Kindermund

Kürzlich im Zug. Eine Rasselbande steigt ein, mindestens zehn Kinder, wahrscheinlich Zweit- oder Drittklässler, zusammen mit zwei Betreuerinnen. Sie diskutieren heftig die Vor- und Nachteile der Schule.

Da verkündet einer der Knirpse vollmundig: “Ich will einmal intelligent werden.”

Mein Bauch tat weh vor lauter Lachen.

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Hei….. die Heidelbeeri!

Fast jede Wanderung beginnt …. mit einem Pipi. Das weiss man auch in der Göscheneralp und hat deshalb die entsprechende Infrastruktur errichtet.

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Nix mit einlaufen, vom ersten Meter an geht es bergauf.

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Der Postauto Chauffeur hat den Passagieren geraten, die Göscheneralpsee Umrundung von links her anzugehen. Es sei einfacher. Diesen Rat schlagen wir in den Wind und halten uns an den ursprünglichen Plan, sind uns aber nicht einig, ob linksum nicht doch das ist, was wir machen. Ich bin der Ansicht: Wir sind rechtsum unterwegs.

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Letzte Wolkenreste vom Regen der vergangenen Nacht hängen noch an den Berggipfeln.

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Noch ist die ganze Gruppe zusammen.

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Im hinteren Bereich des Sees hat es viel Heidelbeeren, denen niemand widerstehen kann. Man könnte sich allerdings bequemere Stellungen vorstellen, um die Ernte einzufahren.

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Zu viert verbleiben wir – wie vorgesehen – in den sich verfärbenden Heubbeeri-Stüdeli und weiden diese mehr oder weniger systematisch ab. Nicht jedes mitgebrachte Schäleli wird voll. Das erklärt sich einerseits mit der Grösse derselben und andererseits mit der Ausdauer der Pflückerinnen. Mein Schäleli wird mir für drei Desserts reichen.

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Weit unter uns ist im See gerade eine Enten-Regatta im Gang. Oder üben die Viecher Synchronschwimmen?

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Wir überqueren die Chelenreuss

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und geraten kurz darauf in eine Ziegenherde, der wir einige Zeit zuschauen.

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Über Stock und Stein geht es weiter. Der Weg verlangt Aufmerksamkeit.

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Vor bombastischer Kulisse machen wir vier Frauen Mittagshalt.

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Dort, wo der Weg zur Dammahütte abzweigt, erhält unser Trüppli männliche Verstärkung. Der Rest unserer neunköpfigen Gruppe dürfte schon bald bei der Hütte oben sein. Diesen steilen Aufstieg schenken wir uns.

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Diese Wanderung bietet so viele begeisternd schöne Fotomotive, ich kann mich kaum festlegen, welche Bilder ich hier veröffentlichen soll.

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Der Weg bleibt anspruchsvoll. Auch wieder mal schön, nicht ständig Mountain-Bikern ausweichen zu müssen. Winking smile

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Unverkennbar ein Gletschertal mit der rund ausgeschliffenen Talsohle. Der Chelengletscher (rechts) und der Maasplanggfirn haben sich weit zurückgezogen.

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Was mal ewiges Eis war, dümpelt nun im Göscheneralpsee und wird früher oder später zu Elektrizität verarbeitet.

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Blick talauswärts. Das Göscheneralptal ist stark frequentiert. Ich war das letzte Mal vor 30 Jahren hier. Da gab es den Campingplatz (in der Bildmitte beim Seelein) noch nicht, dafür herrschte im ganzen Tal Campingverbot.

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Das war’s. Eine lohnende Tour in wilder Natur (auch ohne den Aufstieg zur Dammahütte).

Danke an alle Mitwanderer für die tolle Kameradschaft.

Mehr Informationen und haufenweise Bilder gibt es HIER anzuschauen.

Karte

Sonntags-Wanderung mit Badefreuden

Es kommt doch eher selten vor, dass unsere Wanderung mit einem Bergbähnli beginnt. Das etwas seltsam anmutende Transportmittel, bestehend aus Vierer-Kabinen und Zweiersesseln, erspart uns 600 Höhenmeter Aufstieg. Eine wahre Sonntags-Wanderung!

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Auf dem Gumen angekommen erwartet uns nur noch dort Blütenpracht, wo die Kühe nicht geweidet haben.
Hier noch ein früherer Blog-Beitrag zu diesem rosafarbenen Gestrüpp.

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Sommerlicher Anblick einer winterlichen Angelegenheit.

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Ganz kurz lässt er sich mal blicken, der Oberblegisee.

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Doch bevor wir uns in die Fluten stürzen können, müssen wir noch gute 1 1/2 Stunden laufen. Was ja auch ganz nett ist.

