Wenn der Schnee bebt

Gäbe es bei uns ein Erdbeben, würde ich mich – sofern ich es noch rechtzeitig könnte – ins Freie retten. Gäbe es im Schnee ein Beben – ich müsste ebenfalls flüchten. Und zwar noch viel weiter weg.

Dieses Wochenende bebt der Schnee wieder in Samnaun/Ischgl. Und ich bin gottenfroh, dass ich diesen Blog von zuhause aus schreibe. Die Deutschen sind eingefallen! Mit dem Veranstalter Schneebeben sind sie aus dem halben Land in Bussen angekarrt gekommen für ein Wochenende.

Letztes Jahr hatten wir das unverschämte Glück, und waren vor Ort, als die Invasion stattfand. Nichtsahnend sprachen wir mit einem Skifahrer auf dem Sessellift, der sagte, er sei mit einer grösseren Gruppe hier. Wieviele Leute? Ach, so gegen Viertausend. Mir blieb die Spucke weg.

Mit angeblich 150 Bussen soll das Partyvolk damals eingefahren sein. Und es spricht wenig dagegen, dass die Veranstaltung dieses Jahr nicht auch in einem ähnlich grossen Rahmen stattfindet. Da bin ich doch wirklich froh, dass ich dem Treiben nur via Webcam zuschauen kann.

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Wer keinen Bock auf so einen Massenauflauf hat, tut gut daran, einen Blick in die Website des Veranstalters zu werfen. So kann er noch rechtzeitig an einen anderen Ort zum Skifahren flüchten.

8 Gedanken zu “Wenn der Schnee bebt

  1. Nach deinem Beitrag,
    liebe Frau Flohnmobil,
    und dem Blitzbesuch auf der Website mit dem knackigen Slogan „Piste, Party, Pulverschnee“ (für sagenhafte 49.90 Euro…) gefriert mir das Lachen im Gesicht ein…

    Herzlichen Gruss in die Backstube
    Hausfrau Hanna

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    • Ja, liebe Hausfrau Hanna, da sind wir uns offenbar völlig einig.
      A propos Pulverschnee: Der ist momentan im Preis nicht inbegriffen und entspringt lediglich dem Wunschdenken sowohl der Veranstalter als auch der Skifahrer.
      Ich schicke dir einen herzlich duftenden Gruss nach Basler Brunsli in deren Heimat
      Bea

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  2. Ja das muss schlimm sein, wenn so viele Skifahrer aus Deutschland auf der Piste sind. Ich frage mich andererseits, wie viele Jobs dadurch geschaffen werden in der Schweiz. Wieviele Steuern abgeführt werden und was das Land damit alles anfangen kann. Hier im Süden bevölkern übrigens auch sehr viele Schweizer unsere Freizeitparks, die Kaufhäuser, Restaurants und Straßencafes. Darüber hat sich aber noch nie jemand beklagt, im Gegenteil. Sie bringen ja Geld.

    Tolerantes Grüßle aus Deutschland! 😉

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    • Egal ob die Skifahrer aus Deutschland, Holland, Tschechien, Italien oder wo her auch einfallen. es ist ihre schiere Masse, die mich abschreckt. Ich wäre auch einer Schweizer Gruppe gegenüber nicht begeisterter.
      Übrigens ist das besagte Skigebiet nur zu etwa 25 % auf Schweizer Boden und die Partygäste übernachten in Hotels in Österreich.

      Gefällt 1 Person

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