Du Fress-Sack, du!

Ich glaube, von mir behaupten zu dürfen, dass ich über ein gewisses Mass an Kreativität verfüge. Allerdings kommt diese Kreativität überwiegend in der Küche oder an der PC-Tastatur zum Tragen.

Beim Nähen dagegen, da hält sie sich in engen Grenzen, diese Kreativität. Wenn sie ausnahmsweise mal aufflackert, gilt es, sie sofort umzusetzen. Oder zu warten, bis der Anfall sich von alleine wieder legt.

Kürzlich hätte ich mich beinahe selber übertroffen. Aus einem alten Chuchitüechli nähte ich einen Fress-Sack. Und nicht nur das, ich hatte sogar die Musse, ihn zu “besticken”.

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Seine Feuertaufe wird der Fress-Sack über Ostern haben. Er ist aus einem Tüechli gefertigt, das noch aus den Beständen meiner Grossmutter stammt. Da ich die Liebe zu den Bergen von ihr geerbt habe, schliesst sich der Kreis auf wundersame Weise.

Es darf geschüttelt werden

Es ist so eine alte Gewohnheit von mir, die ich irgendwie nicht mehr los bringe. Sie stammt noch aus der Zeit, als ich zusammen mit meinem Mann über Wochen, Monate oder gar Jahre im Wohnmobil unterwegs war. Nicht immer brannte die Sonne vom Himmel und es war mitunter reichlich feucht in unserem mobilen Zuhause.

Als Folge davon verklumpte alles, was in Pulverform war. Streubouillon, Instantkaffee, Gewürze, Zucker. Bis heute kann ich keinen Gewürzstreuer öffnen, ohne in vorher kurz geschüttelt zu haben. Ich mache das automatisch, ohne zu überlegen. Auch nach Jahren noch.

Wer weiss, vielleicht kommt mir diese Fähigkeit eines Tages wieder zu Gute.

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Dörf’s no es Bitzeli meeh si?

“Gehen Sie oft barfuss? Da gibt es jetzt einen neuen Spray.” Sagt’s und schiebt mir eine kleine rosafarbene Spraydose über den Ladentisch. Das sei eine wirklich geniale Sache und dufte angenehm. Es bilde einen veritablen Schutzfilm um den Fuss. Zur Verdeutlichung öffnet die Kassierin eine Dose, sprayt sich ein wenig dieser flüssigen Socken auf den Unterarm und hält mir selbigen hin. Duftet – hm – wie ein Bazooka-Kaugummi. Ich bezweifle, dass die Duftnote am anderen Ende meines Körpers jemals meine Nase erreichen würde.

“Nein danke, ich gehe praktisch nie barfuss. Ich habe starken Fussschweiss und finde barfuss in geschlossenen Schuhen zu stecken ziemlich widerlich.”

Mit dieser Aussage liefere ich der Kassierin ein Verkaufsargument für eine weitere Spraydose, die auf dem Ladentisch prominent ausgestellt ist. “Damit können Sie Schuhe reinigen, oder auch nur die Sohlen. Es neutralisiert üble Gerüche und duftet angenehm frisch.”

Mir wird es langsam zu bunt. Bevor die Dame auch noch einen Imprägnierspray zu meinen neuen Schuhen anpreisen kann, kürze ich das Verfahren ab. Das fehlte gerade noch, dass ich ein paar Badeschlappen für 7.95 kaufe und für über 20 Stutz Zubehör!

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Jetzt reichts aber wirklich!

Eigentlich hatte ich meinen Wintermantel längst von der Garderobe zurück in die zweite Reihe, sprich in den Schrank, befördert. Ich war nicht mehr willens, ihn vor nächstem November nochmals anzuziehen.

Der Blick aus dem Fenster heute Morgen jedoch, er gab mir Recht, dass die Vernunft und ein kritischer Blick auf den Wetterbericht mitunter persönliche Wünsche ausstechen.

Meinen Wintermantel werde ich heute nochmals dankbar anziehen und garantiert bis zualleroberst zuknöpfen. Aber ab morgen ist dann wirklich Schluss mit diesem weissen Glumpp. Selbst ich mag keinen Schnee mehr sehen.

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Minenfeld Küche

Wer schon mal in einer fremden Küche gewirkt hat, der weiss, dass das Kochen schnell zur Nebensache verkommt. In erster Linie ist man nämlich am Suchen. Wo ist der Sparschäler? Gibt es einen Deckel zu diesem Topf? Waaas, kein frischer Muskat in der Gewürz-Schatulle?

Ich weiss, wovon ich rede. In meiner “Karriere” als Housesitter betätigte ich mich über Wochen hinweg in fremden Küchen. Notabene ohne die Eigentümer fragen zu können, was wo ist. Aber selbst wenn die Besitzer anwesend sind, ist kochen in fremden Küchen kein Selbstläufer. Auch nach mehreren Ma(h)len nicht.

Das schlimmste Minenfeld in einer Küche, das zeigt die jüngste Erfahrung, offenbart sich erst nach dem Essen. Dann nämlich, wenn man – versucht! – den Geschirrspüler einzuräumen. Da gibt es praktisch nichts, das man richtig machen kann. Wehe dem Teller, der sich erdreist, im falschen Gitter des Spülvorgangs zu harren!

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Da standen wir und staunten

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Soooo gross!

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Ich staune immer wieder, dass so etwas fliegen kann. Aber glaubt mir, der Kahn hob tatsächlich ab.

