Alternativprogramm gesucht!

Im vergangenen Monat waren der Bergler und ich viel unterwegs. Noch mehr als sonst, bin ich versucht zu sagen. 

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Ich habe mir mal erlaubt, eine kleine Statistik zu erstellen. Einfach so. Eigentlich sinnlos. Aber ich liebe solche Zahlen(Spiele).

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Insgesamt 14 Wanderungen haben wir unternommen. Dabei sind wir 180 km weit gelaufen, haben 10’300 Höhenmeter im Aufstieg und 11’600 im Abstieg bewältigt. Das hat uns – reine Wanderzeit und nur geschätzt – 60 Stunden lang beschäftigt.

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Nicht in dieser Statistik enthalten ist der rein ideelle Wert. Die Energie, die uns solche Touren verleiht. Die Freude, die wir dabei empfinden. Die Kameradschaft, die sich auf keine Art und Weise in Zahlen fassen lässt.

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All das macht wandern zu einem der schönsten Hobbys, das ich mir vorstellen kann. Doch nun ist es Zeit, auch wieder mal was anderes zu machen. Beispielsweise Pilze zu sammeln, unsere neuen Velos zu bewegen. Und zu warten, bis es endlich wieder besseres Wetter gibt, um zu wandern….

Beweisstück Unterhose (3)

Der grosse Tag war da. Die Unterhose war zwei Monate im Boden und musste ausgegraben werden. Ohne die Markierung hätte ich die Grabstätte wohl kaum mehr gefunden.

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Auch dieses Mal ging ich – sonst nicht so meine Sache in Gartenangelegenheiten – äusserst sorgfältig ans Werk. Prompt stach ich mit dem Schäufelchen in das, was die Bodenlebewesen noch von der Unterhose übrig gelassen hatten. Und das war tatsächlich nicht mehr allzu viel.

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Experiment gelungen? Ich glaube schon, ja. Nun werden die spärlichen Überreste und die sechs Teebeutelchen getrocknet und zusammen mit der Bodenprobe und der ersten Unterhose zurück an die Uni geschickt. Dort werden sie genauso wie die anderen 1’000 Studienobjekte ausgewertet. Irgendwann werde ich an dieser Stelle berichten können, was bei all diesen unterirdischen Unterhosen rausgekommen ist.


Beweisstück Unterhose (2)

Bereits sind 38 Tage ins Land gezogen, seit der Bergler und ich die zwei Paar Unterhosen samt je sechs Teebeuteln im Garten verscharrt hatten. Höchste Zeit also, die erste Unterhose auszugraben! Wer den Einstieg damals verpasst hat, kann sich bei diesem Blogbeitrag schlau machen.

Zuerst galt es, einige Brennnesseln aus dem Weg zu räumen.

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Danach stand einem sorgfältigen Ausgraben nichts mehr im Weg. Schäufelchen um Schäufelchen entfernte ich die Erde, wohl darauf bedacht, das Textil nicht zu beschädigen und Ausschau nach den sechs Teebeuteln zu halten.

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Es kamen Regenwürmer zum Vorschein, Maden, Käfer, Steine, Tonscherben und selbst das eine oder andere Teebeutelchen.  Nach einem Akt, der Archäologen bekannt vorkommen dürfte, hatte ich das einst weisse Unterhöschen freigelegt.

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Wie mir scheint, waren unsere Bodenlebewesen eher etwas faul. Zwei durchgehende Löcher je oben am Bund und einige weitere kleine Frassstellen. Naja, solch zerlöcherte Unterhosen würde wohl dennoch niemand mehr tragen wollen. Erstaunlich, dass sie nicht brauner wurden. Auf der offiziellen Website wurden Bilder von Unterhosen hochgeladen, die wesentlich schmutziger und mehr zersetzt sind. Auch die Teebeutel fand ich letztlich alle. Sie sehen noch ziemlich intakt aus.

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Eigentlich bin ich etwas enttäuscht. Da unser Boden nie gedüngt oder mit Pestiziden behandelt wird, hätte ich gedacht, dass die Bodenlebewesen aktiver sind. Bestimmt spielte die Witterung auch eine Rolle. Es war insgesamt eher trocken. Mal schauen, wie die zweite Unterhose dann aussieht.

Die perfekte Lüge

Verkäuferin im Modeladen: “Ooooh, das ist das erste Mal, dass ich dieses Kleidchen an jemandem sehe. Herzig.”

Kundin: “Ja, die Farbe hat mir gefallen.”

Verkäuferin: “Es steht Ihnen sehr gut.”

Kundin: “Es ist in Grösse XL; vielleicht etwas gar gross?”

Verkäuferin: “Nein, das ist perfekt.”

Kundin: “Ja ich weiss nicht recht.”

Ich drehe mich um, sehe eine korpulente, ältere Frau in einem geblümten Schlabber-Kleid und frage mich, wo man so unverschämt lügen lernt.

