Schneeschuh Tour mit persönlichem Touch

Lange Zeit hatte ich nicht viel Positives für diese Sportart übrig. Als ehemalige Skitouren-Fahrerin erschien mir der Gedanke, im Winter auf einen Berg rauf und wieder runter zu laufen mehr als nur ein wenig öd. Die Schneeverhältnisse konnten gar nie so grässlich sein, dass ich es je bevorzugt hätte, NICHT mit den Skiern runter zu fahren.

Aber man lernt bekanntlich dazu. Und wird nicht nur älter, sondern mitunter auch weiser. Und so bin ich jüngst zur Erkenntnis gelangt, dass mir – mit der entsprechenden Begleitung – Schneeschuhtouren durchaus auch Spass machen. Man könnte sogar sagen, dass es mir etwas den Ärmel reingezogen hat.

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Heute auf  dem Weg zum Regelstein.

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Wer kann schon von sich behaupten, eine Schneeschuh-Tour mit eigenem Bänkli zu haben?

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Kleben für Anfänger

Früher wäre es einfach gewesen. Ich hätte festgestellt, dass die Schublade im Begriff ist, sich aufzulösen. Mein Mann hätte den Schaden begutachtet und mein Job hätte nur noch darin bestanden, die Schublade zu leeren. Der Rest hätte sich erledigt. Das funktioniert leider so nicht mehr.

Mehrmals hatte ich versucht, die Blenden der Schublade eines Kleinmöbels mit einem gezielten Schlag wieder in die Holzdübel zu befördern. Mehrmals war ich damit erfolgreich. Von einer dauerhaften Lösung jedoch kann man in diesem Zusammenhang nicht sprechen.

Also ran! Schubladen ausräumen, je zwei Schrauben lösen, Schubladen aus den Führungsschienen ziehen. Runter ins ehemalige Heiligtum meines Mannes, wo eine Werkbank steht, im Schlepptau eine Tube Allerweltskleber.

Ich weiss, das war keine handwerkliche Höchstleistung, dennoch darf ich berichten, dass ich fünf Schubladen (die sechste war aus nicht nachvollziehbaren Gründen intakt)  aus ihrem Wackelmodus befreit habe.

Wie pflegte mein Mann solche Situationen zu kommentieren? Gott gebe, dass es klebe!

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Tatzeit: 13.51 Uhr

Man stelle sich vor: Eine Frau am Steuer. Ein Aufgebot zum Auto vorführen in ihrer Handtasche.

Weiter im Auto:
Freundin A
Freundin B
Freundin C
Freundin D
Freundin E

Die Frau am Steuer wartet vor dem grossen Tor, das sich rechtzeitig wie von Zauberhand öffnet. Das Abenteuer “Auto vorführen auf Bahn 4 um 13.51 Uhr” geht in die entscheidende Phase (im grossen Kanton nennt man das TÜV Fahrzeugprüfung oder so ähnlich).

Der nichtsahnende Experte schreitet auf das grosse Fahrzeug zu. Die Lenkerin steigt aus. Und mit ihr fünf weitere Frauen im völlig überdrehten Quassel-Modus. “Grüezi, mir chömed nu schnäll cho s’Auto vorfüehre und gönd nachher all zäme in Usgang.” Man stelle sich den Experten vor, der sich der mitleidigen Blicke aller anderen Anwesenden in der grossen Halle sicher sei kann!

Es ist leider nicht so weit gekommen. Meine Freundin bzw. ihr Auto hat die Fahrzeugprüfung ohne unsere Unterstützung bestanden. Aber die Idee … diese Idee … müsste man weiterverfolgen. Und dann unbedingt das Handy bereithalten, um den Gesichtsausdruck des Experten festzuhalten.

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Am kulinarischen Marterpfahl

Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber ich trete auch immer wieder von neuem ins kulinarische Fettnäpfchen. Völlig unbedarft, naiv.

Ich hatte ausgeblendet, dass das Südtirol kulinarisch mehr zu Österreich zählt als zu Italien. Und musste es bitter büssen. Mit Kümmel!

Dieses Gewürz kann ich nicht ausstehen und wenn mir etwas mit Kümmel vorgesetzt wird, kann ich es bestenfalls noch dank meiner guten Kinderstube essen. Grundsätzlich wird für mich alles, restlos alles, und sei Kümmel nur in homöopathischen Dosen vorhanden, dadurch ungeniessbar.

