Best of Corona

Kurz nachdem klar wurde, dass es mit Wanderungen in der Gruppe für längere Zeit gelaufen sein würde (was für ein absurdes Wortspiel…), rief ich einen WhatsApp-Chat unter dem Namen “WmF Anti-Viren-Koller” ins Leben. Ziel war es, in Kontakt zu bleiben, einander gegenseitig aufzumuntern, für Unterhaltung zu sorgen. Nicht alle haben den Chat gleich fleissig genutzt, den einen wurde das Geplapper schlicht zu viel.

Dennoch hat der Chat, und diese Zwischenbilanz kann man nach 6 Wochen durchaus ziehen, das Ziel bei weitem übertroffen. Er hat in den vergangenen 6 Wochen für regen, sehr regen Austausch gesorgt. Hatte ich mal ein paar Stunden keine Zeit, aufs Handy zu schauen, kam es vor, dass ich 40 neue Nachrichten hatte!

Mittlerweile droht mir der Chat, mit all seinen Bildern und Videos den Speicher des Handys zu füllen. Bevor ich den Verlauf leere, mache ich hier einen kleinen Rückblick.

Anfangs überwog das Thema WC-Papier. Ganz erstaunlich, was da alles herumgeisterte. Hier drei Beispiele aus mehreren Dutzend.

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In solchen Ausnahme-Situation lässt auch der Galgenhumor nie lange auf sich warten.

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Und natürlich beginnt man, sich Gedanken um die Gestaltung der vielen freien Zeit zu machen.

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… und wie es dann mal sein wird, wenn wir uns wieder sehen dürfen.

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Aber vorerst haben wir noch andere Sorgen.

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Homeoffice machte nicht vor vielen absurden Ideen Halt.

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Im Chat landeten auch immer wieder Bilder von kleinen Glücksmomenten, die jeder Einzelne von uns trotz allem hatte. Sei es ein Blümlein am Wegesrand, ein Kafichränzli unter Einhaltung von Social Distancing, eine Wanderung, die in der vermeintlich gut bekannten Umgebung Neues aufdeckte.

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Und nun also erhalten wir ab heute ein Stückchen Freiheit zurück. Wie wir diese nutzen, ist vorderhand jedem selber überlassen, denn noch dürfen wir nicht gemeinsam auf Wanderschaft gehen. 

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Der Chat hat gezeigt: Ihr seid auch in Krisenzeiten eine tolle Truppe. Ich freue mich aufs Wiedersehen.

Bliebed gsund!

Liebe Frauen

Stellt euch vor, die Corona-Pandemie wäre vor 40 Jahren gewesen. Als noch keine Frau im Bundesrat vertreten war.

Dann müssten wir wohl noch länger warten, bis wir zum Gwafföör gehen dürfen.

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Die aktuellen Mitglieder des Schweizerischen Bundesrats. Nicht alle mit der gleich aufwändigen Haarpracht.

Neue beste Freunde

Putzen ist nicht gerade mein liebstes Hobby. Nichts desto trotz schätze ich es, wenn es sauber ist. Und sehe deswegen eine gewisse Notwendigkeit ein, Zeit ins Putzen zu investieren. Kommt hinzu, dass ich ein wahnsinniges Talent habe, Dreck zu finden, der seit Jahren darauf gewartet hat, entdeckt zu werden. Doch dazu vielleicht ein anderes Mal.

Heute war Scheibenreinigung im grossen Stil angesagt. Mehrere Quadratmeter Glas warteten darauf, wieder durchsichtig zu werden. Wohl hat der liebe Bergler den grösseren Teil der zu durchsichtigenden Arbeit erledigt, doch am Schluss kam ich auch noch zum Zug. Und dabei habe ich – ich traue mich kaum, dies hier zu schreiben – beinahe so etwas wie Begeisterung gespürt. 

Denn mit diesen beiden Teilen geht das Fensterputzen wirklich ratz-fatz vonstatten.

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Abstand mit Anstand

Ich bin im Begriff, in die Bäckerei zu treten, bei der ich schon öfters mein Brot gekauft habe. Mittlerweile weiss ich, dass dort drin alles umgekrempelt wurde, damit der nötige Abstand zwischen den Kunden gewahrt werden kann. Erlaubt sind maximal drei Kunden aufs Mal im Laden. Ich erblicke deren zwei.

Vor dem Geschäft sind drei junge Frauen am schwatzen, in gebührendem Abstand steht ein Senior. Einer von der Sorte, die jetzt zuhause bleiben sollte. Gerade öffnet sich vor mir die automatische Türe, da bellt es von hinten: “Hey, das ist eine Warteschlange. Stellen Sie sich gefälligst hinten an!” Ich blicke mich um. Die drei Frauen erscheinen mir nicht allzu wartend, der Senior wirkt auch nicht so. “Aha, Sie sind am anstehen”, sage ich und reihe mich ein. Hinter den keifenden Senior, der in mir offenbar das geeignete Objekt erkannt hat, irgendeinen aufgestauten Frust loszuwerden. “Ja was denken Sie denn, ich mache hier Ferien?” Auf solche wie dich können wir hier gut verzichten, würde ich am liebsten sagen, mache aber stattdessen zwei weitere Schritte zurück mit der ausreichen laut geäusserten Bemerkung “sonst kriege ich noch einen weiteren Anschiss, wenn ich zu nahe stehe”.

Da stehe ich nun also, weiter weg von der Eingangstüre zur Bäckerei denn je. Die drei jungen Frauen sind immer noch am schwatzen, der Senior dagegen beginnt auf der Strasse herumzuschlendern. Kommt auf mich zu (definitiv weniger als ein Meter Abstand!), entfernt sich immer weiter von der Bäckerei. “Ja sind Sie denn jetzt am anstehen oder nicht?” Will der Typ mich schikanieren, testen, ärgern? “Nein, aber meine Frau ist drinnen am Brot kaufen.”

Irgendwie scheint doch etwas wahr zu sein an dem Gerücht, dass das Corona Virus das Gehirn angreift.

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Gedanken zu Ostern

Aus aktuellem Anlass beschäftigt mich gerade die Frage:

Dürfen Veganer Ostern feiern?

Ich meine ja nur

…. Hasen, Schoggi, Eier….

Mag sein, dass es vegane Schoggi gibt; von veganen Eiern habe ich noch nie gehört.

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Klingeling

Bevor dieser Blog noch ganz einschläft und ich nicht mehr weiss, wie ich mich einloggen muss…

… wird hier wohl in Zukunft ab und zu mal wieder der Flohnmobil-typische Unsinn stehen.

Wir lesen uns!

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