Wie die Katze zum Hund wurde

Bei unserem letzten Housesitting in Schweden waren es Hühner in schwindender Anzahl und eine Katze. Dieses Mal ist es ein Hund. Ein angeblich gut erzogener Hund mit diversen Flausen allerdings.

Mein innig geliebter Mithüter und ich – wir müssten lügen – haben nicht wirklich viel Erfahrung mit Hundeviechern, sieht man mal davon ab, dass wir beide in unserer Kindheit einen Hund hatten. Trotzdem haben uns die Besitzer ihren Liebling anvertraut. Die Umstände sind hier etwas besonders, wir haben die Leute nie zu sehen bekommen, der Hund wurde uns von Freunden überbracht.

Damit aber jaaaa nichts schief geht und der Hund wie gewohnt seine Marotten ausleben kann, habe ich mich gestern in einem rund dreissigminütigen Telefongespräch mit der Besitzerin aufdotiert. Danach war ich irgendwie etwas platt.

Wir werden uns also mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass Conrad um 9.00 und 18.00 Uhr (und nur mit aussergewöhnlich plausiblen Gründen fünf Minuten früher oder später) sein Futter vorgesetzt bekommt. Wir werden ihn (auch wenn uns nicht ganz wohl dabei ist) frei laufen lassen, weil er sich sowieso besser auskennt und uns angeblich immer wieder findet. Wir werden dafür sorgen, dass er seine Nachtruhe einhält und nicht etwa – wie es seinem Naturell als Jagdhund entsprechen würde – bei Einbruch der Dämmerung auf Pirsch geht. Wir werden ihm das Fell bürsten, ihn flattieren, loben, suchen, an der Leine führen (auch wenn er dank seiner Kraft eher uns führt). Wir werden ihm mit dem Knochen quietschen, damit er weiss, dass angerichtet ist, ihm jeden Morgen sein Bett machen und selbstverständlich immer lieb zu ihm sein.

Ach war das mit den Viechern in Schweden doch einfach!

12 Gedanken zu “Wie die Katze zum Hund wurde

  1. Ich frage mich jetzt, ob Herr -Entschuldigung, also: seine Durchlaucht Hund einen Alarmknopf hat, den er drückt, wenn das Menü zu früh oder zu spät serviert wird..?
    Es gibt nix Schlimmeres, als wenn man sein Viehzeug -absichtlich oder nicht- an feste Uhrzeiten gewöhnt hat. Bei meiner Schwägerin hatte es sich mal so ergeben, daß sie ziemlich genau um 12 Uhr ihr Pferd fütterte. Paar Tage später machte es schon im Hof „hühühü!“ wenn die Kirchenglocke bimmelte…

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    • Monsieur le Chien hat sich wohl oder übel unserem Tagesrhythmus anpassen müssen. Um 9.00 hat der Hund allerdings (noch) nie den Alarmknopf betätigt, da er – jedenfalls unter unseren Fittichen – zu der Uhrzeit keinerlei Interesse am Futternapf (aus schnödem blauem Plastik übrigens) gezeigt hat.

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