Makaber, aber praktisch

Das mag wohl etwas makaber tönen, aber Friedhöfe sind für uns immer praktisch. Einerseits, wenn wir einen Parkplatz suchen, beispielsweise als Ausgangspunkt für eine Velotour. Andererseits aber – und vor allem – wenn der Wasservorrat langsam zur Neige geht. Da wir so gut wie nie auf Campingplätze übernachten, haben wir so die Möglichkeit, den Wassertank wieder zu füllen. Vor allem hier in Schweden, wo man keine öffentlichen Brünnen so wie bei uns kennt, ist das sehr praktisch.

Friedhöfe in Schweden sehen eher aus wie gepflegte Grünanlagen denn Bestattungsorte. Meist befinden sich an einem gut zugänglichen Ort einer oder mehrere Wasserhähne, dazu Giesskannen und Gartengeräte. Ich mach jede Wette: Bei uns würde dieses Werkzeug glattweg geklaut.

  

Wir haben auch keine Skrupel, auf einem schön gelegenen Friedhofs-Parkplatz zu übernachten. Realistisch gesehen muss man ja sagen, dass die, die dort liegen, einen nicht stören. Und wir stören sie gewiss auch nicht. Trotzdem würden auch wir nicht bedingungslos Friedhöfe als Übernachtungsplätze propagieren. Etwas Taktgefühl muss man da schon walten lassen. Und es gibt ein Land, wo wir selbst in der grössten Not nie unser Nachtlager bei einem Friedhof aufschlagen würden: In Italien. Denn in der warmen Zeit hängt dort immer so ein strenger Geruch nach Verwesung in der Luft.

10 Gedanken zu “Makaber, aber praktisch

  1. Pingback: Von kleinen Bäumen und grossen Löchern « Flohnmobil – im Alltag unterwegs

  2. Es ist sicher interessant, die Friedhöfe verschiedener Länder miteinander zu vergleichen! Wenn möglich, spaziere ich im Urlaub immer mal durch einen durch. Man würde nicht glauben, wie groß die Unterschiede sind.

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      • Ich war mal auf einem italienischen Friedhof (Bellagio am Comer See) und platt wegen all den Bildchen und Plastikdekorationen, wie bunt das alles war! Ein Duft ist mir nicht aufgefallen. Es war allerdings noch kühl. Trotzdem – warum sollte es riechen? Sind die Gräber in Italien weniger tief? Oder sind es die Mausoleen, die man häufig sieht? Noch ein Grund für Feuerbestattungen. Wenn ich mir vorstellen müsste, wie meine Mutter gerade aussieht, bei der Hitze … *shudder*

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        • Es war einer dieser italienischen Friedhöfe, die mehr Ähnlichkeit mit einer Einfamilienhaus-Siedlung denn einem Friedhof mit Erdgräbern wie bei uns hatte. Und diese Familien-Gruften, nenne sie meinetwegen Mausoleen, waren wohl irgendwie etwas durchlässig. Da lag ein ganz übler Verwesungsgeruch in der Luft. 😦

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