Asche zu Asche

Es gibt Phasen im Leben, da muss man einfach durch, ob es einem passt oder nicht. Ich stecke grad mitten in so einer Phase, sehe ich mich doch moralisch verpflichtet, meiner nicht mehr ganz taufrischen Schwägerin beim Umzug zu helfen. Mein innig geliebter Mitbewohner (auch gehandelt unter dem Begriff „Bruder“) und ich sind also seit geraumer Zeit damit beschäftigt, die Wohnung meiner Messie-Schwägerin auszumisten zu räumen.

Dabei entdeckte ich zuallerhinterst in einem Schrank ein kaum 10 Zentimeter hohes Gefäss. Auf dem Deckel stand:

Trixli
22.06.1972
15.09.1984

Trixli, soviel konnte ich in Erfahrung bringen, war der Dackel meiner anderen, vor bald einem Jahrzehnt verstorbenen Schwägerin. Ich hätte nicht gedacht, dass man schon in den Achtziger Jahren ein solches emotionales Tamtam um Haustiere machte und ihre Asche mit nach Hause nahm.

Was wohl die Hundeseele dazu meint, dass sie jetzt zum zweiten Mal kremiert wird?

7 Gedanken zu “Asche zu Asche

  1. Wow, Messiewohnung, auweia.
    Da kann man böse Überraschungen erleben und mir graut bei dem Gedanken.
    Ich beneide euch daher nicht, wie du dir denken kannst.
    Wünsche euch nur viel Kraft und drücke euch die Daumen, dass diese Aufgabe für euch bald vorüber ist und es nicht noch dicker kommt.

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