Der falsche Fisch

Wenn ich zum Einkaufen gehe, halte ich mich mehr oder weniger an meine Einkaufsliste. Nichts desto trotz lasse ich mich – genau so wie es die Marketing-Experten vorgesehen haben – vom aktuellen Angebot verleiten und kaufe gelegentlich etwas, das nicht vorgesehen war. Ist mein innig geliebter Mitbewohner mit von der Partie – er darf dann in der Regel das Wägeli durch die Migros schieben – wird meine Einkaufsliste normalerweise in nullkommanichts zu Altpapier. Makulatur.

Daran habe ich mich gewöhnt und auch die nötige Flexibilität, um während des Einkaufens flugs den Speiseplan zu ändern. Heute aber, heute hat der Mitbewohner den Vogel, pardon Fisch, abgeschossen.

Kauft der Kerl doch zwei Birnen. Wäre ja nicht weiter schlimm, wären es nicht Forellen Birnen! Habe ich noch nie gehört, musste ich sofort googeln. Dabei habe ich herausgefunden, dass es sich um eine alte Birnensorte handelt. Und die Bezeichnung „Forelle“ stammt nicht etwa daher, dass die Birne statt einem Kerngehäuse Gräten hat, nein, ihren Namen hat die Birne den Pünktchen auf ihrer Haut zu verdanken. Etwas Fantasie vorausgesetzt, kann man also nachvollziehen, weshalb die Birne einen fischigen Namen erhalten hat.

Trotzdem, wäre ich diese Birne, ich würde subito eine Namensänderung beantragen. Birne mit Fischnamen, geht nun wirklich nicht! Ich esse ja auch kein Petersilien-Eis oder Knoblauch-Schokolade. Und schon gar keine Salami-Bananen oder Poulet-Käse.

17 Gedanken zu “Der falsche Fisch

  1. Die erste Forelle, die von Wespen umschwirrt wird 🙂 . Hat sie denn wenigstens geschmeckt? Ich bin da leider ziemlich unflexibel und mag die festen Birnen nicht so. Wenn dann die Williams im Angebot sind, werden die sorgfältig umkreist und beschnüffelt (ernsthaft, wenn´s nach nix riecht, sind sie auch nicht anständig reif), bis sie als vertrauenswürdig eingestuft werden.

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  2. Huhu 🙂 also ich habe auch schon chinesische Knoblauchschokolade gegessen (gibts wirklich ;-)) und die hat gar nicht mal so übel geschmeckt. Nur die grüne Farbe war gewöhnungsbedürftig…

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  3. Aber liebe Flohnerin, es gibt auch Basilikumsorbet und son Zeugs und das schmeckt gar nicht mal so schlecht. An der Fischbirne finde ich höchstens bedenklich, dass die sicher keine Saison hat derzeit. Wo kommen die Dinger denn her? Aus Südafrika? Naja, heute wäre das politisch ja nicht mehr so bedenklich wie noch vor ein paar Jahren; höchstens noch ökologisch… 😉

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    • Wie recht du hast, ein Basilikumsorbet habe ich zwar noch nie probiert, wäre aber durchaus nicht abgeneigt.
      Die Birne, ich wage es kaum zu tippen, kam tatsächlich aus Südafrika. Ich sage ja, ICH hätte sie nicht gekauft.

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