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Die heutigen Orthografie-Regeln sind solchen Trennungen gegenüber wesentlich toleranter geworden, verglichen mit dem, was man mir noch in der Schule beibrachte.

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Und da haben wir ihn ja!

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Nichts wie los. Der Wasserstand muss auch schon mal höher gewesen sein.

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Nach dem erfrischenden Bad gehen wir – der Fotooptik wegen – noch ans andere Ende des tiefblauen Sees.

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Hier hat irgendwann mal jemand seine Kraftreserven abgebaut.

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Am Ende es Sees (man beachte links die Schneeresten am Sonnenhang!) machen wir auf dem Absatz kehrt.

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Es ist halt schon stotzig, dieses Glarnerland.

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Nach einem Chübeli Glacé auf der Bächialp treten wir den Rückweg über den breiten Wanderweg nach Braunwald an.

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Blick rüber zu meinem Mann.

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Kurzes Kartenstudium. Der untere oder der obere Weg?

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Beat entscheidet sich für den oberen Weg.

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Früher oder später hätten wohl beide Wege auf die Wander-Autobahn eingemündet.

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Wir wären längst wieder reif für einen erfrischenden Bergsee.

Bei der Braunwaldbahn kommt etwas Hektik und Verwirrung auf. Gehen wir nun sofort runter oder nicht? Und wenn ja, auf welchen Zug reicht es dann?

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Wie kindlich man sich doch freuen kann, wenn man in letzter Sekunde den Zug erwischt und so eine halbe Stunde früher daheim ist!

Danke Beat, für die Idee und Durchführung dieser gemütlichen Wanderung. Allen Mitwanderern und Mitschwimmern ein vergnügliches “hät eimal meh Spass gmacht mit eu!”

Mehr Infos und vor allem Bilder (ich war wohl gestern etwas abdrückfaul) gibt es HIER.

Karte

Grüsse aus Grönland

Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Aber als ich dieses Bild per WhatsApp verschickte

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und dazu noch “Grüsse aus Grönland” schrieb – nicht ohne die entsprechenden Smilies anzuhängen Rolling on the floor laughing – gab es in meinem Freundeskreis doch Leute, die mir das abnahmen. Die glaubten, Frau Flohnmobil sei wahrhaftig in Grönland in den Ferien.

Dabei liegt diese Mondlandschaft mit dem Gletscherseeli am Fusse des Clariden am Klausenpass. Und ja, es sind Eisschollen, die da auf dem vermutlich ziemlich frischen Wasser treiben.

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Eine hübsche Wanderung übrigens, dieser Clariden Höhenweg.

Bald haben wir’s überstanden!

Abgesehen von Werner und Timi sind wohl meine Kakteen die Einzigen, die dieser Affenhitze, die uns nun schon seit bald zwei Wochen das Leben schwer macht, etwas Positives abgewinnen konnten.

Und wie! Sie haben auch diesen Sommer wieder geradezu verschwenderisch schön geblüht.

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Und das sind noch nicht mal alle. Gewisse Kakteen blühen nur einen Tag. Und wenn Frau Flohnmobil gerade an dem Tag am Wandern ist, kann sie am Abend bestenfalls noch erahnen, dass der Kaktus geblüht haben muss.

Noch ist die Kakteen-Blüte nicht vorbei. Was aber in wenigen Stunden vorbei sein wird, ist diese gnadenlose Hitze. Diese Hitze, die mich entweder zum Flüchtling (ab in die Berge!) oder zum Stubenhocker (wo es dank gewissenhaftem Lüftungs-Management einigermassen erträglich blieb) mutieren liess.

Herzschmerz

Ich empfand in mehrerlei Hinsicht Herzschmerz in den vergangenen fünf Wander-Tagen im Engadin.

Auf Schritt und Tritt wurde ich an früher erinnert. An gemeinsame Rennvelo-Touren mit meinem Mann. An Wanderungen. An Aufenthalte auf Campingplätzen mit unserem ersten VW-Camper. Und insbesondere ans Skifahren. Praktisch jeden Winter verbrachten wir mindestens eine Woche im Oberengadin.

Auch auf der Diavolezza waren wir jeden Winter. Die berühmte Aussicht von der Terrasse des Berghauses aus – wer würde sie sich schon entgehen lassen.

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Diavolezza, März 2015

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Piz Bernina im März 2011

Seit mehr als 30 Jahren war ich letzte Woche wieder mal im Sommer dort. Und ich traute meinen Augen kaum, so scheusslich sah es aus.

