Materialschlacht

An den Füssen etwas Hartes. Am anderen Ende etwas ebenso Hartes, wenn auch nicht ganz so Unbequemes und von gänzlich anderem Format. Dazwischen mehrere textile Schichten, mehr oder weniger bunt, mehr oder weniger bequem und heutzutage nur noch in Ausnahmefällen tierischen Ursprungs. Mehrere Accessoires komplettieren das Bild, die einen normalen Menschen in ein kaum mehr wiederzuerkennendes Monster verwandeln. Allen voran zwei lange Latten aus einem Verbund verschiedener Materialien wie Aluminium, Holz, Karbon, Bambus, Kautschuk, Granit und was sich die Entwickler sonst noch haben einfallen lassen.

Skifahren ist ein aufwändiges, teures Hobby, das nach einer umfangreichen Ausrüstung ruft. Beim ersten Skitag des neuen Winters bedarf es deshalb besonderer Planung, damit die Siebensachen komplett sind. Jeden Dezember wird die Materialschlacht von neuem einberufen.

Hat man sich dann endlich den Weg auf die Piste mit vollständiger Ausrüstung erkämpft, wird man bald feststellen, dass die eigentliche Materialschlacht dort erst richtig beginnt.

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11 Gedanken zu “Materialschlacht

  1. Neben der Materialschlacht findet auch noch eine Monster-Party statt. 100.000de von Musikleistungs-Watt beschallen die Pisten und Schneebars und vertreiben auch noch den letzten Steinbock aus der Region.
    Streckenweise ist das nur noch pervers!

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    • Die Viecher wissen sich zu wehren. Wir haben heute ein Rudel Gämsen gesehen, bestimmt 20 Stück, in sehr gebührendem Abstand zu sämtlichen Skipisten und -Anlagen.
      Aber du hast schon recht, Skifahren grenzt mitunter an Perversität. Man muss ja nicht jeden Scheiss mitmachen. Après-Ski findet grundsätzlich ohne uns statt. Öffentliche Besäufnisse auch.

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      • Das gilt für mich ebenfalls schon lange. Nach einer „traumatischen“ Erfahrung in Hintertux habe ich für mich noch weitere Konsequenzen gezogen:
        1. Ich meide Skigebiete bei denen Pistenfläche und Beförderungskapazität in einem krassen Mißverhältnis stehen. Hierzu zählen viele Skigebiete in Österreich.
        2. Ich meide alle Skigebiete, bei denen Hütten und Schneebars die Pisten in ihrer Umgebung mit ihrer Musik beschallen dürfen.
        3. Ich meide alle Skigebiete, die mit ihren Schneekanonen in der Lage sind einen Skibetrieb zu gewährleisten, auch wenn keine einzige Schneeflocke vom Himmel gefallen ist.
        Da bleiben nicht mehr viele Skigebiete übrig. 😠😢

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  2. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich das Ski-Fahren leider aufgeben. Aber ich sehe es positiv: Ich mache bei dem ganzen Zinnober nicht mehr mit. Möchte auch gar nicht wissen, was das mittlerweile alles kostet, und wieviel Natur dabei draufgeht.

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