Unterhose auf Abwegen

Unterwäsche sei mit 60 Grad zu waschen, hatte mir meine Mutter eingebläut, Bettwäsche ebenso. T-Shirts und dergleichen nicht über 40 Grad. Und Wolle…, nein, dort musste ich nicht mehr hinhören, denn Wolle existiert für mich nicht. Wolle juckt und Wolle stinkt, wenn sie nass ist. Theoretisch hat meine Mutter mir noch mehr in Sachen Wäsche waschen beigebracht. Zum Beispiel, dass man nach Farben getrennt waschen soll, aber so ein neuer Farbton auf der Bluse hin und wieder, das habe ich schnell gemerkt, ist mitunter ganz lustig.

Man macht so seine einschlägigen Erfahrungen vor und neben der Waschmaschine. Je weiter weg von der eigenen Waschmaschine man seine Klamotten in einen Schlund aus Chromstahl stopft, desto abenteuerlicher wird es. Nicht nur, weil man unter Umständen nur ansatzweise weiss, welches Programm zu wählen ist. Beispielsweise damals in Schweden.

In Amerika war das nicht so schwierig, denn dort kann man nur warm oder kalt waschen. Die Waschmaschinen heizen nicht und beziehen das Wasser direkt aus dem Boiler. Nach unserem Verständnis wird die Wäsche in Amerika nicht sauber, sie riecht nur wieder besser. Und ob man das Handtuch zusammen mit Socken wäscht, spielt keine Rolle.

Um diese Erfahrung bereichert, nehmen wir das mit dem Wäsche sortieren seither viel gelassener. Hin und wieder so ein sexy Paar Unterhöschen hat noch keinem T-Shirt geschadet. Das musste auch mein innig geliebter Mitbewohner vor kurzem wieder einsehen, als er einen Blick in den sich leerenden Wäschekorb kommentierte mit: “Da hat es aber ein paar Unterhosen drin, die fremd gegangen sind.”

Besser die Unterwäsche als…

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6 Gedanken zu “Unterhose auf Abwegen

  1. Meine Güte,
    liebe Frau Flohnmobil,
    finden solche Unterhosen wie auf dem Bild heute tatsächlich noch Trägerinnen?!?!?
    Hier in Basel wurden und werden solche beigen oder weissen Baumwollungetümer ‚Spaledoorhose‘ genannt, weil sie einem der städtischen Wahrzeichen, dem Spalentor ähneln… 😉

    Herzlich in den Feierabend
    Hausfrau Hanna

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  2. meersi boku, @Hausfrau Hanna!
    Im ganzen Internet gibt es, ausser der Ihrigen, keine einzige Erklärung, was man sich unter „Spaledoorhose“ vorzustellen hat.
    Jetz weisst ich’s endlich, hach!

    @FlohnmobilFrau: wie machen sie das, dass sich ihr Wäschkorb von selbst leert? Wo gibt es das Modell?
    Ich muss meinen immer unter grössten Mühen selbst leeren. Das mitm Sortieren vereinfacht das ganze dann aber etwas, weil so aus dem Monsterwäscheberg überschaubare unifarbene Häufchen werden =). Aber auch die verschwinden bei mir nie von selbst. Haben sie etwa Kontakt zu Heinzelmännchen … ?

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