Gegensätze

Die Geborgenheit unserer Wohnung gegen das riesige Haus in der Provence.

Unsere paar Quadratmeter Garten, auf denen mehr Unkraut wächst, als auf dem gesamten Areal unseres gesitteten Hauses mit seinem perfekt manikürierten Rasen und den wie mit einer Schablone geschnittenen Hecken.

Die eigene Küche, die, obschon wesentlich kleiner, halt eben meine Küche ist. Mit einer gut sortierten Besteckschublade statt einer unübersichtlichen Ansammlung von Küchenhelfern, mit denen ich nichts anzufangen wusste (Austernstecher, Schneckenzange).

Am Freitagnachmittag noch im T-Shirt Kaffee in der Sonne getrunken, keinen Tag später viel, viel Schnee von viel zu nah gesehen.

Das Tränchen, das ich wegwischen musste, als ich mich vom Goldschätzchen verabschiedete. Und doch war ich irgendwie erleichtert, Conrad wohlbehalten los zu werden.

Der Schuhkasten, in dem die aus Frankreich zurückgebrachten Flip-Flops ziemlich weit unten verstaut wurden.

Die Kaffeemaschine, die auf Anhieb genau das produziert, was ich mir unter Kaffee vorstelle.

Die diversen Wintersport-Kataloge, die schon ins Haus geflattert sind, während ich geistig noch nicht mal im Herbst angelangt bin.

Das gechlorte, aufbereitete Wasser Südfrankreichs gegen unser herrlich frisches Quellwasser.

Die Freunde wieder in der Nähe und nicht nur am Computerbildschirm.

Die Temperaturen. Brrrrrh!!!

Der Herbst hat auch in der Provence Einzug gehalten. Gestern um 6.00 Uhr mussten wir – wer hätte das gedacht – eine hauchdünne Schicht Eis von der Autoscheibe abkratzen, bevor wir den Heimweg antreten konnten.

11 Gedanken zu “Gegensätze

  1. Es gibt Dinge, da ist mensch gerne unflexibel 😉 . Bei mir ist das auch die eigene Küche, und gechlortes Wasser – brrrr! Das zweifelhafte Vergnügen hatte ich in der Ausbildung, es war schon eine Zumutung, sich mit der Brühe die Zähne zu putzen.
    Ich habe grade für die Vögelchen eine UV+Wärme-Wunderlampe bestellt, falls ihr sowas für die Wiedereingewöhnung braucht, reiche ich den Link gerne weiter 😉 .

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    • Danke für dein Angebot, unsere Heizung ist effizient genug, dass ich ohne Wärme-Wunderlampe auskommen sollte. Und was die Küche betrifft, so habe ich schon seit Jahren immer meine eigenen Messer, eine Schere, ein grosses Schneidebrett, einen grossen Schöpflöffel und einen Gummischaber mit dabei, wenn ich in eine Ferienwohnung fahre.

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  2. Wie dieses dein Gefühl auf Französisch heisst, ist mir entfallen,
    liebe Frau Flohnmobil,
    aber in Schweden sagt man dazu:
    „Borta är bra – hemma är bäst“
    Was schlicht und einfach bedeutet: Zuhause ist es am Schönsten 🙂

    Willkommen also daheim und einen herbstherzlichen Gruss
    Hausfrau Hanna

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