Unendlich lange haltbar

Ich war mal wieder die Erste und vermutlich Einzige, der es auffiel. Solche Sachen entgehen mir halt nicht.

Die meisten der Wandergruppe kauften wie ich auch so ein Plastik-Trückli. Gefüllt mit saumässig guten Mandel-Guezli. Gemäss unserer Reiseleiterin “die Besten von ganz La Gomera”. Nun, an diese Superlative hatten wir uns allmählich gewöhnt und nahmen sie nicht mehr ganz so ernst.

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Was jedoch ganz sicher ist, es sind die am längsten haltbaren Guezli von ganz La Gomera. Um genau zu sein sind sie sogar ewig haltbar. Ich wüsste jedenfalls nicht, wann der 30. Februar kommen sollte.

Dazu eine ganz ähnliche, wenn auch weniger harmlose Geschichte.

Neulich im Fitness-Center

Da lag etwas. Es gehörte nicht dorthin. Von weiblicher Neugierde getrieben schaute ich genauer hin. Ach so, ein Akku am Strom. Hmmm.

Nun ist es ja ein Widerspruch in sich, wenn man mit dem E-Bike ins Fitness-Center fährt. Allerdings dürfte ich dann dort gar nie mehr hin, fahre ich doch meist mit dem Auto oder mit ÖV. Bestimmt jedoch nicht aus eigener Kraft.

Na jedenfalls fand und finde ich es ziemlich dreist, wenn man die (Haartrockner-)Steckdose missbraucht, um daheim Strom zu sparen. Es kann mir niemand weis machen, dass die Betroffene gerade noch mit dem letzten Hauch Strom das Fitness-Center erreichen konnte. Und rein zufällig das Ladekabel dabei hatte .

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Wo ist die Ferienlaune hin?

Ich habe heute zum Kaffee das Edelweiss Biberli vertilgt, das auf dem Heimflug verteilt wurde.

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Mag sein, dass es die meisten Passagiere auf 11’000 Metern Höhe gegessen haben. Ich habe es als nette Geste entgegengenommen und in den Rucksack gesteckt.

Beim Kauen musste ich feststellen, dass der Ferieneffekt bereits verpufft ist.

Wen wundert’s beim gegenwärtigen Huddelwetter!


Wandern mit den Kanarienvögeln

Wie angedeutet war ich (einmal mehr) eine gute Woche auf Wanderschaft. Diesmal in weiter Ferne, auf La Gomera.

Die zweitkleinste der kanarischen Insel würde locker auf einer Landeskarte 1:50’000 Platz finden. Wäre sie von unserer Landestopografie vermessen worden, sähe man entsprechend gut, dass sie aus über 50 Schluchten (“Barrancos”) besteht, die sternförmig von der Mitte aus gen Meer ziehen. Nur im Zentrum ist La Gomera grün, weil dort die Passatwolken für Feuchtigkeit sorgen. Sehr anschaulich wird dies anhand dieses Reliefs. Die roten Striche stehen für die wenigen, dafür umso kurvenreicheren Strassen, die immer übers Zentrum führen. Entsprechend sassen wir jeden Tag für eine Stunde oder auch mehr im Bus (pro Weg!), was mitunter etwas mühsam wurde, sich aber nicht vermeiden lässt, will man die Insel erkunden.

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Auf sechs offiziellen und einer inoffiziellen Wanderung führte uns unsere Reiseleiterin durch die schönsten Gegenden der Insel.

Hier ein Querschnitt aus mehreren hundert Fotos:

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Letztes Jahr war ich auf La Palma, das grösser und grüner als La Gomera ist. Es wäre falsch, die beiden Inseln gegeneinander in die Waagschale werfen zu wollen. Jede hat ihren besonderen Reiz.

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Bye-bye, La Gomera! Es hat mir gefallen, dich zu erwandern, aber mich wirst du wahrscheinlich nicht mehr sehen. Es gibt auf dieser Welt noch zu viel zu entdecken.

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Hängende Pinsel

Es ist immer wieder erstaunlich, was man alles so sieht, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

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Auch wenn man mitunter seinen eigenen Augen kaum zu trauen wagt.

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Die Maler so am Seil runter zu lassen ist offenbar billiger, als ein Gerüst aufzustellen.

Nostalgie in Papierform

Früher war ES das Mass aller Dinge. Ich behaupte sogar, ES stand in vielen Haushaltungen. Und man konnte damit umgehen. Zugegeben, es konnte zur Zeit raubenden Angelegenheit werden. Aber mit etwas Routine war es im Idealfall im wahrsten Sinn des Wortes zielführend. Sofern man eine derart kleine Schrift zu entziffern vermochte und willens war, zig mal vor- und rückwärts zu blättern, sich mit Zeichenerklärungen, Wochen- und Feiertagen und zahllosen Abkürzungen auseinanderzusetzen.

Im Zeitalter von Smartphones ist dieses Teil ziemlich in Vergessenheit geraten. Und doch, es gibt ES immer noch.

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Man stelle sich bloss vor, man müsse damit eine Zugsverbindung heraussuchen! Obschon, ich traue mir das durchaus zu. Das aktuelle Kursbuch ist offenbar doppelt so gross wie früher, demnach dürfte auch die Schrift grösser seniorengerecht ausgefallen sein. Und Hand aufs Herz, wer ausser Senioren und Smartphone-Verweigerer würde sich diesen Schunken antun?

Soooo viel Brot!

Als erstes wurden wir alle neu eingekleidet. Chic, nicht?

Dann begann – nach einer standesgemässen Runde Kafi und Gipfeli – der Betriebsrundgang durch die Produktion. Der Steiner-Beck ist, gemäss eigenen Angaben, nach den industriellen Grossbäckereien von Migros und Coop, die grösste Bäckerei des Landes. Wir kamen vorbei an hunderten von Zöpfen, frisch gebackenen Berlinern, ein paar Quadratmetern Cremeschnitten, an mannshohen Backöfen, filigranen Confiserie-Artikeln und einem Sternenmeer von Mailänderli.

Es war sehr eindrücklich, zu sehen, wie das alles gefertigt wird und wir erhielten eine leise Ahnung, was es alles braucht, um einen derart grossen Betrieb (mit mittlerweile 25 Filialen) am Laufen zu halten. Das überaus grosszügige Bhaltis am Schluss war das Tüpfchen auf dem I.

Wer sich für eine solche Besichtigung interessiert: Jeden 1. Mittwoch im Monat führt Bernhard Steiner höchstpersönlich eine Gruppe von 20 Personen durch die riesigen Anlagen.

Weitere Infos zu den kommenden Besichtigung gibt es HIER.
Und Bilder zur Besichtigung und anschliessenden Wanderung übers Rosinli nach Bauma HIER.