Makaber (2)

Makaber ist…

… wenn man mir zwei Tage nach der Beerdigung meines Mannes

Totenbeinli schenkt.

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Ich weiss, dass da keine böse Absicht dahintersteckte.

Dennoch…

18 Gedanken zu “Makaber (2)

  1. Ja, mitunter kommt einem unsere Welt etwas geschmacklos vor.
    Ich hab da auch so ein Beispiel. Und wenn der Verlust eines lieben Menschen noch ganz frisch ist, bleibt einem das Lachen ganz gewaltig im Halse stecken. Mein Vater wurde vor einigen Jahren seebestattet. Das Schiff, das diese Bestattungen durchführt und auch die alljährlichen Gedenkfahrten, bietet sonst auch noch ganz gewöhnliche Fahrten in See für die Touristen an. Da werden die Gäste natürlich auch beköstigt. Auf der Speisekarte, die auch bei den Trauer- und Gedenkfahrten keine andere ist, steht ein Getränk verzeichnet, das den Namen “Tote Tante“ trägt. Da frage ich mich jedes Jahr wieder, ob die Leute da keinen Kopf zum Denken haben. Da wäre für die Trauerfahrten doch wohl eine extra Getränkekarte angebracht. Ich find es es so ganz einfach pietätlos.
    In Deinem Falle staune ich, was es doch alles für Backwaren gibt.
    Einen lieben Gruß von der Silberdistel

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    • Unsere Totenbeinli sind ein sehr traditionelles Gebäck, das mir grundsätzlich gut schmeckt. Über den Namen hatte ich mir bis anhin nie gross Gedanken gemacht.
      Deine „Tote Tante“ finde ich total daneben, so etwas gehört nicht einmal für eine normale Schifffahrt auf die Karte.
      Grüessli
      Bea

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  2. Liebe Bea, ich möchte dir als erstes mein Beileid aussprechen, der Verlust eines geliebten Menschen erschüttert.
    Zu deinem Beitrag: ich dachte, ob es vielleicht ein Traditionsgebäck ist, welches man dort zu Beerdigungen ass oder das tradtionell als Trost und Stärkung gemeint ist? Ich war immer eine Gegnerin des „Leichenschmauses“, das Wort fand ich immer schlimm , bis ich dann bei meinem Onkel erfahren habe, das es auch etwas positives sein kann, zusammen zu sitzen, auch zu lachen, zu essen und zu trinken und an den Verstorbenen zu denken. Meine Tante denkt immer noch gerne an diese Feier zurück, auch wenn sie damals vor Trauer wie gelähmt und erstarrt war. Das die Familie zusammen war und lachte und über ihn sprach, hat sie über Jahre getröstet.
    Manchmal sind sich Menschen aber auch nicht bewusst, was einen anderen angreifen kann. Bei uns gibt es einen sogenannten Beerdigungskuchen: Hefeteig, Zucker, Butter, Mandeln. Schnell gemacht, mit guten Zutaten. Als Trost, als Hilfe, als Stärkung.
    Liebe Grüsse und möge deine Trauer Flügel kriegen und die Freude zurück kommen. Kat.

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    • Liebe Kat
      Danke für dein Mitgefühl.
      Leichenschmaus heisst bei uns Leidmahl. Manchmal fälschlicherweise auch Leichenmahl. Ich hab das Wort nie in den Mund genommen; nach dem Gottesdienst hatte ich einfach im Café nebenan zu Kaffee und Kuchen eingeladen für alle, die noch Zeit und Lust hatten, etwas beisammenzusitzen. Und es war in der Tat sehr wohltuend und entkrampfend.
      Grüessli
      Bea

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  3. Solche Dinge wie Kuchen und Getränke mit diesen markaberen Namen, können gut schmecken und hin und wieder ganz lustig sein, aber in solchen Momenten der Trauer, sind sie sicherlich fehl am Platze und da sollte man schon mal sein Hirn einschalten, bin ich der Meinung.
    Liebe Bea, es grüßt dich ganz lieb, Roswitha

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  4. Unbekannter Weise bin ich auf deine Mitteilung gestoßen.
    Ich habe vor kurzem zum ersten Mal eine gute bekannte Freundin in den Tod begleitet und will dir nur mein Mitgefühl aussprechen.
    Aber unser Leben geht weiter und der Tod gehört zum Leben schlechthin. Das müssen wir erst mal akzeptieren.
    Außerdem habe ich mir durch mein Erlebnis meine eigenen Gedanken gemacht mit dem Spruch:
    `Wer gestorben ist, ist noch lange nicht tot. Sie leben in uns weiter´.
    Für die Zukunft alles Gute mit oder ohne Totenbeinli!!
    Jürgen aus Loy (PJP)

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  5. Pingback: Schräges Gebäck in ordentlichen Streifen | Flohnmobil - im Alltag unterwegs

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