Auf der Sumpftour

Ist von einer Sumpftour die Rede, versteht man hierzulande eine Sauftour. Von Kneipe zu Kneipe bzw. von Beiz zu Beiz, wie ein Restaurant in der Schweiz volkstümlich genannt wird. Ein Besäufnis, wie und wo auch immer, liegt meinem innig geliebten Mitbewohner und mir fern. Zu einer Sumpftour ist es dennoch vor kurzem gekommen. Allerdings gänzlich alkoholfrei.

Den Chli Aubrig kann man von der Sattelegg aus auf zwei Varianten angehen. Wir entschieden uns für den Weg über Wicherten, wussten wir doch zum damaligen Zeitpunkt noch nicht, ob wir den Hoger nach dessen Besteigung gleich noch umrunden würden.

DSC01252

Das taten wir dann tatsächlich, weil a) das Wetter immer schöner wurde und wir b) nur wenn es sich gar nicht anders machen lässt auf dem Hin- und Rückweg den gleichen Weg laufen.

DSC01256

Schon die Karte hatte erahnen lassen, dass es im Gebiet von Unter Alten etwas feucht werden könnte. Dass es allerdings soooooo nass sein würde, übertraf unsere kühnsten Vorstellungen.

DSC01260

Als Entschädigung für die Sumpftour kamen wir in den Genuss von herrlichen Blumenwiesen.

DSC01263

Glücklicherweise fanden wir kurz vor dem Parkplatz einen Brunnen, aus dem momentan garantiert keine Kühe saufen. So konnten wir mit etwas Handarbeit unsere Schuhe vom gröbsten Schmutz befreien. Bei eingehender Betrachtung stellte sich heraus, dass nicht nur die Wanderschuhe etwas gelitten hatten, sondern auch unsere Hosen. Da diese eigentlich frisch gewaschen waren, schlug der Mitbewohner vor, daheim den untersten Teil der Hosen “echli z’tünkle”. Was so viel heisst, wie “etwas ins Wasser tauchen”. Ich schaute an mir herab und musste ziemlich ernüchtert feststellen, dass der besagte unterste Teil meiner Hose im gegebenen Fall bis ziemlich weit hinauf reichte. Viel wäre da nicht mehr trocken geblieben.

12 Gedanken zu “Auf der Sumpftour

    • Ich mag es nicht sonderlich, wenn der Dreck zwischen den Zehen rauf drückt. 😦
      Ausserdem gab es immer wieder Passagen, die „normal“ waren und für unsere verweichlichten Füsse eine Qual gewesen wären. Steinli und so…
      Grüessli
      Bea

      Gefällt mir

  1. Diese Gegend kenne ich auch als sehr feucht. Wir wanderten mal über den Fläschlipass (etwas weiter oben Richtung Flüebrig), da war es sogar nach einer längeren Trockenperiode noch sehr sumpfig.
    Aber du bist ja perfekt im Schuhe putzen, ich mag mich an ein Foto von geputzten Schuhen von dir erinnern, die sahen besser aus als neu 🙂
    Gruss vom Werner

    Gefällt mir

    • Wir haben beim Parkplatz Einheimische getroffen, die uns gesagt haben, dass es dort IMMER feucht ist. Am besten sei es, wenn es gefroren sei. 😉
      Das ganze Wäggital ist eigentlich ein Sumpf-Kessel, das habe ich vor Jahrzehnten schon auf der gegenüberliegenden Seite beim Bockmattli erlebt, als für mich eine Wanderung nur notwendiges Übel war, um an den Fuss der Kletterfelsen zu gelangen. Schon damals nicht ausschliesslich mit frisch geputzten Schuhen!!!

      Gefällt mir

  2. Pingback: Sihlsee bicolor | Flohnmobil - im Alltag unterwegs

Ein Flohnmobil will bewegt werden. Hilf Stillstandschäden zu vermeiden und schreib einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s