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Die Besichtigung des Flughafens mit unserer Wandergruppe war ein voller Erfolg. Nicht nur, weil es zeitlich passte, dass wir von der Terrasse aus den Abflug des grössten Passagierflugzeugs der Welt bestaunen konnten.

Zur Nachahmung empfohlen! Weitere Infos HIER.

Verwandtschaft unbestimmten Grades

Es ist doch schön, wenn man in dieser schnelllebigen Zeit auf Altbewährtes zurückgreifen kann.

Jedenfalls bin ich schüüüli froh, dass ich ohne grosse Umstände und Anprobieren zu einem neuen Paar Trekking-Schuhe gekommen bin. Gleiches Modell. Gleiche Grösse. Gleiche Freude. Und das nach geschätzt etwa 5 Jahren.

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Zugegeben, der nahe Verwandtschaftsgrad offenbart sich angesichts der Ausgelatschtheit und des damit einhergehenden veränderten Teints erst auf den zweiten Blick.

Von hohen Tieren und nicht ganz so hohen Bergen

Bis vor wenigen Jahren hatte ich unser Parlamentsgebäude noch nicht mal von aussen gesehen. Heute war ich drinnen. Und zwar im Rahmen einer Führung.

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Ausgerüstet mit Audiogerät und Ohrstöpsel gelangten wir nach der Sicherheitskontrolle zuerst in den Bereich der Eingangshalle, wo wir unter der hehren Bundeshaus-Kuppel im Angesicht der drei Eidgenossen den Worten unserer Führerin lauschten.

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Auf die Marmorbank zu Füssen der drei Eidgenossen durfte man sich ausgesprochen NICHT hinsetzen.

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Alsdann ging es weiter in den Ständeratssaal, wo wir Platz nehmen durften.

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Dann in den Nationalratssaal, wo ich mich fälschlicherweise im rechten Flügel platzierte.

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Und schliesslich in die hochdekorierte Wandelhalle.

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Die ganze Führung dauerte eine Stunde. Parallel dazu lief offenbar ein Staatsbesuch aus Liechtenstein ab. Unserer Führerin betonte mehrmals, dass es nicht üblich sei, bei solchen Anlässen öffentliche Führungen durchzuführen.

Wir verliessen das Bundeshaus nicht durch den Haupteingang, sondern wie wir gekommen waren durch den Besuchereingang und zeigten uns schwer beeindruckt vom Gesehen und Gehörten.

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Die vier Verbleibenden des Trüppchens machten sich mit einem mehr oder weniger grossen Loch im Bauch auf den Weg zum Berner Hausberg.

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Nachdem die Sache mit dem leiblichen Wohl abgehakt war, statteten wir dem Aussichtsturm einen kurzen Besuch ab und gingen im zunehmend kühler werdenden Wind ein kurzes Stück.

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Mit den ersten Regentropfen erreichten wir wieder die Gurtenbahn und liessen uns talwärts fahren.

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Vielen Dank, Beat für die Idee zu dieser patriotischen Besichtigungs-Tour. Es war genau das Richtige am heutigen Tag, wo wir gemäss Wetterbericht bereits mit dem Schirm in der Hand aufs Bundeshaus zu hätten schreiten sollen.

Mehr Fotos zu diesem Anlass gibt es unter diesem Link.

Ein Tag der Überraschungen

Ich geb’s zu, eine leise Ahnung hatte ich, was mich erwarten könnte an meiner Geburtstags-Überraschungs-Runde. Zumindest in kulinarischer Hinsicht. Das – notabene vegane – Badesalz und der Hinweis, ich würde vielleicht von einem Vorurteil abkommen, liess mich darauf schliessen, dass ich möglicherweise mit veganem Essen abgefüttert werden würde. Aber schön der Reihe nach.

Als erstes unternahmen wir einen Stadtspaziergang in Zürichs verrufenstem Quartier. Dieser bot Einblicke in Hinterhöfe, spezielle architektonische Perlen und dank Verkehrsberuhigung aufgewertete Siedlungen. Wir vier Frauen waren uns einig, dass dies ein sehr lohnenswerter Rundgang durch den Kreis 4 ist, insbesondere, wenn er ohne Männer durchgeführt wird, die die Runde einfach nur abspulen. Aber die veranschlagte Zeit reichte uns nie und nimmer.

Dennoch kamen wir pünktlich im Restaurant Marktküche an, wo meine Freundinnen einen Tisch reserviert hatten und wir in den Genuss eines fünfgängigen Überraschungs-Menus kamen. Was es dort zu essen gab war nicht nur sehr kreativ, alles andere als alltäglich und wie ein Kunstwerk angerichtet.  Oh nein, es schmeckte auch sehr gut.

Als krönenden Abschluss des Überraschungs-Tages durfte musste ich noch eins paffen. Und zwar keine Zigi, sondern eine Niele. Sehr stilgerecht am Rande der Bäckeranlage, wo sich seit jeher Alkis und Randständige treffen. Jetzt bin ich auch im hehren Kreis der Nielen-Qualmerinnen aufgenommen. Wäääk!

Herzlichen Dank an Rita, Eveline und Andrea für den gelungenen Tag. Es ist so wertvoll für mich, in eurem Kreis aufgenommen zu sein.

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Hier der Link zu den  sehr empfehlenswerten Stadtwanderungen durch Zürich.

Und das Restaurant Marktküche.