Ansatzweise gestreift

Wir standen zu dritt vor dem Spiegel in der Garderobe des Fitness-Centers und versuchten, unsere nassen Haare in das umzuwandeln, was der Mensch gemeinhin als Frisur bezeichnet. Die Eine im original Grauton, die anderen Beiden regelmässige Coiffeur-Kundinnen mit genauen Vorstellungen, welche Farbe auf ihrem Haupte nicht erscheinen solle.

Wir unterhielten uns über Strähnchen, Haarfarben und Haaransätze, beäugten gegenseitig unsere Haarpracht und die mehr oder weniger zahlreich vorhandenen grauen Fäden darin. Ohne lange Diskussion kamen wir einstimmig zum Schluss, dass wir

a) Gefärbte Haare an einer 70-Jährigen daneben finden und
b) desgleichen auch violett schimmernde, weisse Haare. Folglich
c) Nie und nimmer wie a) oder b) herauskommen wollten.

Später am Tag, als ich mit meiner Frisur wieder alleine war, stand ich vor einer Orchidee mit blau eingefärbten Blüten. Irgendwann, so dachte ich mir, irgendwann würden wir Erdenmenschen auch einen Saft schlürfen können, worauf unsere Haarpracht in neuer Farbe – vielleicht nicht gerade orchid blue – nachwachsen würde. In meinem Fall müssten es dann grad zwei Säftchen sein, dann könnte ich mir solche Torturen künftig ersparen.

Die Natur ist uns mal wieder meilenweit voraus.

7 Gedanken zu “Ansatzweise gestreift

  1. Ja warum eigentlich nicht einmal Streifchen?
    Vermutlich eine gröbere Herausforderung für die Coiffeuse und bestimmt schweineteuer 😉
    Wünsche dir einen quietschfidelen Feierabend
    Brigitte

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