Des Dramas dritter Akt

Magenbrot. Wenn das Wort fällt, kriege ich langsam aber sicher Magenweh. Gewiefte Flohnmobil-Leser werden sofort wissen, worum es geht. Alle anderen dürfen sich gerne hier (1. Akt des Drama) und hier (2. Akt) kundig machen.

Eigentlich dachte ich, dass mit dem Ändern des Textes und der Fotos die Sache langsam gegessen sei. Doch als ich aus den Ferien zurückkam, wurde ich eines Besseren belehrt. Auf dem Telefon konnte ich mehrere Anrufe von Herrn Hmhm (ich werde mich hüten, den Namen hier nochmals zu publizieren) ablesen. Das liess nichts Gutes erahnen. Herr Hmhm hatte mir gesagt, er werde mir nochmals Magenbrot schicken, wenn ich das verheerende Bild entferne. Das mit der neuerlichen Lieferung hatte ich zwar abgelehnt, weil ich mich ja auch etwas in der Schuld fühlte. Nichts desto trotz wurde unser Haushalt in der Zwischenzeit um ein paar weitere Einheiten Magenbrot bereichert.

Gestern Abend dann der Anruf von Herrn Hmhm. Er habe meine gute Absicht mit dem Beschneiden des Bildes im Blog-Beitrag durchaus erkannt, aber leider sei das Bild, wenn man bei Google Image unter dem richtigen Begriff suche, immer noch vorhanden. Das, mein lieber Herr Hmhm, sagte ich ihm, nachdem ich endlich auch mal zu Worte kam, ist leider ausserhalb meiner Reichweite. Das Internet vergisst nie. Was ich bis Anhin nur als Floskel kannte, muss ich nun selber erleben. Herr Hmhm beeilte sich daraufhin, zu sagen, er habe mit einem Computerspezialisten gesprochen. Dieser meinte, solange ich nur das Bild ändere, würde bei einem Suchergebnis stets das alte Bild erscheinen. Erst wenn ich den Beitrag ganz lösche, werde „in ein paar Tagen“ auch das Bild bei den Suchbegriffen nicht mehr auftauchen. Diese verheerende Bild also, das nicht nur den Magenbrot-Klumpen zeigt, sondern auch verrät, wer dieses kulinarische Verbrechen begangen hat. Herr Hmhm gab sich zu Tode betrübt, dass dieses Bild immer wieder auf seinem Bildschirm auftauche. Als es mir kurz gelang, seinen Redeschwall zu unterbrechen, versuchte ich ihm weiszumachen, dass die paar Klicks täglich auf meinem Blog denn derart geschäftsschädigend auch wieder nicht sein könnten.

Ich will euch nicht mehr länger mit den Details dieses Gesprächs langweilen. Als neuste Massnahme habe ich den gesamten geänderten Blog-Beitrag (Drama 1. Akt) unter einem leicht modifizierten Titel neu am gleichen Datum veröffentlicht. So blieben mir nämlich eure Kommentare erhalten, auf die ich grossen Wert lege. Ob damit nun dieses verd… Bild wirklich und definitiv von der Bildfläche verschwindet, darauf bin ich wirklich gespannt.

Mein innig geliebter Mitbewohner, der sich ansonsten aus meinen Blogangelegenheiten weitestgehend raushält, hatte dazu lediglich den einen Kommentar: „Magenbrot haben wir langsam genug. Gebrannte Mandeln wären auch mal gut.“

Ich hoffe doch sehr, dass dieses Bild unverfänglich genug ist.

14 Gedanken zu “Des Dramas dritter Akt

    • Grad von DIR hätte ich nicht einfach nur ein aufmunterndes Nicken erwartet, sondern eine fachlich fundierte, zehnseitige Doktorarbeit, weshalb es dieshalb klappt. 😉
      Denn mir geht die Geschichte mittlerweile sowas von auf den Geist!!!

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  1. Also das Foto in diesem Beitrag finde ich herrlich! Unverfänglich? Äh. Ja, ja – schon. 🙂

    Ich würde wahrscheinlich den 1. Akt des Dramas mitsamt Kommentaren auf meinen Rechner kopieren und dann den Beitrag komplett und die Fotos löschen. Dann müsste der in einigen Tagen aus der Suchmaschine raus sein. Du kannst den Beitrag frisch einstellen, neuer Titel das unverfängliche, umbenannte Foto und alle Kommentare dazu.

    Ich hab aus organisatorischen Gründen mal einen Blogbeitrag versenkt und neu gemacht – auch mit Kommentaren, ich hab alle Angaben aus den Feldern kopiert, die man beim Bearbeiten sieht.

    Hoffentlich hast du jetzt Ruhe.

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    • Nach meiner Erfahrung wird das Bild noch monatelang im Google-Cache auftauchen. Auch wenn Du den Beitrag löschst. Kommt halt auch drauf an, nach was man googelt. Also wenn der Herr Hmmhm nach Magenbrot und Klumpen sucht, führt das auf jeden Fall zum Erfolg 😉

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  2. Ich habe es jetzt mal bei Google gesucht und es ist tatsächlich noch zu finden.
    Mal schauen, wann das ganze Drama für Sie ein endgültiges Ende hat. Es wäre wünscheswert, denn ich kann Sie gut verstehen, dass Sie genervt sind.
    Alles Gute.

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  3. …langsam wirds absolut unverdaulich…das MAGENbrot…

    Du könntest noch einen Artikel über gutes Magenbrot schreiben, in der Hoffnung, dass der „gute“ den „schlechten“ Artikel überholt. Allerdings würde ich mir dazu einen Zentner Magenbrot sponsern lassen…Das könntest du dann ja hier im Blog als Candy verlosen….Äh…Räusper…

    Eine Organisatorin „beklagte“ mal, dass beim Googeln immer mein Artikel über das vorjährige Event auftauchte. Ich schrieb dann eine Marktankündigung mit der richtigen Jahreszahl für das aktuelle Jahr, und so wanderte der alte Post nach unten….Ist vielleicht nicht das Geschickteste, aber…hm…war auch nach dem Löschen immer noch in der Google-Suche, wenn auch mit leerem Inhalt.
    ?
    Liebe Grüße
    und Gut Magenbrot!

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    • Ja wer weiss denn schon ganz genau, was er anrichtet, wenn er in den ewigen Jagdgründen des Internet etwas postet?!? Also ich je länger je weniger.
      Ich werde euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten über den Ausgang der Magenbrot-Rossgagel-Story.

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