Bleiben Sie bitte ruhig! …. Ruuuhig!!!!

Nach dem Einkauf beim grossen M. Mein Postichörbli und ich, wir wären eigentlich bereit gewesen, das Parkhaus Ticket zu entwerten und heim zu fahren. Wäre da nicht diese Menschenansammlung vor dem Zahlautomat gewesen.

Ich werfe einen scheuen Blick aus der Ferne aufs Display. Kaum ist man mal ein paar Tage nicht zu Hause, schon haben sie dem Automaten Englisch beigebracht, ist mein erster Gedanke. Englisch ginge ja noch, plötzlich stehen Letter auf dem kleinen Display, die vermutlich selbst Sprachforscher keinem Idiom zuordnen könnten. Mit vereinten Kräften wird versucht, dem Automaten ein verschlucktes Ticket wieder zu entlocken. Es wurden offenbar schon sämtliche zur Verfügung stehenden Knöpfe gedrückt – bis auf den … Notfallknopf.

Endlich wagt eine Frau den entscheidenden Schritt, drückt den gut markierten Knopf und es passiert …. nichts. Eine gefühlte Ewigkeit lang kein Mucks aus dem Lautsprecher, dann endlich ertönt eine Stimme: “Bitte bewahren Sie Ruhe.” …. “Bitte bewahren Sie Ruhe.” …. “Bitte bewahren Sie Ruhe.” Dies in einem wenig hilfsbereiten Ton und einem Dialekt, den ich eher in Wien denn in Zürich erwartet hätte. Noch liegen sich die Wartenden, die übrigens immer zahlreicher werden, nicht in den Haaren.

Mir wird es zu bunt, denn ich ahne schon, was kommen wird. Mit dem immer schwerer werdenden Postichörbli mache ich mich auf in Richtung Auto. Ich glaube nicht, dass ich Entscheidendes verpassen werde. Kaum habe ich meinen Kofferraum-Deckel zugeknallt, sehe ich die Meute näher kommen. Ich schnappe mir die erstbeste Person und erkundige mich nach den neusten Erkenntnissen. Man solle an die Schranke fahren, diese werde geöffnet. Sagts und steigt ins Auto ein.

Ich tue dasselbe. Vor mir vier, fünf Autos. Die Spannung steigt. Der Vorderste ist bei der Schranke. Diese öffnet sich, er fährt raus. Der Nächste schliesst auf. Die Schranke bleibt offen. Aber wie lange noch? Er wagt es. Selbes Procedere beim nächsten Fahrzeug. Niemand traut sich, direkt dem Vordermann anzuhängen. Jeder macht einen Sicherheitsstop. Auch ich. Man weiss ja nie.

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Alles gut gegangen, aber wie entsorge ich jetzt dieses Parkticket fachgerecht? Essen darf ich es ja offenbar nicht.

7 Gedanken zu “Bleiben Sie bitte ruhig! …. Ruuuhig!!!!

  1. Ticket beim nächsten Einkauf zuerst probieren. Falls der Apparat wieder nur das Ticket schluckt und nicht mehr hergibt… hast Du immer noch das aktuelle Ticket.
    Falls der Apparat durch diese Aktion wieder die Kontrolle verliert und den Dienst einstellt… könnt Ihr ev. wieder ohne zu bezahlen rausfahren.

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  2. Ticket nicht in den Mund nehmen? Ich habe neulich festgestellt, dass fast jede*r Autofahrer*in dasTicket ob fehlender Ablage zwischen die Lippen klemmt, weil beide Hände zum Lenken benötigt werden und die Schranke könnte ja wieder runtergehen.

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  3. Was? Beim grossen M muss man jetzt für’s Parkieren bezahlen? Oder wofür braucht man ein Ticket? Und was passiert, wenn man es trotzdem zuerst anknabbert? Ist ja spannend bei euch Einzukaufen…

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    • Du musst sehr lange nicht mehr in der Heimat gewesen sein! Parkieren kostet beinahe überall, da macht das grosse M keine Ausnahme. In unserer Migros ist die erste halbe Stunde gratis. Das reicht mir meist. 🙂

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