Uuu ghoga ghalt

Das waren die Worte des Mannes hinter der Glasscheibe, als ich meinen Skipass löste.

Tatsächlich, es war schweinekalt heute Morgen. Minus 10 Grad morgens um Neun. Immerhin windstill und vor allem:

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Und genauso stahlblau blieb es auch den ganzen Tag.

Wohl sind die Skipisten in Brigels sehr breit, aber auf den Liftanlagen ist man den Elementen ausgesetzt. Wenn ihr da keinen Zusammenhang erkennen könnt, habe ich vollstes Verständnis. Für mich bedeutet es einfach: Auf dem Sessellift schlottern und dann auf den breiten Pisten runterdonnern. Keine Chance, warm zu werden. Da half nur ein halbstündiger Aufenthalt im neu umgebauten Restaurant Burleun.

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Schön war es aber trotzdem, denn ich weiss durchaus um mein Privileg, bei solchen Verhältnissen unter der Woche Skifahren zu dürfen.

Am wärmsten (ums Herz) wurde mir beim Betrachten des überwältigenden Panoramas. Dies nicht nur in Anbetracht der majestätischen Berge, sondern weil die Sonne auch auf 2’400 m tatsächlich zu wärmen vermochte – so man denn gewillt war, bockstill zu verharren und mit klammen Fingern und sich schnell leerendem Handy-Akku die Peak-Finder-App zu aktivieren.

Ansonsten war es eben wirklich einfach nur uuu ghoga ghalt.

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11 Gedanken zu “Uuu ghoga ghalt

  1. Aber doch Glück mit dem blauen Himmel. Wir fahren am Freitag Nachmittag hoch, wollten 9 Tage aber je nach Wetter, geht es Dienstags schon zurück. Aber erstmal hoch, Skifahren, erholen und dann entscheiden ob bei Scheiss Wetter lieber Arbeiten und Ende Februar oder Anfang März nochmals etwas Ferien nehmen. Die Freiheit habe ich mit Ferien Wohnung und Arbeitgeber trotzdem.

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    • Das ist der Vorteil, wenn man vor Ort ist. Ein Blick aus dem Fenster und man entscheidet sich, ob man skifahren gehen wil, oder nicht. Von zu Hause aus muss man immer am Vorabend den Wetterbericht konsultieren und eine mehr oder weniger lange Anfahrt in Kauf nehmen.

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    • „Chuenagel“ – hast du dich gerade als 1/2 Schweizerin enttarnt?
      Brigels liegt ja in relativer Sichtweite von der Lenzerheide.
      Wie auch immer – kalt war es auch heute. Ich wurde erst unter der Bettdecke wieder richtig warm. Und die habe ich aus diversen Gründen auf der Skipiste nicht dabei. 🙂

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      • Leider nicht. Ich komme aus Deutschland, aber meine Großeltern leben in der Schweiz und ich bin so gesehen mehrmals im Jahr mit dem Schweizerdeutschen aufgewachsen. Als ich jünger war habe ich sogar vergeblich versucht den Dialekt sprechen zu lernen, aber leider hat es nie geklappt. Verstehen tue ich es einwandfrei, aber zum Sprechen fehlt mir die Sprachmelodie. Dabei liebe ich euren Dialekt sooooo sehr!
        Ahhhh das wusste ich gar nicht! Von Brigels habe ich nämlich noch nie gehört und hab mich schon gefragt, wo das ist! 🙂

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  2. Ich garantiere dir, je kälter es wird, umso besser lässt es sich ertragen, denn die Luft wird so immer trockener. Wir hatten in den letzten Tagen Temperaturen zwischen -20 und -30°, mit dem Windchill waren es über -40°C. Alle Hautstellen warm und fugenlos einpacken hilft.
    -10°C sind bei uns beinahe Frühlingstemperaturen. Man gewöhnt sich eben an alles.

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