Ich hätte heulen können beim Anblick all dieser aperen Eisströme. “Ausgehungerte Gletscher” nannte es eine Kollegin zutreffend. Total deprimierend. Und schlagartig wurde mir bewusst, dass der Herzschmerz über mein verflossenes Leben im Vergleich dazu nur ein Nasenwasser ist. 

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Basislager Pontresina

Und schon wieder bin ich zusammen mit meinen Wanderfreunden unterwegs gewesen. Im Gegensatz zur letzten mehrtägigen Wanderung waren wir diesmal nicht von einer Unterkunft zur nächsten unterwegs, sondern haben in Pontresina unser Basislager etabliert. Wenn ich zurückblicke, fällt es mir schwer, zu sagen, welches denn nun die schönste Tagesetappe war.

War es der erste Tag

an dem wir nach der Anreise aus dem heissen Unterland erst mal tief durchatmeten, bevor es los ging?

Dies geschah auf der Bernina-Passhöhe. Den Weg dem Lago Bianco entlang mussten wir uns mit vielen Radfahrern und gemächlich spazierenden Mitgenossen teilen.

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Bei der Abzweigung zu Sassal Mason trennte sich die Spreu vom Weizen.

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Hinter dem Berghaus mit seinen mich an Trulli erinnernden Steinbauten öffnet sich der Blick zum Palü Gletscher.

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Weiter ging es zur Alp Grüm, von wo aus der Gletscher sich nicht minder spektakulär präsentiert.

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Spätestens jetzt weiss Anita sicher, um welche “Autobahn” es sich hier handelt.

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Am Lago Bianco erwischte uns ein kurzer Regenschauer. Gerade lange genug, dass wir uns genötigt sahen, einen Regenschutz hervorholen.

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Das war also unser erster Wandertag. Bereits sehr spektakulär. Mit 16 km Streckenlänge, 430 m Aufstieg und 610 m Abstieg eher von der gmögigen Sorte.

Karte Tag 1

Würde Tag zwei mein Favorit werden?

Wir fuhren mit der 111 Jahre alten Muottas Muragl Bahn auf den berühmten Oberengadiner Aussichtsberg.

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Was für ein Wetter, nachdem am Vorabend noch ein zünftiges Gewitter die 1.-August-Feier gespült hatte!

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Die Panoramen folgen Schlag auf Schlag.

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Der Weg führt an der Segantini-Hütte vorbei (die mit dem patriotischen WC-Häuschen….), unterhalb des Piz Languard durch bis zur Fuorcla Pischa.

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So viele Steine an einem Tag hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

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Bemerkenswertes am Wegesrand. Mal in Form von Rhätischem Alpenmohn.

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Mal als Steinskulptur. Je nach Fantasie kann man sie als Fackel, Empire State Building, Kirchenturm oder Zipfelmütze interpretieren.

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Nach langem Abstieg standen wir unten an der Talstation der Diavolezza-Bahn. Die Zeit reichte für einen Abstecher zum 2’973 m hohen Berghaus.

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Dort ist man voll auf Touris eingestellt. Sogar Schnee wurde extra deponiert.

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Der Ausblick – ein bedenklicher. Apere Gletscher. Das ewige Eis auf dem Weg in die Endlichkeit.

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Das war dann also Tag zwei. Mit 16 km Streckenlänge, 740 m Höhenmeter im Aufstieg und 1’100 im Abstieg wesentlich weniger gemütlich als am Vortag.

Karte Tag 2

Ich dachte, der dritte Tag würde das Filetstück unserer Touren sein.

Da wusste ich allerdings noch nicht, dass ich meinen schlechten Tag einziehen würde. Mit flauem Magen setzte ich mich am Morgen ins Postauto. Die kurvenreiche Fahrt über den Berninapass und durchs Val da Camp trug in keinster Weise zu meinem Wohlbefinden bei.

Bei der Ankunft bei der Saoseo Hütte muss ich wohl etwas blass um die Nasenspitze gewesen sein.

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Aber zu diesem Saoseo-See hoch wollte ich schon lange. Und bis dorthin schaffte ich es auch. Doch dann musste ich die Anderen ziehen lassen.

Meine “Mühen” hatten sich gelohnt. Ein märchenhaft schöner See lag mir zu Füssen.

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Nach ausgiebigem Staunen und Fotografieren ging ich zurück zur SAC-Hütte und entschied mich dort, den Weg an die Passstrasse zu Fuss anzugehen. Es wurde eine der längeren Stunden meiner Wanderkarriere.

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Es sollte sich herausstellen, dass meine “Wanderung” doch noch 8 km lang wurde. Zum Glück ging es vorwiegend bergab. Mehr hätte ich in meinem Zustand nicht geschafft.

