Das Zweierpack

Unserer fünfköpfigen Wandergruppe wurden drei Doppelzimmer zur Alleinbenützung und ein Doppelzimmer für den Bergler und mich zugewiesen.

In den Doppelzimmern zur Alleinbenützung waren jeweils zwei Betten zusammengerückt. In unserem Zimmer dagegen wurden die beiden Betten voneinander geschoben, säuberlich und sittsam getrennt durch den Nachttisch.

Das muss man ja nicht zwingend nachvollziehen können. Oder ist das das, was man in Italien unter einem Ehebett versteht?

Abnehmen für Fortgeschrittene

Es gäbe wohl weniger dicke Leute, sagte der Bergler nach einer ausgiebigen Tour durch den steilen Bergwald, wenn jeder zuerst drei Stunden laufen müsste, um sein Nachtessen zu finden.

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Und wenn die Eierschwämmli – wie heute – auf den Felsen wachsen, ist das nötige Pensum an Dehnungsübungen auch gleich absolviert.

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En Guete!

Scheibchenweise

Man sieht allerhand im Zusammenhang mit Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. Es war mir in den letzten Wochen und Monaten trotz diverser Einschränkungen mehrfach vergönnt, in Hotels zu übernachten. In Sachen Frühstücksbuffet habe ich da Diverses angetroffen.

Es reichte von zeitlicher Staffelung der Frühstücksgäste über Desinfektionsmittel am Anfang des Buffets (nicht immer sind die Räumlichkeiten derart, dass ein Anfang ersichtlich ist,) über vorgeschnittenes, abgepacktes Brot direkt am Tisch bis hin zu Plexiglasscheiben, unter/hinter denen Birchermüesli, Käse und Co. geschützt waren.

Alles Massnahmen, die Sinn machen und nachvollziehbar sind. Allerdings sei mir die Frage erlaubt, weshalb die Birchermüesli-Portionen einzeln in der Kühle stehen, damit man nur sein Gläsli anfassen muss, während das Messer zum Brot schneiden allgegenwärtig auf dem Holzbrett liegt. Vom Brot, das anzufassen sich trotz bereitgestellter Stoffserviette nicht völlig vermeiden lässt, ganz zu schweigen.

Den allergrössten Blödsinn habe ich kürzlich erlebt. Ich lasse bewusst den Namen des Hotels weg, denn die Betreiber haben es dort ohnehin nicht leicht. Aber wenn jede Salamischeibe einzeln vakuumiert ist, während man das Brot selber schneiden muss, vermisse ich schon die vielbemühte Prise gesunden Menschenverstands.

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Alternativprogramm gesucht!

Im vergangenen Monat waren der Bergler und ich viel unterwegs. Noch mehr als sonst, bin ich versucht zu sagen. 

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Ich habe mir mal erlaubt, eine kleine Statistik zu erstellen. Einfach so. Eigentlich sinnlos. Aber ich liebe solche Zahlen(Spiele).

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Insgesamt 14 Wanderungen haben wir unternommen. Dabei sind wir 180 km weit gelaufen, haben 10’300 Höhenmeter im Aufstieg und 11’600 im Abstieg bewältigt. Das hat uns – reine Wanderzeit und nur geschätzt – 60 Stunden lang beschäftigt.

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Nicht in dieser Statistik enthalten ist der rein ideelle Wert. Die Energie, die uns solche Touren verleiht. Die Freude, die wir dabei empfinden. Die Kameradschaft, die sich auf keine Art und Weise in Zahlen fassen lässt.

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All das macht wandern zu einem der schönsten Hobbys, das ich mir vorstellen kann. Doch nun ist es Zeit, auch wieder mal was anderes zu machen. Beispielsweise Pilze zu sammeln, unsere neuen Velos zu bewegen. Und zu warten, bis es endlich wieder besseres Wetter gibt, um zu wandern….

Beweisstück Unterhose (3)

Der grosse Tag war da. Die Unterhose war zwei Monate im Boden und musste ausgegraben werden. Ohne die Markierung hätte ich die Grabstätte wohl kaum mehr gefunden.

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Auch dieses Mal ging ich – sonst nicht so meine Sache in Gartenangelegenheiten – äusserst sorgfältig ans Werk. Prompt stach ich mit dem Schäufelchen in das, was die Bodenlebewesen noch von der Unterhose übrig gelassen hatten. Und das war tatsächlich nicht mehr allzu viel.

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Experiment gelungen? Ich glaube schon, ja. Nun werden die spärlichen Überreste und die sechs Teebeutelchen getrocknet und zusammen mit der Bodenprobe und der ersten Unterhose zurück an die Uni geschickt. Dort werden sie genauso wie die anderen 1’000 Studienobjekte ausgewertet. Irgendwann werde ich an dieser Stelle berichten können, was bei all diesen unterirdischen Unterhosen rausgekommen ist.


Beweisstück Unterhose (2)

Bereits sind 38 Tage ins Land gezogen, seit der Bergler und ich die zwei Paar Unterhosen samt je sechs Teebeuteln im Garten verscharrt hatten. Höchste Zeit also, die erste Unterhose auszugraben! Wer den Einstieg damals verpasst hat, kann sich bei diesem Blogbeitrag schlau machen.

Zuerst galt es, einige Brennnesseln aus dem Weg zu räumen.

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Danach stand einem sorgfältigen Ausgraben nichts mehr im Weg. Schäufelchen um Schäufelchen entfernte ich die Erde, wohl darauf bedacht, das Textil nicht zu beschädigen und Ausschau nach den sechs Teebeuteln zu halten.

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Es kamen Regenwürmer zum Vorschein, Maden, Käfer, Steine, Tonscherben und selbst das eine oder andere Teebeutelchen.  Nach einem Akt, der Archäologen bekannt vorkommen dürfte, hatte ich das einst weisse Unterhöschen freigelegt.

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Wie mir scheint, waren unsere Bodenlebewesen eher etwas faul. Zwei durchgehende Löcher je oben am Bund und einige weitere kleine Frassstellen. Naja, solch zerlöcherte Unterhosen würde wohl dennoch niemand mehr tragen wollen. Erstaunlich, dass sie nicht brauner wurden. Auf der offiziellen Website wurden Bilder von Unterhosen hochgeladen, die wesentlich schmutziger und mehr zersetzt sind. Auch die Teebeutel fand ich letztlich alle. Sie sehen noch ziemlich intakt aus.

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Eigentlich bin ich etwas enttäuscht. Da unser Boden nie gedüngt oder mit Pestiziden behandelt wird, hätte ich gedacht, dass die Bodenlebewesen aktiver sind. Bestimmt spielte die Witterung auch eine Rolle. Es war insgesamt eher trocken. Mal schauen, wie die zweite Unterhose dann aussieht.

Die perfekte Lüge

Verkäuferin im Modeladen: “Ooooh, das ist das erste Mal, dass ich dieses Kleidchen an jemandem sehe. Herzig.”

Kundin: “Ja, die Farbe hat mir gefallen.”

Verkäuferin: “Es steht Ihnen sehr gut.”

Kundin: “Es ist in Grösse XL; vielleicht etwas gar gross?”

Verkäuferin: “Nein, das ist perfekt.”

Kundin: “Ja ich weiss nicht recht.”

Ich drehe mich um, sehe eine korpulente, ältere Frau in einem geblümten Schlabber-Kleid und frage mich, wo man so unverschämt lügen lernt.