Oben angekommen?

Heute sollte er oben sein. Nach all den Strapazen und Entbehrungen sollte er oben ankommen.

Heute, am 5. Tag seit Aufbruch, und in etwa jetzt, wo dieser Beitrag online geht, sollte er den Gipfel erreicht haben. So sah es der Plan vor. Dass sich das Wetter, die Gesundheit und weitere unberechenbare Faktoren nicht an solche Vorgaben halten, liegt auf der Hand. Und mit der Brechstange erreicht man dort oben gar nichts. Es sind nur spärlich Informationen durchgerieselt, der Handy-Empfang basiert auf dem Zufalls-Prinzip. Ich vergizzle beinahe und hätte ihm so sehr gewünscht, dass er sich im Adrenalinschub des Gipfelerlebnisses suhlen kann.

Was immer sich dort oben heute abspielt, für mich zählt nur eines: Dass der liebe Bergler gesund runter kommt. Und ich endlich wieder etwas von ihm höre.

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Ausgerechnet Pilze!

Die Migros war schon immer sehr grosszügig, wenn es darum ging, Gutscheine zu verteilen. Gutscheine notabene, die einem zum Kauf eines bestimmten Produkts animieren sollen.

Meist erhalte ich einen Gutschein für günstigere Eier, Trockenfrüchte oder Paniermehl, wenn ich grad erst selbiges gekauft habe. Oder einen Gutschein für 20-fach Cumulus beim Kauf von Stielrosen. Das soll wohl heissen: Frau Flohnmobil, gönnen Sie sich mal wieder etwas Schönes.

Mit den Cumulus Vorteilscoupons soll aber auch zum Kauf von Produkten animiert werden, die sonst nicht im Einkaufswagen landen. Ich hab schon mal einen Gutschein für Katzenfutter erhalten!!!!!!!!! Das muss wohl noch in der Versuchsphase der Vorteilscoupons gewesen sein.

Ich durchblicke das System nicht. Nicht nur aufgrund der sonderbaren Auswahl der vergünstigten Produkte, sondern auch, weil die Rabatte unterschiedlich hoch ausfallen. Und es nicht bei jedem Einkauf einen solchen Coupon gibt.

Bei diesem Vorteilscoupon hat die Migros ohnehin in die falsche Kiste gegriffen,

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weil:

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Wer hier regelmässig mitliest, weiss, dass im Hause Flohnmobil die Pilze nicht im Supermarkt gekauft, sondern im Wald geholt werden.

Gartenprojekte (3)

Die Euphorie war einmal mehr gross, als wir dieses Pflänzchen in die Erde buddelten. Wir wussten, es würde ein Experiment werden.

Es gedieh.

Und gedieh.

Und gedieh dann irgendwie nicht mehr weiter.

Heute wissen wir, weshalb. Wir hatten das viele Kraut, das eine Süsskartoffel-Pflanze produziert, aufgebunden. Klettern ist aber in der DNA der Pflanze nicht vorgesehen. Sie schaffte es nicht mehr, ihre Triebe mit ausreichend Saft zu versorgen. Als wir sie Mitte Sommer vom Gerüst runter holten, trieb sie freudig und üppig aus.

Dann eine kalte Nacht. Gift für das empfindliche Pflänzchen.

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Mitgenommen wie es war, beschlossen wir heute, sein irdisches Dasein abzukürzen. Wir schnitten alles Kraut ab und begannen zu buddeln. Gaaaanz vorsichtig. Zum Vorschein kamen zuerst ein paar dicke Wurzeln. In der Tat sind die Süsskartoffeln, die nur ganz entfernt mit Kartoffeln verwandt sind, nichts anderes als verdickte Wurzeln.

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Die Buddlerei ging vorsichtig weiter. Da! Eine Knolle. Ich versuchte, sie freizulegen, sie ja nicht zu verletzen. Dabei kam ich mir wie eine Archäologin vor.

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Als der ganze Topf umgeackert war, hatten wir die Gewissheit: Zweieinhalb Knollen.

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Nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, dass der Setzling Fr. 6.85 gekostet hatte.

Aber wir haben einiges gelernt. Und werden es nächstes Jahr hartnäckig nochmals versuchen.

Ärger und Luftlöcher

Einem der besten Fitness-Center dieses Landes
würden neue Föns gut anstehen.

Mit diesen Worten verschaffte ich meinem Ärger Luft. Ärger darüber, dass die drei Föns in der Damen-Garderobe mittlerweile so ausgebrannt sind, dass sie sich von jedem durchschnittlichen Reisefönli abtrocknen lassen.

Im Fitness-Center brüstet man sich neuerdings damit, eine Qualifikation erhalten zu haben, die schweizweit erst sieben Mal verliehen wurde.

Ich schrieb den Satz auf einen Zettel und warf ihn in die Box “Wünsche und Anregungen”. Es wird wohl nicht viel nützen.

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Es isch emoool

So haben die Märchen angefangen, die Trudi Gerster in ihrem markanten Ostschweizer Dialekt erzählt hat.

Ob die Geschichte vom dummen Negerlein auch mit “es isch emoool” * anfängt, weiss ich nicht, denn ich habe keinen Plattenspieler, auf dem ich die Single noch anhören könnte.

Aber mit Sicherheit weiss ich, dass das Geschichtlich aus heutiger Sicht politisch nicht ganz korrekt ist. Egal wie es ausgeht.

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* es war einmal.