Nicht mal diese prächtige Platte mit den vielfältigen Apéro-Häppchen, die man uns im Hotel offerierte, blieb verschont. Nur dank rechtzeitigem Anti-Kümmel-Reflex blieb mir der Gang an den kulinarischen Marterpfahl weitestgehend erspart.

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Wer immer noch nicht glaubt, dass ich keinen Kümmel mag, dem sei dieser Beitrag aus den Anfangszeiten des Flohnmobils ans Herz gelegt.

Auf dem alpinen Rummelplatz

“Der Kronplatz ist unser High-Tech-Berg.” Aus der Stimme unseres Skiguides, der vorne im Bus sass, konnte ich nicht erkennen, ob mehr Bewunderung oder Abscheu mitschwang.

Es folgten weitere Infos. “Der Kronplatz ist von vier Seiten her erschlossen. 32 Lifte führen hinauf, über 100 Pistenkilometer erwarten den Skifahrer. Die Lifte haben eine Beförderungskapazität von 71’000 Personen pro Stunde. An Spitzentagen tummeln sich hier über 25’000 Wintersportler.”

Das fuhr ein. 25’000 Wintersportler! Und ich Eine davon? Nie und nimmer! Nun kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich selbst eine derartige Menschenmenge über ein so grosses Skigebiet gut verteilt. Dennoch bin ich ganz froh, dass es wesentlich weniger Skifahrer gewesen sein dürften, die heute den angeblich beliebtesten Skiberg Südtirols heim suchten.

Der Superlative aber noch nicht genug. Einhundert Prozent der Pisten sind technisch beschneibar. Und wenn die Verhältnisse stimmen, braucht es lediglich 6 Tage, bis der High-Tech-Berg für den Wintersport bereit ist.

Was für ein alpiner Rummelplatz! Für mich übrigens ganz klar nicht der Favorit im Gebiet.

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Aber im Gegensatz zum vorigen Jahr, als die Sicht den grösseren Teil des Tages nahe bei Null war, haben wir diesmal ganz ordentlich etwas vom überwältigenden Panorama mitbekommen.

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Kann man so feige sein?

Der Tag begann, wie ein Skitag beginnen sollte. Blauer Himmel, kalt aber nicht arschkalt, Pulverschnee, windstill. Also etwa so:

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Leider verwandelte sich unser aller Euphorie innert Sekunden in ein beklemmendes Gefühl. Das Gefühl, dass es jeden von uns hätte erwischen können. Aber es erwischte nur Therese.

Sie wurde während dem Fahren seitlich gerammt, stiess einen Schrei aus, blieb liegen. Er, sie oder was immer es war, der/die sie umgenietet hatte, fuhr unbekümmert weiter!

Unsere Kollegin dagegen, sie musste zuerst mit dem Rettungsschlitten, danach mit dem Heli abtransportiert werden. Mittlerweile wissen wir: schwere Verletzungen an beiden Beinen. Therese wird in den nächsten 24 Stunden in ein Spital in die Schweiz verlegt werden. Wann sie wieder ein halbwegs normales Leben führen wird, steht in den Sternen.


Auch wenn du das nie lesen wirst:

Liebe Theres
Die ganze Gruppe ist zutiefst betrübt über das, was vorgefallen ist. Wir wünschen dir von Herzen eine möglichst schnelle, vollständige Genesung und hoffen, dass du nächstes Jahr trotz allem wieder mit dabei sein wirst.


Ich selber habe zwar nicht gesehen, wie es passiert ist, weil ich vorausgefahren bin. Aber ich habe eine Stinkwut auf diesen Typen, der eine Frau, die korrekt und nicht unbeherrscht gefahren ist, umgenietet und sich danach einfach aus dem Staub gemacht hat.

Das regt mich langsam auf!

Diese Spam-Kommentare gehen mir gehörig auf den Geist.

Insbesondere an diesem “Nicht mehr fremdbestimmt”-Beitrag scheinen die Spammer den Narren gefressen zu haben. Glücklicherweise filtert WordPress solchen Schrott zuverlässig raus. Ausserdem kann man die Einstellungen so anpassen, dass jeder Erstkommentar eines neuen Benutzers zuerst freigeschaltet werden muss.

Nervig bleibt es trotzdem, insbesondere, weil ich keine Lust habe, jedes Mal alle Kommentare, die im Spam gelandet sind, zu checken, ob nicht vielleicht doch ein “richtiger” Kommentar darunter ist. Sollte also mal ein Kommentar von euch nicht sichtbar werden – nun wisst ihr warum.

Leidet euer Blog auch unter dieser Spam-Seuche?

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