Spassbremse wegen Notbremse

Das Phänomen holt mich alle Jahre wieder ein. Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Jeden Herbst.

Mein innig geliebter Mitbewohner hat sich auf unseren Reisen das Hobby “Fischen” zugelegt. Daran ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Ein typisches Männer-Hobby halt. Und er praktiziert es seit Jahren auch in heimischen Gefilden. Sehr erfolgreich. Zu erfolgreich. Denn unlängst musste ich wieder mal die Notbremse betätigen und wurde dadurch unweigerlich zur Spassbremse. Ich verbot dem Mitbewohner, auf den See zu gehen.

Denn unser Gefrierschrank ist voll. Ich bin kein Eskimo, der schon zum Frühstück Fisch verspeist. Was wir auf Eis gelegt haben, reicht jetzt schon bis im nächsten Frühjahr, und dann wird erfahrungsgemäss die Felchensaison von neuem losgehen.

Wir haben genügend Vorrat, damit wir jede Woche mindestens einmal Fisch essen können. Und das reicht mir eigentlich. Momentan essen wir aber zweimal pro Woche Fisch und verschenken auch das eine oder andere Fischfilet an Freunde. Wir veranstalten eigentliche Fisch-Partys, damit der Bestand runter kommt und der Mitbewohner wieder auf den See kann. Ich mag Fisch. Und ich verfüge über ein beinahe endloses Repertoire an Fisch-Rezepten, mit denen ich die Fische verwerte. Aber ich koche und esse auch ganz gerne etwas anderes.

Es gilt, noch knapp drei Wochen durchzuhalten. Denn am 19. November endet die Felchensaison. Nicht weil ich es so will, sondern von Gesetzes wegen. Zum Schutze der Felchen, die im Dezember laichen. Und zu meinem auch ein wenig.

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14 Gedanken zu “Spassbremse wegen Notbremse

    • Hallo Chris, willkommen im Flohnmobil!
      Viel frischer kann der Fisch tatsächlich nicht sein. Aber meiner Erfahrung nach sollte er einen Tag lang ruhen, bevor man ihn kocht, sonst zieht sich das Filet stark zusammen.
      Herzliche Grüsse
      Bea

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    • Doch, doch, der Fischer kann die Probleme nachvollziehen. Dennoch war auch schon mal das Thema „grösserer Gefrierschrank“ auf dem Tapet. Ich bin sicher, wenn ich ihm 7 x pro Woche Fisch vorsetzen würde (und möglichst noch immer gleich zubereitet), würde er nie mehr von einem grösseren Gefrierschrank reden. 😉
      Wir kriegen das hin. Wie jeden Herbst.

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    • Die Idee hatten wir tatsächlich auch schon mal. Aber wenn das Hobby fast zur Pflicht wird, verschwindet der Spassfaktor. Es hat am See genügend andere Fischer, die auf Teufel komm raus jeden Tag bei Wind und Wetter raus rudern, um ihre Kasse aufzubessern.

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  1. Mein Liebster ist auch leidenschaftlicher Angler. Allerdings bringt er nie einen Fisch nach Hause. Nicht weil er keinen fängt, sondern weil er die gefangenen Tiere zurück ins Wasser wirft. Besonders große Exemplare fotografiert er vorher. Und natürlich erzählt er jedem, was er gefangen hat. 🙂

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  2. Ich stelle mir soeben Herrn Flohnmobil vor,
    liebe Frau Flohnmobil,
    wie er zum Angeln auf den See geht 🙂
    Immerhin nicht über den See.
    Sonst würde er noch mehr Fang mit nach Hause bringen… 😉

    Ich wünsche ä Guete beim allen noch folgenden leckeren Fischmahlzeiten und einen schönen Sonntag
    Hausfrau Hanna

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