Neuentdeckung eines kulinarischen Erbes

Die Rubrik “Chuchichästli” wurde an dieser Stelle lange vernachlässigt. Völlig zu Unrecht! Nicht nur, dass mein lieber Bergler und ich gerne etwas Gutes essen und einem feinen Tropfen auch nicht abgeneigt sind. Nein, wir finden grossen Gefallen darin einzukaufen, spezielle Lebensmittel zu entdecken und gemeinsam zu kochen.

Letzthin entdeckte ich im Einkaufsrevier des Berglers ein altertümlich aussehendes Gewürzbeutelchen, das zumindest für mich kulinarisches Neuland war. “Das hat schon meine Mutter gebraucht”, verkündete dagegen der Bergler.

Wir kauften so ein “Magenträs” und streuten es daheim in homöopathischer Dosis über unser Erdbeer-Dessert. Es schmeckte undefinierbar, exotisch. Und es regte in höchstem Masse meine kulinarische Fantasie an.

Und so rührte ich tags darauf einen Teig zusammen aus:

250 g Mehl
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Beutel (30 g) Magenträs
30 g Butter
2 Eier
2 Prisen Salz
180 g ganzen Mandeln

Daraus entstanden Cantucci. Man merkt ihnen an, dass da etwas “Fremdes” drin steckt. Aber damit das Aroma des Magenträs richtig zur Geltung kommt und das Sandelholz seine Farbe entfalten kann, müsste wohl die Menge mindestens verdoppelt werden. Ich bleib dran – und probiere vielleicht als nächstes mal dieses Rezept aus.

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Infos zu diesem altehrwürdigen Gewürzzucker, der Eingang ins Kulinarische Erbe der Schweiz gefunden hat, gibt es HIER.

5 Gedanken zu “Neuentdeckung eines kulinarischen Erbes

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