Peeh Äss

Zu Zehntausenden pilgern die Autofreaks wieder nach Genf dieser Tage. Sie ergötzen sich am alljährlichen Automobilsalon, der neuerdings Geneva International Motor Show heisst, an den neusten Kreationen der Autobauer. Geifernd bewundern sie PS-schwangere Göppel, moderne Technik, futuristisches Design und Boliden, die sie sich nicht mal leisten können, wenn sie jegliche Vernunft ausschalten.

Ich kann dem nichts, gar nichts abgewinnen. Für mich muss ein Auto fahren, genügend Platz fürs Gepäck haben, mehr Ansprüche habe ich nicht.  Natürlich ist es neckisch, wenn der Scheibenwischer automatisch angeht und die Klimaanlage selber merkt, welcher Modus angebracht ist. Auch eine Anfahrhilfe lernt schätzen, wer nicht ausschiesslich in Holland unterwegs ist. Aber ob der fahrbare Untersatz in 4 oder 40 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt, ist für mich absolut nicht von Belang. Denn sind wir mal ehrlich, im zunehmend stärkeren Verkehrsaufkommen hierzulande gibt es doch bald nur noch eine Priorität: Ein Auto zu haben, mit dem man es sich im täglichen Stau möglichst bequem machen kann.

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7 PS auf einer Weide im Jura. Dicht gedrängt, aber staufrei.

15 Gedanken zu “Peeh Äss

  1. Ein ähnliches Rätsel stellt sich uns, wenn wir die Berichte von der IAA sehen. Noch unverständlicher ist mir allerdings, wenn Leute da mit Kleinkind und Dackel anreisen und eins der beteiligten Kleinstlebewesen dann verloren geht.
    Ich war mal auf der Nutzfahrzeug-IAA. Das war spannend. Baumaschinen-Expo fiel dieses Jahr aus, weil mich an dem Wochenende ein heimtückischer Sch..ßvirus erwischt hatte, und ich schlecht mit eigenem Dixie im Schlepp durch den Steinbruch eiern kann 😉 .
    Nur kann man bei den Nutzfahrzeugen halt sehen, wie die Hersteller ein Problem erkannt und gelöst haben – das macht die Sache interessant.
    Ich fahre gerne Auto, ich fahre auch lieber ein Auto, was die nötige Durchsetzungskraft auf der Straße mitbringt, aber mal ehrlich: selbst in Deutschland ist alles jenseits der 180 km/h rein hypothetisch, weil immer irgendjemand im Weg rumschleicht. Wer sowas möchte, soll bitte am Wochenende einen Kurs auf der Rennstrecke mit entsprechendem Auto buchen und nicht seine Komplexe auf der Straße ausleben.

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    • 180 km/h, das wäre für die meisten Schweizer Automobilisten schon wie ein Ausflug auf eine Rennstrecke…
      … aber ihre Komplexe können sie ja durchaus auch auf unseren Autobahnen ausleben. Mit 120 km/h dürfen einfach die Komplexe nicht so gross sein wie bei euch… 😉

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  2. Also, ich bin, gelinde gesagt, das totale Gegenteil von Autofreak und kann an dem ganzen Gedöns um den fahrbaren Untersatz ebenfalls nichts finden. Manchmal vergesse ich sogar die Marke meines Kleinwagens und antworte ganz Blondinen-like auf die Frage „Was für ein Auto hast Du?“ mit „Ein Rotes.“ 🙂
    Liebe Grüsse in die Schwyz,
    Claudine

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    • Wir hatten in der Vergangenheit 2 x das Glück, genau an einem Automobilsalon-Wochenende nach Frankreich zu reisen. Obschon wir um 6.00 abfuhren, kamen wir vor Genf in den Stau.
      Freude kam da nicht auf!!!

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  3. Ich bin automobil von Haus aus,
    liebe Frau Flohnmobil,
    oder eben selbstbewegend… 😉
    Und längere Strecken, nach Genf etwa, mache ich per ÖV

    Herzlich ins Wochenende
    Hausfrau Hanna

    PS. Aber ehrlich jetzt, wenn ich hier auf einem PArkfeld eine alte ‚Zitrone‘ sehe, kullern auch mir die Augen aus den Höhlen. Das waren noch Autos!!!

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    • Früher, ja früher, liebe Hausfrau Hanna, unterschieden sich die Autos ja auch noch von einander. Da wusste man auf Anhiebe, mit welcher Kutsche man es zu tun hatte. Heute sehen ja alle gleich aus. Irgendwie.
      Herzliche Grüsse
      Bea

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  4. Schön wäre es, die Autoindustrie würde mal automatische Blicker bauen, die sofort wissen in welche Richtung der Autofahrer abbiegen will.
    Oder aber, die Autoindustrie, sollte es unterlassen Blicker einzubauen, denn sie werden eh nie benutzt.

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