Mehr Wasser und weniger Wanderer

Dies ist die Fortsetzung unserer Wanderung auf dem Chemin des Bisses vom 1. bis 4. Oktober.

Hier der morgendliche Blick aus dem alten Pfarrhaus, wo wir übernachtet haben:

IMG_3862

Es ist so kalt am Morgen, dass ich doch tatsächlich für eine knappe halbe Stunde meine dünnen Handschuhe anziehe.

IMG_3869

Spätestens nach dem Besuch in der Bäckerei von Nax wird es uns Allen warm ums Herz.

IMG_3871IMG_3872

Ab Nax verläuft der Weg wieder grösstenteils im Schatten. Von einer Bisse ist weit und breit nichts zu sehen.

IMG_3878IMG_3879

An Aussicht fehlt es nicht.

IMG_3881

Ein Versuch mit Peak Finder.

1538899099911

Der Blick zurück aus dem tief eingeschnittenen Val de Réchy.

IMG_3886

Nach einem steilen Aufstieg, grösstenteils in der Diretissima, erreichen wir

IMG_3891

die Alpage de La Lé.

IMG_3898

Hier, zuhinterst im Tal, wird die Bisse de Vercorin gefasst.

IMG_3895IMG_3894

Endlich mal eine Bisse, die Wasser führt!

IMG_3900

Mal gurgelnd als nahezu natürliches Bächlein,

IMG_3907

auf kurzen Strecken eingedolt geführt,

IMG_3904

mit Schiebern, um das Wasser abzuleiten,

IMG_3905

als schnell fliessendes Gewässer in Metall-Kanälen.

IMG_3908

Die Bisse de Vercorin hat viele Gesichter und ist sehr unterhaltsam zu begehen.

IMG_3910IMG_3912

Am Ende erwartet uns das Glöckchen, dessen Geläut dem früheren Bisse-Wächter anzeigte, dass alles in Ordnung war.

IMG_3917IMG_3922

Vercorin kommt in Sicht. Noch wissen wir nicht, was uns im Hotel alles bevorsteht. Dieses Erlebnis ist mir einen eigenen Blog-Beitrag wert (hier nachzulesen).

IMG_3927

Auch das touristische Vercorin hat einen gut erhaltenen, alten Ortskern.

IMG_3929IMG_3933IMG_3931

Wir schätzen es, dass unser Weg am Morgen schon in der Sonne liegt.

IMG_3938IMG_3934IMG_3939

Bald wird sich herausstellen, dass die Bisse des Sarrasins seit ein paar Tagen (genauer seit 1830…) nicht mehr in Betrieb ist. Der Weg entlang der alten Bisse wurde vor wenigen Jahren wieder instand gestellt.

Was folgt, ist Wandergenuss der Sonderklasse!

IMG_3949IMG_3963IMG_3967

Hier oben ist etwas vom ganz alten Weg erhalten. Keine Panik, der heutige Weg führt unten durch.

IMG_3971

Insgesamt 17 Infotafeln vermitteln dem Wanderer Eindrücke der früheren Zeit.

IMG_3973

Und uf einisch wird’s besonders kurzweilig!

IMG_3977IMG_3975IMG_3978

Mit viel Gelächter robben wir unter dem Fels durch.

IMG-20181004-WA0003

Der Blick ins hintere Val d’Anniviers mit dem Zinal Rothorn. Was sind wir doch für Glückspilze, bei solchem Wetter in solch toller Umgebung wandern zu können!

IMG_3989

Der Unterhalt des Weges ist ein ewiges Werk. Die Treppe scheint ziemlich neu.

IMG-20181005-WA0008

Weit unterhalb von Pinsec befindet sich die alte Wasserfassung und damit der Anfang der seinerzeitigen Bisse.

IMG_3991

Nach einem schweisstreibenden Aufstieg gibt es Mittagspause und Tenue-Erleichterung.

IMG_3990

Unser Ziel ist noch immer zwei Stunden entfernt. Der Weg bleibt einigermassen abwechslungsreich.

IMG_3992IMG_3993IMG_3996IMG_3997IMG_4000

Entlang der Grand Bisse de St. Jean erreichen wir Grimentz.

IMG_4004

Von diesem Dorf hatte ich schon viel gehört, entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Grimentz verfügt über einen gut erhaltenen, schmucken Ortskern.

IMG_4006IMG_4008IMG_4009IMG_4010

Es gibt noch viel Arbeit. Val d’Anniviers, je reviendrai!

IMG_4012

Fazit dieser viertägigen Tour: Ich habe mich an der Routenführung von Schweiz Mobil orientiert. Da die dort vorgeschlagenen Tagesetappen etwas unausgeglichen sind (zwischen drei und acht Stunden!), habe ich mich bemüht, Etappen von etwa gleicher Länge zu planen. Wir haben rund zwei Drittel (64 km, 3’273 m Aufstieg, 3’015 m Abstieg) der Original-Route gewandert. Ich ging davon aus, dass man mehr entlang der alten Wasserwege wandert. Insgesamt ist es aber eine sehr lohnende Weitwanderung, auch wenn wir den Anfang aus organisatorischen Gründen ausgelassen hatten. Die letzte Etappe ist absolut sensationell!

Ich danke meinen drei Mitwanderern für die Kameradschaft und stets gute Stimmung, auch wenn es mal nicht so rund lief.

Hier noch der Link zur aufgezeichneten Route von Etappe drei und Etappe vier.

Der Anfang der Route mit der ersten und zweiten Etappe ist HIER beschrieben.

Ich habe noch ein paar sehr aufschlussreiche Informationen zur Bisse des Sarrasins gefunden. Malheuresement seulement en français.

10 Gedanken zu “Mehr Wasser und weniger Wanderer

  1. Pingback: Zwei Tage „Chemin des Bisses“ von Veysonnaz bis Mase (VS) – Wandern mit Freunden

  2. Unten durch auf der Bisse des Sarrasins: Da hat Timi seine körperlichen Vorteile voll ausgespielt 🙂
    Nun bin ich gespannt, was du in Vercorin erlebt hast.
    Für mich ist Vercorin eine schöne Erinnerung an fantastisch guten Raclette …
    Gruss vom Werner und Timi

    Gefällt 1 Person

Ein Flohnmobil will bewegt werden. Hilf Stillstandschäden zu vermeiden und schreib einen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.