Frühstück in Absurdistan

Der Herr des Hauses hatte die Idee, mal wieder ein weiches Ei zum Frühstück zu essen. Die Gattin fand das ausgesprochen begrüssenswert, zumal der Gemahl Anstalten machte, die Hühnerprodukte auch gleich selber in die Pfanne zu hauen.

Gewisse Zweifel kamen ihr zwar ab dem richtigen Timing, doch nach dem Motto „wenn er denn schon mal selber die Initiative ergreift“, liess sie ihn gewähren. Zwei Eier konnten in ihrem Reich keinen allzu grossen Schaden anrichten.

Und so kam es, dass die Beiden vor den nicht mehr ganz heissen Frühstückseier sassen, diese mit dem handelsüblichen Werkzeug köpften und in stiller Eintracht ihre perfekt weichgekochten Eier auslöffelten. Jedenfalls so lange, bis der Gatte monierte, sein Löffel sei zu gross. „Nein, dein Loch ist zu klein“, entgegnete sie, mit einem Auge auf ihr eigenes Ei schielend, das sie mit einem gleich grossen Löffel ass, durch ein Loch, das das gleiche Werkzeug wie bei ihrem Gegenüber geschaffen hatte.

Diesem Argument hatte der Herr des Hauses nichts entgegenzusetzen. Nach einer Weile erst fiel ihm aber ein: „Es ist schon verblüffend, wie die heutigen Hühner Eier legen, die genau zu unseren Löffeln passen.“

Fast wie bei Lorriot.

An diesen Eiern würde man sich die Zähne ausbeissen. Sie sind aus Alabaster gefertigt.

3 Gedanken zu “Frühstück in Absurdistan

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