Old Shatterhand im Limmattal

Bei der Wohnungsräumung, die uns schon eine gefühlte Ewigkeit beschäftigt, sind wir zuhinterst in einem Schrank im Keller auf folgendes Objekt gestossen:

Für einmal machte auch mein innig geliebter Mitbewohner grosse Augen. Sehr grosse.

Ganz im Gegensatz zu der Knarre aus den Fünfzigerjahren. Diese nämlich erwartete mit stoischer Ruhe den Sanktnimmerleinstag.

Nun mal eine ernstgemeinte Frage an die Herrenrunde:

Was macht man korrekterweise mit einem alten Militärkarabiner?

…. sachdienliche Hinweise werden selbstverständlich auch von Mitleserinnen entgegen genommen.

6 Gedanken zu “Old Shatterhand im Limmattal

  1. vielleicht gibts so eine aktion auch bei euch in der nähe.
    das bild konnte ich leider nicht nicht rüber kopieren
    gruss aus spanien

    Nie mehr den alten Karabiner abstauben
    Grosser Ansturm auf freiwillige Rückgabe von Waffen in Hinwil
    30. August 2009, 20:25
    2 Kommentare

    Waffenabgabe in HInwil. (Bild: NZZ / Matthias Wäckerlin)
    Vom Säbel über den Vorderlader bis zum Sturmgewehr: Hunderte Leute haben am Samstag in Hinwil freiwillig Waffen und Munition abgegeben, die zu Hause verstaubten oder vor sich hin rosteten. Rund 600 Waffen kamen an der Aktion zusammen. Sie werden nun vernichtet.
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    Eine 64-jährige Frau hat einen Säbel mitgebracht, der vielleicht einen Meter lang ist und nicht nur wegen der Rostflecken wie ein Piratensäbel ausschaut. «Achtung», sagt sie, als sie die Waffe samt Hülle auf dem Polizeistützpunkt Betzholz in Hinwil einem Kantonspolizisten in die Hand drückt, «der Säbel fällt leicht heraus». Sie müsse ihn beim Putzen immer wegräumen und wolle ihn endlich loswerden. Woher der Säbel stamme? Von ihrem Vater, antwortet die Frau. Mehr weiss sie nicht. Ein Herr, der ein Langgewehr und zwei Karabiner abgibt, liefert einen Hinweis: Es handle sich um einen Dragonersäbel, der im Oberland, in dem viele Armeepferde gehalten wurden, keine Rarität sei.
    «Man muss mit allem rechnen»

    Bei den meisten abgegebenen Waffen verlieren sich die Kenntnisse zur Herkunft mit der nächsten Generation. Dies macht die Aktion der kantonalen Sicherheitsdirektion nicht einfacher. «Man muss mit allem rechnen», sagt ein Polizist. Einige Gewehre lagen jahrzehntelang auf dem Estrich; auch ein Fachmann kann nicht ohne weiteres sehen, ob im Magazin noch ein Schuss steckt. Darum begleiten Polizisten die Waffenbesitzer durch alle Stationen vom Parkplatz bis zur Waffenabgabe. Zunächst werden die Waffen von Spezialisten der Polizei entladen, bevor die Besitzer eine Verzichtserklärung unterschreiben. Angestellte des Zeughauses legen die Waffen sodann in Kisten; nun wird die gefährliche Ware entweder zur Logistikbasis der Armee gebracht oder unter Polizeiaufsicht in einer Firma geschreddert.

    Spätestens jetzt empfinden einige etwas Wehmut. Schliesslich haben sie die Waffe ein Leben lang im Hausinventar gehortet, während der Rekrutenschule stundenlang Griffe geübt, an manchen Feiern Salutschüsse abgefeuert. Darum ist der eine oder andere nicht selber auf die Idee gekommen, die Waffe abzugeben. «Ohne den Druck meiner Frau hätte ich den Karabiner behalten», gesteht ein Herr. Später kommt eine Frau mit dem Gewehr ihres Mannes, der wegen einer Krankheit nicht mehr an Schiessübungen teilnehmen kann, und sagt mit einem Schmunzeln: «Ich will den Karabiner nicht weiter abstauben.»
    Öffentliche Diskussion um Waffenbesitz

    Was immer die Motivation ist, der Andrang ist gross. Bereits vor dem Start um 10 Uhr stehen die zumeist älteren Herren Schlange, und weil dies so bleibt, stellen die Polizisten zusätzliche Tische für die Formalitäten auf. Vermutlich ist der Ansturm darauf zurückzuführen, dass in der Öffentlichkeit die private Aufbewahrung von Armeewaffen ein grosses Thema geworden ist, zuletzt vor Wochenfrist rund um den Prozess gegen den jungen Mann, der in Zürich Höngg kurz nach der Rekrutenschule eine 16-Jährige erschossen hatte. Die Rückgabe-Aktion, die wiederholt wird, richtet sich jedoch nicht an aktive Armeeangehörige.Vielmehr beruht sie auf dem revidierten Waffenrecht, das seit Ende 2008 in Kraft ist. Dieses schreibt vor, den Besitz gewisser Waffen nachträglich zu melden. Davon ausgenommen sind jedoch Ordonnanzwaffen, welche ein heutiger Besitzer einst von der Militärverwaltung erhalten hatte.

    Den Anlass in Hinwil besuchte auch Sicherheitsdirektor Hans Hollenstein – obwohl er selber keine Waffe abzugeben hat, weil er als Trompeter in der Armee keine gefasst hatte. Ziel der Aktion sei, den Kanton sicherer zu machen, sagte der Regierungsrat. Zu leicht könnten aufbewahrte Waffen gestohlen werden oder in falsche Hände geraten. Zudem könnten sie im Affekt missbraucht werden, hält Hollenstein fest.
    Mehr zum Thema «Nie mehr den alten Karabiner abstauben»
    Sammelaktion: 600 Waffen abgegeben

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  2. Ich habe mal im Internet nachgeschaut. So ein Objekt ist vielleicht für Sammler von Interesse. Und wie ich so sehen konnte – kommt halt auch aufs Fabrikat drauf an – werden die ganz gut gehandelt. Hier würde ich auch mal schauen, bzw. bei dir in der Schweiz mal nachforschen, ob du nicht noch etwas dafür bekommen kannst.
    http://www.guns-n-more.de/94007/94100.html?*session*id*key*=*session*id*val*

    Behalten würde ich sie auch nicht wollen, aber einfach so entsorgen oder bei der Polizei abgeben, wenn man dafür noch etwas Geld bekommen kann, dass sollte man sich dann doch überlegen.

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    • Grad aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg stammt die Flinte auch wieder nicht. Ich will mich da lieber nicht aufs Glatteis bewegen. Vermutlich ist der Verkauf von Waffen, selbst wenn sie alt sind, bei uns bewilligungspflichtig.

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