Am Tag, als sich Biden und Putin trafen

…. veränderten wir zu neunt nicht gerade die Welt, machten jedoch eine sehr schöne Wanderung. Zwar auch mit einer kleinen Dosis an Stacheldraht, jedoch nur entlang der Viehweiden.

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Vieh hatte es allerdings nicht viel am Wegesrand, weil schlicht und ergreifend noch zu wenig Gras gewachsen ist.

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Unsere Auf-und-Ab-Wanderung führte uns vom Brunni auf die Haggenegg, über den Näbekerfirst – Nüsell – Samstagern nach Einsiedeln.

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Schön. Aussichtsreich. Und in flottem Tempo gewandert.

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Ohne Pressekonferenz, dafür mit einem verdienten Glas Bier als Abschluss.

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Gesamtstrecke 15,3 km
910 m duruf
1’120 m durab
ca. 5 Std.

Danke an alle Mitwanderer für die gute Gesellschaft. Jederzeit gerne wieder.

Weitere Infos und Bilder zur gewanderten Route finden sich HIER.

Beweisstück Unterhose (2)

Bereits sind 38 Tage ins Land gezogen, seit der Bergler und ich die zwei Paar Unterhosen samt je sechs Teebeuteln im Garten verscharrt hatten. Höchste Zeit also, die erste Unterhose auszugraben! Wer den Einstieg damals verpasst hat, kann sich bei diesem Blogbeitrag schlau machen.

Zuerst galt es, einige Brennnesseln aus dem Weg zu räumen.

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Danach stand einem sorgfältigen Ausgraben nichts mehr im Weg. Schäufelchen um Schäufelchen entfernte ich die Erde, wohl darauf bedacht, das Textil nicht zu beschädigen und Ausschau nach den sechs Teebeuteln zu halten.

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Es kamen Regenwürmer zum Vorschein, Maden, Käfer, Steine, Tonscherben und selbst das eine oder andere Teebeutelchen.  Nach einem Akt, der Archäologen bekannt vorkommen dürfte, hatte ich das einst weisse Unterhöschen freigelegt.

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Wie mir scheint, waren unsere Bodenlebewesen eher etwas faul. Zwei durchgehende Löcher je oben am Bund und einige weitere kleine Frassstellen. Naja, solch zerlöcherte Unterhosen würde wohl dennoch niemand mehr tragen wollen. Erstaunlich, dass sie nicht brauner wurden. Auf der offiziellen Website wurden Bilder von Unterhosen hochgeladen, die wesentlich schmutziger und mehr zersetzt sind. Auch die Teebeutel fand ich letztlich alle. Sie sehen noch ziemlich intakt aus.

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Eigentlich bin ich etwas enttäuscht. Da unser Boden nie gedüngt oder mit Pestiziden behandelt wird, hätte ich gedacht, dass die Bodenlebewesen aktiver sind. Bestimmt spielte die Witterung auch eine Rolle. Es war insgesamt eher trocken. Mal schauen, wie die zweite Unterhose dann aussieht.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Frühling empfing uns auf der Wanderung vergangenes Wochenende.

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Aber manchmal auch etwas Sommer.

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Und an Herbst erinnerte es mitunter ebenso.

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Aber am allermeisten wurden wir wohl an den vergangenen Winter erinnert. Du meine Güte, was liegt da noch alles an Schnee rum!

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Das eine oder andere Schneestampfen liess sich nicht vermeiden.

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Der Weg war sehr abwechslungsreich.

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Die Farbe Grün eher Mangelware.

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Die Farbe Blau am ersten Tag leider auch.

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Dafür wurden wir am zweiten Tag mit viel Blau belohnt.

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Bilanz unter dem Strich: Es vermochte den meisten meistens zu gefallen, trotz einigen Spezialeinlagen.

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2 Wandertage ab Gfellen/Entlebuch ins Langis und nach Flüeli.

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15,5 km, 1’150 m duruf, 730 m durab

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15,3 km, 720 m duruf, 1’280 m durab

Die perfekte Lüge

Verkäuferin im Modeladen: “Ooooh, das ist das erste Mal, dass ich dieses Kleidchen an jemandem sehe. Herzig.”

Kundin: “Ja, die Farbe hat mir gefallen.”

