Ja bin ich denn ein Fisch!!!

Beinahe könnte man meinen, Petrus hätte sich den Spruch

A   d e   P f i n g s t e   s c h i f f t s   a m   r i n g s t e .

zur Brust genommen. Jedenfalls wendet er ihn momentan sehr inbrünstig an. Und was macht der kultivierte Wohlstandsbürger in Zeiten, wo selbst Schnecken und Regenwürmer an einen trockenen Ort flüchten? Er hat grundsätzlich mehrere Möglichkeiten.

1. Er sucht sich einen trockenen Platz und ergibt sich seinem Schicksal.

2. Er flieht in den sonnigen Süden (was allerdings mit viel automobiler Geduld am Gotthard verbunden ist).

3. Er lässt sich nichts anmerken (das dürfte nur für hier mitlesende Fische und Amphibien zutreffen).

4. Er ergreift die Flucht nach vorne und begegnet der flüssigen Katastrophe mit flüssiger Gegenwehr (diese Methode – in der Light-Version – haben mein innig geliebter Mitbewohner und ich gestern Abend angewandt und uns ein Glas Wein zum Essen gegönnt).

DSC00799

Letzteres wird bei uns salopp als “d’Lampe fülle” (die Lampe füllen) bezeichnet. Dieses sinnlose Betrinken (Betrinken ist in meinen Augen immer sinnlos, es gibt keinen plausiblen Grund, sich volllaufen zu lassen) kennt bestimmt noch mehr lokal gefärbte Bezeichnungen.

Wie sagt ihr dazu?

13 Gedanken zu “Ja bin ich denn ein Fisch!!!

  1. Schietwetter, sagt der Norddeutsche. Bei Schietwetter trinkt man einen ordentlichen Tee, natürlich mit Schuss. Oder aber einen heißen Grog.
    Rum muss.
    Zucker kann.
    Wasser braucht nicht. 🙂
    Aber ein guter Rotwein tut natürlich auch der Seele gut und das braucht man, wenn Petrus kein Erbarmen hat.
    Dann mal Prost und ein schönes Pfingstfest.
    menzeline

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  2. Bei mir gibts heute „Swiss coffee“, Kafi mit Kirsch. Das Beste, um blöde Frühlingserkältungen zu bekämpfen. Lindenblütentee mit Zitrone und Honig ist das alternative Rezept. Hauptsache flüssig, denn auch hier schiffets und ab und zu gehen der Frau Holle noch ein paar Schneeflocken verloren…
    Schöne Rest-Pfingsten!
    Anita

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    • Soso, Kafi mit Kirsch ist dein Stimmungsheber. Ich habe in den Skiferien Kafi Amaretto entdeckt. Zu Hause allerdings trinke ich den Kaffee immer ganz brav ohne Güx.
      Petrus hatte mittlerweile Erbarmen mit uns und hat heute seine Schleusen geschlossen gehalten. Schneeflocken bräuchte ich jetzt nicht auch noch…!
      Grüessli
      Bea

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  3. Eine Kombination der Möglichkeiten 1 und 2: In Brigels der warmen Stube sitzen und einem Elsternpaar beim Nestbau in einer knapp 10 m hohen Lärche zuschauen (da dieser Baum unten am Hang steht, ist das sogar möglich, ohne dass man sich den Hals verdrehen muss). Slapstick pur, wenn einer der Vögel vom Ast oder auf den Schnabel fällt, weil er einen herbei getragenen Zweig aus dem Baum zu ziehen versucht. In den letzten vier Tagen habe ich deswegen mehrfach Tränen gelacht, auch ohne „Öl am Huet und Schlick im Bei“. Und für die Route in den Süden ohne Stau bietet sich aus dieser Gegend der Lukmanier an…

    LG Regula

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    • Tja liebe Regula, einen solchen Logenplatz hatten nicht alle an Pfingsten. Dass diese ansonsten so dreisten Elstern so unbeholfen sein können, verleiht meiner Fantasie grad etwas Flügeli.
      Grüessli
      Bea

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