Rüebli–völlig neu interpretiert

Unter der Rubrik “Neu in der Migros” entdeckte ich diese Woche Folgendes:

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Liebe Chüngelipuure und sonstige Tierfreunde!

Falls es euch entgangen sein sollte: Es gibt Karotten auch als Karotten. Unverarbeitet und im Gemüseregal. Euer Liebling würde sich sicher genauso über ein frisches Rüebli freuen wie euer Portemonnaie. Denn für dieses Geld kauft ihr glatt ein ganzes Kilo Rüebli.

Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

Oben angekommen?

Heute sollte er oben sein. Nach all den Strapazen und Entbehrungen sollte er oben ankommen.

Heute, am 5. Tag seit Aufbruch, und in etwa jetzt, wo dieser Beitrag online geht, sollte er den Gipfel erreicht haben. So sah es der Plan vor. Dass sich das Wetter, die Gesundheit und weitere unberechenbare Faktoren nicht an solche Vorgaben halten, liegt auf der Hand. Und mit der Brechstange erreicht man dort oben gar nichts. Es sind nur spärlich Informationen durchgerieselt, der Handy-Empfang basiert auf dem Zufalls-Prinzip. Ich vergizzle beinahe und hätte ihm so sehr gewünscht, dass er sich im Adrenalinschub des Gipfelerlebnisses suhlen kann.

Was immer sich dort oben heute abspielt, für mich zählt nur eines: Dass der liebe Bergler gesund runter kommt. Und ich endlich wieder etwas von ihm höre.

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Ausgerechnet Pilze!

Die Migros war schon immer sehr grosszügig, wenn es darum ging, Gutscheine zu verteilen. Gutscheine notabene, die einem zum Kauf eines bestimmten Produkts animieren sollen.

Meist erhalte ich einen Gutschein für günstigere Eier, Trockenfrüchte oder Paniermehl, wenn ich grad erst selbiges gekauft habe. Oder einen Gutschein für 20-fach Cumulus beim Kauf von Stielrosen. Das soll wohl heissen: Frau Flohnmobil, gönnen Sie sich mal wieder etwas Schönes.

Mit den Cumulus Vorteilscoupons soll aber auch zum Kauf von Produkten animiert werden, die sonst nicht im Einkaufswagen landen. Ich hab schon mal einen Gutschein für Katzenfutter erhalten!!!!!!!!! Das muss wohl noch in der Versuchsphase der Vorteilscoupons gewesen sein.

Ich durchblicke das System nicht. Nicht nur aufgrund der sonderbaren Auswahl der vergünstigten Produkte, sondern auch, weil die Rabatte unterschiedlich hoch ausfallen. Und es nicht bei jedem Einkauf einen solchen Coupon gibt.

Bei diesem Vorteilscoupon hat die Migros ohnehin in die falsche Kiste gegriffen,

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weil:

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Wer hier regelmässig mitliest, weiss, dass im Hause Flohnmobil die Pilze nicht im Supermarkt gekauft, sondern im Wald geholt werden.