Prächtige Wandertage und ein paar herrlich kühle Nächte

Es beginnt heiss. Sehr heiss. In Château-d’Oex herrschen gegen die Mittagszeit nahezu 30 Grad. Und wir hätten gemäss ursprünglichem Plan fast vier Stunden laufen sollen. Buah! Nach der Halbzeit streichen wir die Segel und besteigen das Postauto zum Col des Mosses.

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Nach etlichem Donnergrollen und gewittrigen Regengüssen erwartet uns anderntags ein stahlblauer Himmel.

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Wow, auf dem Lac Lioson schwimmen noch immer Eisberge!

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Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich diese jedoch als Fake. Gelungener Gag!

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Prächtiges Panorama vom Pic Chaussy (2’351 m) aus.

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Wir können uns kaum satt sehen.

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Der Abstieg durch die steile, aber trockene Grasflanke verlangt etwas Aufmerksamkeit.

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Der markierte Weg führt mitten durch die Lawinen-Verbauungen.

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Der Blick zurück zum Gipfel (ganz links). Es ist kaum zu glauben, dass durch diese steile Flanke ein relativ einfach zu begehender Weg führt.

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Nach einer unruhigen Nacht in Les Diablerets mit starken Gewittern, Sturmböen, die beinahe das Hoteldach abdecken und entsprechender Abkühlung gehen wir den dritten Tag gemütlich an. Der Wander-Klassiker führt vom Col du Pillon über den Arnensee nach Feutersoey.

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Nach der dritten Gewitternacht in Folge scheint am Morgen wiederum die Sonne, während noch viel Feuchtigkeit in der Luft liegt. Nach wenigen hundert Metern dampft es bei uns aus allen Poren.

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Zahlreiche Alpensalamander, die man nur bei solch feuchtem Wetter zu Gesicht bekommt, säumen unseren Weg.

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Auf dem Col de La Croix wird nicht aus dem Rahmen gefallen!

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Wir turnen im Labyrinth der Gips-Pyramiden herum

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und müssen auf dem gleichen Weg wieder zurück.

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Im Wandergebiet von Villars sur Ollon ist noch nicht viel los.

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Wir nehmen die bequeme Variante und fahren ab Col de Bretaye mit dem Bähnli runter.

Am fünften Tag fahren wir ein Stück mit dem Bus, bevor wir in Solalex starten. In mir werden Erinnerungen wach.

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Ab Anzeide schlagen wir den Weg über den Col des Essets ein, der uns durch prächtige Alpenlandschaft nach Pont de Nant führt.

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In Pont de Nant kann man nicht nur übernachten, sondern dem Vernehmen nach auch gut essen. Bei unserer Halbpension ist der Koch jedoch nicht über sich hinausgewachsen.

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Der sechste und letzte Tag startet einmal mehr in angenehmer Kühle. Das Vallon de Nant liegt morgens um halb Neun noch im Schatten.

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Auf das, was nach dem eher langweiligen Aufstieg auf der ruppigen Fahrstrasse folgt, habe ich mich schon die ganze Zeit tierisch gefreut. Der Zugang zum Trou à l’Ours ist mit Ketten gesichert.

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Der Weg scheint fertig zu sein.

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Es gibt nur noch dieses Bärenloch, und da müssen wir alle durch. Wir ziehen die Rucksäcke ab und reichen sie hoch.

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Geschafft!

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Nach der originellen Einlage ein Blick zurück ins Tal.

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Es folgt der Abstieg nach Les Plans-sur-Bex und die fünfstündige Heimreise. Noch einmal ein Blick zurück, bevor es ab ins Postauti nach Bex geht.

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In sechs Tagen bin ich zusammen mit dem lieben Bergler, dessen Schwester und deren Mann von Château-d’Oex nach Les Plans-sur-Bex gelaufen, habe zwischendurch mal von unserem hervorragend ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz profitiert und insgesamt 66 Kilometer zu Fuss zurückgelegt. Und weil es in unserem schönen Land nur ganz ausnahmsweise flach ist, kamen 3’935 Höhenmeter im Aufstieg und 4’261 im Abstieg dazu.

Schön isch’s gsi!

Freud hät’s gmacht!

Danke eu villmal für die toll Wuche!

7 Gedanken zu “Prächtige Wandertage und ein paar herrlich kühle Nächte

  1. Tolle Wanderung, und wenn man die Höhenmeter mitzählt, dürfte die Distanz wohl um rund 80 km länger gewesen sein, oder? (Meine Jugend- und Sport-Ausbildung liegt schon ein paar Jährchen zurück, deshalb bin ich mir nicht mehr sicher, wie man die Höhenunterschiede berechnet… 🙂 )

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