Verkäuferin: “Es steht Ihnen sehr gut.”

Kundin: “Es ist in Grösse XL; vielleicht etwas gar gross?”

Verkäuferin: “Nein, das ist perfekt.”

Kundin: “Ja ich weiss nicht recht.”

Ich drehe mich um, sehe eine korpulente, ältere Frau in einem geblümten Schlabber-Kleid und frage mich, wo man so unverschämt lügen lernt.

Jäten, jäten, jäten

Letztes Jahr hatte ich die vage Vermutung geäussert, ich könnte mich über kurz oder lang arbeitslos jäten. Nun weiss ich: Davon bin ich noch weit entfernt.

Im dritten Jahr schon rupfe ich mit einer Hartnäckigkeit, die ich mir selber nie zugetraut hätte, mehrmals pro Jahr in unserem Garten alle  Berufskräuter, die mir begegnen, aus. Dieses Jahr scheint es mir trotz aller Bemühungen mehr von diesem lästigen Neopyhten zu haben denn je. Von weitem schaut die Blumenwiese durchaus schön aus.

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Aus der Nähe jedoch offenbart sich die ganze Misere:

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Die hartnäckige Pflanze verdrängt länger je mehr alles, was eine schöne Blumenwiese ausmachen könnte. Deshalb musste ich einmal mehr zu radikalen Massnahmen greifen und die Wiese sah nach meiner zwei Tage dauernden Aktion aus, als hätte eine Rotte Wildschweine ihr Unwesen getrieben.

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Das war wohl vorher mal satt grün, aber nicht mit der gewünschten Sorte bewachsen.

Seit ich gelesen habe, dass Samen bis 5 Jahre lang im Boden keimfähig bleiben und man demzufolge sechs Jahre lang konsequent jäten muss, bis das Berufskraut verschwunden ist, sind auch meine Illusionen verschwunden, demnächst von diesem lästigen Einwanderer befreit zu werden.

Wer mehr über die Bekämpfung des einjährigen Berufskrauts (das leider alles andere als einjährig ist…) wissen will, wird HIER fündig.

Wohin damit?

Lidl gehört nicht mehr zu den Läden, die ich regelmässig aufsuche. Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich Migros und Coop einfach zu Fuss erreiche, während ich zu Lidl das Auto bräuchte oder einen Marsch ins Industriegebiet auf mich nehmen müsste.

Dennoch ist es manchmal ganz kurzweilig, sich den chinesischen Qualitäts-Schrott anzuschauen, der dort verkauft wird. Und zugegeben, Lebensmittel sind günstiger als bei Migros und Coop.

Das war vielleicht auch der Grund, weshalb wir damals dieses Viererpack Bio-Äpfel kauften. Mittlerweile sind sie gegessen und der Bergler wollte die Verpackung entsorgen. Und erlebte dabei eine Überraschung. Auf dem vermeintlichen Karton steht “Diese Schale besteht aus Graspapier”. Stirnrunzeln. Graspapier? Haben wir noch nie gehört. Völlig uneins, wie das Teil nun artgerecht entsorgt werden soll, wandten wir uns in unserer grossen Not an Lidl.

Noch steht die Antwort aus. “Aufgrund der aktuellen Lage sind unsere Kapazitäten eingeschränkt. Wir erhalten aktuell sehr viele Anfragen und versuchen diese zeitnah zu beantworten.”  Der Bergler und ich müssen weiterhin rätseln, ob wir das Stückchen Irgendwas ins Altpapier geben sollen, in die Kartonsammlung oder der erstbesten Kuh verfüttern.

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Begegnung am Wegesrand

Ich suche nie Morcheln. Aber ab und zu finde ich welche. So wie diese zwei heute, die direkt am Wegrand standen.

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Hätte ich mich noch etwas länger umgeschaut – wer weiss…

Da der Bergler Morcheln – im Gegensatz zu all den anderen Pilzen, die wir im Herbst nicht nur finden, sondern aktiv suchen – nicht schätzt, blieb die kulinarische Köstlichkeit mir vorbehalten.

Ich habe die zwei Morcheln (wen es interessiert: zusammen 35 Gramm) fein aufgeschnitten und in etwas Butter gedünstet, danach zusammen mit Salat gegessen.