entschied ich mich, anstelle der roten Bettwäsche die blaue zu verwenden. Da der gewünscht Langzeiteffekt ausblieb (wer mag im Dunkeln schon ständig nachschauen, ob die Bettwäsche immer noch im kühlenden Blau ist?) mussten weitere Ideen her. Nur was?

Bekanntlich fängt alles im Kopf an. Auch das Schwitzen? Ich versuche mir vorzustellen, wie jämmerlich ich im vergangenen Dezember im Engadin bei 20 Grad minus an den Arsch gefroren habe. Dieses gedankliche Abschweifen drosselt die Temperaturen zwar nicht merklich, hält mir aber vor Augen, dass es in absehbarer Zeit wieder kühler werden wird. Und es hält mir vor Augen, dass meine persönliche Wohlfühlzone extrem überschaubar ist. In der Regel zwischen 23 und 25 Grad.

Im Winter kann man sich gegen die Kälte anziehen– bis man sich vor lauter Kleiderschichten kaum mehr bewegen kann. Der Schutz vor Hitze fordert andere Massnahmen. Ich habe mein Patentrezept noch nicht gefunden. Eine Strom fressende Klimaanlage kommt mir jedenfalls nicht in die Wohnung. Da schaue ich mir lieber kühlende Bilder an, so wie dieses hier:

4 Gedanken zu “Coole Aussichten

  1. Pingback: Joggen am heissesten Tag des Jahres « Running Tom

  2. Rein physikalisch gesehen müsste es was mit verdampfen von Flüssigkeit zu tun haben (wenn ich im Physikunterricht damals richtig aufgepasst habe). Jedenfalls haben wir das in der Rekrutenschule im Sommer ausprobiert, indem wir die Mütze in den Bach getaucht haben. Sie war dann tropfnass. Dank der Hitze sollte das Wasser beim Wiederaufsetzen der Mütze nach der Arbeitspause verdunsten und damit dem Kopf des Trägers Wärme entziehen. Ist schon eine Weile her. Ich kann mich nicht mehr so genau an den erzielten Effekt erinnern.
    Aber dasselbe Prinzip soll ja in der Antike bereits die Flüssigkeiten im Innern von Tonkrügen kühl gehalten haben, indem ein Teil der Flüssigkeit verdampft, weil der Ton ja porös und durchlässig für Wasser ist. Diesen Effekt müsstet ihr ja auch schon auf Euren Reisen durch südliche Länder beobachtet haben.
    Ich bin heute Joggen gegangen. Vielleicht habe ich ja nur überlebt, weil ich dabei viel Wasser rausgeschwitzt habe. Nicht immer angenehm, aber nützlich. Und schliesslich wartet zu Hause ja eine kühle Dusche.

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  3. Hast Du dann was passendes gefunden? Wenn ja, lass es mich bitte wissen. Die Hitze ist ja nun schon ein Weilchen vorbei, aber ich denke, nächstes Jahr wird sie ja wieder kommen. 😉
    Und mir geht es genauso wie Dir. Ich leide unter Hitze sehr, aber auch unter Kälte. Mein Mann meint immer, ich hab nur eine Wohlfühltemparatur-Spanne von 2 Grad. Ich glaube, er hat Recht. 🙂

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