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Tag drei wird also definitiv nicht als Königsetappe in mein Palmares eingehen.

Wird der vierte Tag den Sprung zuoberst aufs Podest schaffen?

Dieser Tag begann an der schweizerisch-italienischen Grenze, an der Forcola di Livigno.

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Unverzüglich ging es bergan. Trotz leerem Magen konnte ich gut mithalten.

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Nach 240 Höhenmeter Anstieg öffnete sich bei La Stretta der Blick ins Val da Fain.

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Wir folgten dem Weg, der anfänglich nur ein Pfad, später eine Fahrstrasse ist, talauswärts. Unterwegs trafen wir viele Murmeltiere an.

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Beats Geduld wurde belohnt. Hier eines seiner tollen Fotos:

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Bei Bernina Suot erreichten wir die lärmige Bernina-Passstrasse.

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Es gab dennoch auch Sehenswertes am Wegesrand.

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Und wo Wasser fliesst, ist es ohnehin immer spektakulär. Badefreuden (aus der Zuschaueroptik) inklusive.

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Nach der Einkehr bei der Station Morteratsch hatten die meisten von uns noch nicht genug und nahmen den Weg nach Pontresina gleich auch noch (im Laufschritt!) unter die Füsse.

So wurde eine 20 km lange Etappe daraus, die uns 240 m bergauf und 780 m bergab führte.

Karte Tag 4

Bleibt noch Tag fünf

Da die Männer gestern den Heimweg angetreten hatten, gönnten wir vier Frauen uns am letzten Wandertag eine Ausplämperli-Tour.

Bei herrlich frischen Temperaturen starteten wir vor 9.00 Uhr ins Val Roseg. Wie würden wir in den kommenden heissen Tagen zu Hause diese Frische vermissen! Alle vier? Mitnichten, eine Dame griff nach kurzer Zeit zu Handschuhen und Ärmeli! Ich kommentiere das lieber nicht.

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Ein angenehmer Weg mit diversen Kinder- und Touristen-Beschäftigungs-Posten führt 7 km ins Val Roseg hinein.

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Das Hotel/Restaurant Roseg ist berühmt für sein Dessertbuffet. Bei unserer Ankunft wurde es gerade aufgebaut.

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Wer hätte da widerstehen können? Bei solcher Aussicht können wir so schnell nicht wieder Kaffee und Kuchen geniessen.

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Und weil wir heute gänzlich auf der Touristen-Schiene fuhren, liessen wir uns gemütlich in der Kutsche zurück nach Pontresina schaukeln.

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Der Weg ins Val Roseg ist 7 km lang und steigt 270 m an. Er ist SEHR stark frequentiert, sei es von Spaziergängern, Wanderern, Velofahrern oder Pferdegespannen. Für letztere zwei steht eine separate Fahrstrasse zur Verfügung.

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Das waren sie dann, diese fünf Touren im Oberengadin. Ich will und kann hier nicht werten, welches die schönste Tour war. Auf ihre Art war jede schön.

Mein herzlicher Dank geht an Barbara für die Idee und Organisiation dieser Touren. Ebenso an Margrit, die uns mit ihrem Lokalwissen zur Seite stand. Und natürlich auch an Klara, Beat und Georges, die alle auf ihre Art zum Gelingen dieses Mehrtägers beigetragen haben.

Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!

Zahlreiche weitere Fotos und Informationen zu diesen Wanderungen finden sich unter diesen Links:

Tag 1 ***  Tag 2 *** Tag 3 *** Tag 4

 

Wandern mit Freu(n)den

Es ist kaum zum glauben. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr schrieb ich diesen Blog-Beitrag und verkündete darin, ich hätte herausgefunden, dass ich lieber alleine als gar nicht wandern gehen würde.

Kurz darauf habe ich Unterschlupf gefunden bei einer Wandergruppe, bei der ich mich wohl, saumässig wohl fühle.

Und nun bin ich mit dieser Truppe zum zweiten Mal innert zwei Wochen mehrere Tage unterwegs am wandern.

Super, solche Freunde gefunden zu haben! Oder?

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Helvetisches Scheissen

Gleich zu Beginn ein “Entschuldigung”. Es ist sonst nicht meine Art, hier mit Fäkalsprache um mich zu werfen. Aber der Anblick dieser luftigen Toilette entlockte mir eben genau diesen Begriff.

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Da kann mir wohl niemand widersprechen. Dieses luftige WC-Häuschen steht bei der Segantini-Hütte im Engadin auf 2’731 m und dürfte schon tausendfach fotografiert worden sein.

Passend zum Thema haben wir im Verlauf der Wanderung diese dekorierte Wanderweg-Markierung gefunden.

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