Die mit der riesengrossen Klappe

Wir haben sie auf allen unseren Übersee-Reisen angetroffen. In den USA, Australien, Mexico, Kanada. Naturgemäss immer in der Nähe von Wasser und mit verlässlicher Sicherheit stets dort, wo geangelt wurde.

Sie näherten sich jeweils mit ihrem tollpatschigen Gang, wenn mein innig geliebter Mitreisender oder ich am Fische säubern waren. Die Kerle wussten genau: Da springt immer etwas raus. Mitunter wurden sie so aufsässig, dass man seinen Fang vor ihnen in Sicherheit bringen musste. Scheu vor dem Menschen zeigten sie an solchen Orten überhaupt keine.

Herrlich war es, ihnen bei der Jagd zuzusehen. Mit einer nicht geahnten Eleganz schiessen die sonst eher trägen Flieger pfeilgerade mit dem mächtigen Schnabel voran ins Wasser. Und in diesem Schnabel, das weiss ich aus eigener Erfahrung, hat viel, sehr viel Platz. Wenn ein Pelikan die Klappe aufsperrt, gibt er sich mit einem Fischlein nicht zufrieden. Notfalls holt er sogar den Fisch aus dem Schnabel seines Nachbars raus. Nicht erfunden, alles mehrfach beobachtet!

Ein Pelikan im Flug? Das sieht etwa so aus, wie wenn eine Super-Connie über einen hinweg fliegt. Man weiss nie genau, ob das langsam fliegende Objekt oben bleibt.

Ziemlich speziell war auch die Erfahrung, als der Mitreisende beim Angeln in Mexico mal einen Pelikan ans Land zog. Wie konnte das passieren? Ganz einfach, das gefrässige Vieh war dem Köderfisch hinterhergetaucht. Die Mexikaner kannten wenig Skrupel, wenn es darum ging, einer solchen Henne den Haken aus dem Schnabel zu entfernen. Unsereins tat sich da etwas schwerer.

Wer nebst diesen – zugegeben etwas einseitigen Beobachtungen über Pelikane – einige gelungene Bilder dieser grossen Wasservögel sehen will, mache es wie ich und wende sich vertrauensvoll an den Blog von Pixelspielerei. Eure Augen werden nicht enttäuscht sein, versprochen!


Ein Brillenpelikan, fotografiert in Australien

6 Gedanken zu “Die mit der riesengrossen Klappe

  1. Das ist ja lieb, dankeschön fürs Verlinken! Das freut mich sehr! ☼

    Dein Foto gefällt mir ausgesprochen gut! Schön, was Du dazu zu schreiben hast! Und das Langsamfliegen hatten wir ja schonmal 😉

    Das Entfernen eines Hakens habe ich mal in Santa Barbara (California) mit einem Baby-Rochen erlebt. Allerdings mit ausgesprochen viel Ruhe und Mühe. Leider war das Tier letztendlich doch nicht zu retten. Sehr schade!

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    • Den Fischen bekommt so ein Haken in der Regel ausgesprochen schlecht. „Unser“ Pelikan dürfte den Eingriff überstanden haben. Aber das ist einige Jahre her, ich befürchte, dass er mittlerweile doch abgestürzt ist.

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