Wie der Napf in die Ostschweiz kam

Das Projekt hatte ursprünglich gelautet: Fahrt ins Emmental, Wanderung auf den Napf, Übernachten im Berggasthaus, anderntags zurück zum Ausgangspunkt. Da die Napfregion allgemein als der Schüttstein der Schweiz bekannt ist, verzichteten wir angesichts der Wetterprognose und wählten aus den unzähligen Wandermöglichkeiten, die unsere Heimat bietet, eine trockene Variante in einem Föhntal.

Nun bin ich ja mit der Geografie dieses Landes einigermassen gut vertraut, dennoch kann ich nicht annähernd alle Wanderhöger kennen und so habe ich mich gerne auf eine Empfehlung verlassen. Zimi hatte in seinem Blog die Wanderung auf den Regitzer Spitz beschrieben und genau dieser 1’135 m hohe Gipfel war unser Ziel. Im Weinbaudorf Fläsch war der Himmel so, wie es sich für einen Himmel gehört, nämlich himmelblau. Je nach Wanderrichtung beschubte oder bremste uns der kräftige Föhn, der mit Böen bis 90 km/h am Werk war. Er war den ganzen Tag ein treuer Begleiter und sorgte für warmes, trockenes Wetter, vertschuderete Frisuren und fliegende Mützen.

Am markanten Regitzer Spitz waren wir auf unserem Weg ins Bündnerland ja schon oft vorbeigefahren. Nun standen wir oben und konnten im Föhnsturm unsere Standfestigkeit beweisen. Und alle Vier waren wir uns einig: eine lohnende Sache.

Vom Gipfel offenbarte sich uns der Weitblick Richtung Chur und Sargans, später im Abstieg dann ins Rheintal Richtung Bodensee.

Da wir wieder an den Ausgangspunkt zu unserem Auto zurück mussten, folgten wir ab Mattheid den Wegweisern Richtung Fläsch. Im steilen Bergwald kamen wir nochmals in den Genuss einiger Höhenmeter, bevor der schmale Pfad auf einen Fahrweg einmündete, der uns mitten in die Rebberge von Fläsch führte. Dort war die Traubenlese in vollem Gang.

Wie wir erfuhren, sind auch hier die Essigmücken am Werk, die einzelne Beeren der fast reifen Trauben zum faulen bringen. Schade, denn wenn der Wein so gut ausfällt, wie die Trauben schmeckten, wird es ein guter Jahrgang.

Fast 600 Höhenmeter unter uns: Fläsch aus der Vogelperspektive bzw. vom Regitzer Spitz aus

6 Gedanken zu “Wie der Napf in die Ostschweiz kam

  1. Das ideale Wandergebiet für das aktuelle Wetter, Föhn und warm. Habe auch noch genau diesen Regitzer Spitz oder vielleicht den Fadärastein im Hinterkopf. Momentan lässt Timis Pfötli so eine Wanderung noch nicht zu, aber vielleicht in 2 Tagen? Man wird sehen …
    Danke jedenfalls für die schönen Bilder, die machen mich richtig gluschtig!
    Gruess vom Werner mit Timi

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