Dichte Wolkenfelder

Ich weiss, ich bin mit meinem letzten Blog-Beitrag etwas hart ins Gericht gegangen mit meinen Mitmenschen.

Natürlich dürft ihr mich weiterhin virtuell drücken, mir Kraft wünschen, selbst mich zum xten Mal fragen, wie es mir geht, auch wenn die ehrliche Antwort darauf “beschissen” ist und ich mir doch meist etwas Netteres einfallen lasse.

Je mehr ich hier über unser Schicksal schreibe, desto mehr erkenne und erfahre ich, dass ich damit nicht allein im Universum stehe. Es gab schon viele vor mir, die ihren Partner durch Krebs verloren haben und es wird auch noch viele geben, die dieser heimtückischen Krankheit ausgeliefert sind.

Dennoch, es ist so tami hart, mitansehen zu müssen, wie der Partner leidet. Ich schöpfe alle Möglichkeiten aus, die noch bleiben, um ein paar Sonnenstrahlen auf meinen schwerkranken Mann scheinen zu lassen. Aber gegen die düstere Wolkenfront, die am Himmel aufzieht, bin ich letztlich machtlos. Und diese Ohnmacht, diese Hilflosigkeit macht mir am allermeisten zu schaffen.

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7 Gedanken zu “Dichte Wolkenfelder

  1. Das ist wirklich hart. Gibt es in dem Fall keine Hoffnung?
    Mein Papi bekommt nächste Woche seine letzte Chemo und es geht ihm recht gut, obwohl er bald 84 wird.
    Und bei ihm sieht es recht gut aus.
    Er hatte Glück im Unglück und dein Mann Pech im Unglück.

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  2. Liebe Bea,

    ich persönlich finde nicht, dass du bei deinem letzten Blogeintrag zu hart warst. Du warst einfach nur EHRLICH. Und das finde ich gut.
    Lass deine Wut, deine Verzweiflung einfach raus, mach dir Luft, wenn dir danach ist.
    Ich glaube kaum, dass dir das jemand übel nimmt.
    Du musst dich nicht verstellen und wenn es dir „Beschissen geht“, dann ist es eben so, da muss man nichts verschönern.

    Mit dieser unbarmherzigen Krankheit Krebs und dem Verlust von Partnern, Eltern und Freunden bist du hier wirklich nicht alleine, wie du ja schon bemerkt hast.

    Ich verlor meine Mutter – da war ich gerade 15 Jahre – mit 41 Jahren an Krebs.
    16 Jahre später meinen Vater mit gerade mal 58 Jahren auch an Krebs.
    Letztes Jahr starb meine Jugendfreundin an Krebs.
    Dieses Jahr eine weitere gute Bekannte.

    Und auch in meinem Umfeld sind so einige Menschen, die ihren Partner an dieser Krankheit verloren haben.

    Es ist schrecklich und man fühlt sich so verloren, so hilflos und die düstere Wolkenwand erschlägt einen fast. Da kann man dich umarmen, dir Trostworte spenden, aber sie helfen euch nicht, diese Krankheit zu besiegen.
    Aber sie können für einen kurzen Moment vielleicht ein Lächeln, einen kleinen Hoffnungsschimmer, etwas wärmende Sonne und ein wenig Kraft spenden, mehr auch nicht.

    Ich hoffe für euch, dass ihr in eurem Freundes und Bekanntenkreis hilfreiche Hände und Schultern habt, wo ihr eure Gefühle freien Lauf lassen könnt. Die dich vielleicht bei der Hausarbeit entlasten, die dich fahren können, wenn du dich dazu nicht in der Lage fühlst. Die dir Zeit schenken, oder Dinge übernehmen, so dass du die Zeit für deinen Mann hast.

    Herzlichst, Roswitha

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  3. Eine starke Frau unterstützt ihren Mann … und ich würde mal sagen, dass es da kein richtig oder falsch, kein gut oder schlecht, kein weich oder hart gibt … es gibt einfach nur EUREN Weg … den ihr bis zum Schluss gemeinsam geht … und der ist steinig, hart und beschissen. Dafür gibt es keine wunderbaren und schönen Worte … und Sonnenstrahlen gibts da leider auch relativ wenige. Du weiss, dass ich in Gedanken immer bei euch bin und Dich drücke! 🙂

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