Nur 4 Grad

4 Grad Temperaturdifferenz, das tönt nicht nach wahnsinnig viel. Und doch…

Wie ich schon mal in einem Post erwähnt habe, wurde in unserem Haus die Heizung ersetzt. 4 Tage mussten 12 Haushalte ohne Heizung auskommen, 3 Tage ohne Warmwasser.

Es war definitiv unangenehm kalt. Was für verwöhnte, verweichlichte Säcke wir doch sind! Wenn wir mal nicht mindestens 23 Grad in der Wohnung haben, frieren wir uns einen ab. Früher waren das Wohnzimmer und die Küche geheizt, in der Regel mit dem Kachelofen in der Stube und dem Holzofen in der Küche. In allen anderen Räumen war es im Winter kalt oder saukalt.

Was sind also 4 Tage in einer Wohnung, wo es jeden Tag ein Grad kälter wird? Nichts, ausser die Erkenntnis, in welchem Komfort wir doch leben; mit welcher Selbstverständlichkeit unsere Häuser warm sind, das Warmwasser nahezu unbeschränkt fliesst. Eigentlich könnte so eine notfallmässige Heizungserneuerung mitten im Winter dazu dienen, das eigene Tun mal wieder zu überdenken. Dass es nicht zum Grundrecht eines Menschen gehört, im Januar im T-Shirt in der Wohnung rumzusitzen zu können und jeden Tag die Badewanne zu füllen.

Der Effekt wird wohl bald verpufft sein. 

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8 Gedanken zu “Nur 4 Grad

  1. gehe ich absolut einig mit dir. Wir hocken in der warmen Stube, schauen die Tagesschau mit all ihren Schreckenbildern aus der Welt, denken wie schlimm die es haben, essen ein paar Chips und geniessen anschliessend den Krimi. Völlig abgestumpft, es ist wirklich so. Doch was können (wollen) wir ändern?
    Lg Jürg

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  2. 23°C minus 4°C = 19°C – war das am Schluss die kühlste Temperatur, die du in der Wohnung hattest? Das ist aber noch nicht kalt, oder? In unserem Haushalt ist das nämlich die übliche Wohntemperatur im Winter. Sobald es über 20°C warm ist, finden wir es viel zu warm. Ich staune selber, wie sich unser Temperaturempfinden in den letzten 18 Jahren verändert hat!

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    • Als die Heizung bei uns wieder zu laufen anfing, fand ich 20 Grad gegenüber den vorherigen knapp 19 Grad auch bereits recht angenehm warm. Man könnte sich also durchaus an kühlere Temperaturen gewöhnen.

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  3. Ich finde es zwar keine Selbstverständlichkeit, dass ich warm habe im Haus. Das kommt wohl davon, dass ich das Holz dafür selber einfeuern muss 🙂
    Trotzdem bin ich natürlich sehr, sehr froh, dass ich nicht frieren muss. Aber bei 23 Grad bin ich noch weit davon entfernt, mit dem T-Shirt da sitzen zu können …
    Gruss vom Werner

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