Wohin damit?

Lidl gehört nicht mehr zu den Läden, die ich regelmässig aufsuche. Das hat nicht nur damit zu tun, dass ich Migros und Coop einfach zu Fuss erreiche, während ich zu Lidl das Auto bräuchte oder einen Marsch ins Industriegebiet auf mich nehmen müsste.

Dennoch ist es manchmal ganz kurzweilig, sich den chinesischen Qualitäts-Schrott anzuschauen, der dort verkauft wird. Und zugegeben, Lebensmittel sind günstiger als bei Migros und Coop.

Das war vielleicht auch der Grund, weshalb wir damals dieses Viererpack Bio-Äpfel kauften. Mittlerweile sind sie gegessen und der Bergler wollte die Verpackung entsorgen. Und erlebte dabei eine Überraschung. Auf dem vermeintlichen Karton steht “Diese Schale besteht aus Graspapier”. Stirnrunzeln. Graspapier? Haben wir noch nie gehört. Völlig uneins, wie das Teil nun artgerecht entsorgt werden soll, wandten wir uns in unserer grossen Not an Lidl.

Noch steht die Antwort aus. “Aufgrund der aktuellen Lage sind unsere Kapazitäten eingeschränkt. Wir erhalten aktuell sehr viele Anfragen und versuchen diese zeitnah zu beantworten.”  Der Bergler und ich müssen weiterhin rätseln, ob wir das Stückchen Irgendwas ins Altpapier geben sollen, in die Kartonsammlung oder der erstbesten Kuh verfüttern.

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Begegnung am Wegesrand

Ich suche nie Morcheln. Aber ab und zu finde ich welche. So wie diese zwei heute, die direkt am Wegrand standen.

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Hätte ich mich noch etwas länger umgeschaut – wer weiss…

Da der Bergler Morcheln – im Gegensatz zu all den anderen Pilzen, die wir im Herbst nicht nur finden, sondern aktiv suchen – nicht schätzt, blieb die kulinarische Köstlichkeit mir vorbehalten.

Ich habe die zwei Morcheln (wen es interessiert: zusammen 35 Gramm) fein aufgeschnitten und in etwas Butter gedünstet, danach zusammen mit Salat gegessen.

Beweisstück Unterhose (1)

Dem Bergler schien es irgendwie nicht ganz wohl bei der Sache. Er erwägte allen Ernstes, die Mission in der Nacht zu erledigen. Er wollte nicht vor den Nachbarn als – na was eigentlich, durchgeknallt vielleicht? – darstehen.

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Wir erledigten es dann trotzdem am helllichten (Sonn)Tag und niemand hat uns – jedenfalls bis jetzt – in die Klapsmühle einliefern lassen. Immerhin haben wir im Dienste der Wissenschaft gehandelt ….

…. und UNTERHOSEN eingegraben.

Ja, Unterhosen vergraben! Zwei Paar Baumwoll-Unterhosen in Bio-Qualität sollen Aufschluss geben über die Qualität unseres Bodens. Für diese schweizweite Studie vergraben in diesen Tagen noch weitere 999 Durchgeknallte nach genauer Anleitung zwei Paar (ungebrauchte!) Unterhosen und 12 Teebeutel.

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In einem Monat sollen wir das erste Paar Unterhosen samt sechs Teebeuteln wieder sorgfältig ausgraben und trocknen lassen. Einen weiteren Monat später dasselbe Procedere mit dem zweiten Paar. Und dann wird alles zurückgeschickt an die Uni Zürich. In der Zwischenzeit sollen die Bodenlebewesen fleissig sein und sich über die Unterhosen her machen, sodass im Idealfall am Schluss nur noch das Gummiband und die Nähte übrig sind. Man darf gespannt sein.

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Und wer immer noch glaubt, wir seien durchgeknallt, hat vielleicht nicht ganz unrecht, kann sich jedoch hier vergewissern, dass es das Projekt tatsächlich gibt.

Ein seltsamer Winter

Es bahnte sich an, dass der Winter 20/21 irgendwie komisch werden würde. Von Anfang an war mir klar, dass ich mich nicht mit einer Gesichtsmaske auf die Skipiste begeben würde. Gleichermassen unwillig war ich, irgendwo am Pistenrand schlotternd eine Bratwurst zu verdrücken, nur weil die Restaurants nicht geöffnet haben durften. So wurde der vergangene Winter zumindest in Sachen Pistenskifahren eine Nullnummer.

Nichts desto trotz lag vor der Haustüre im Dezember derart viel Schnee, dass der Bergler und ich uns am 7.12. aufmachten für die erste Skitour.

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Es sollten noch deren 9 folgen in der näheren Umgebung, meist begleitet von eher bescheidenen bis katastrophalen Schneeverhältnissen.

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Ein Highlight der besonderen Art war die Skitour aufs Stöcklichrüz mit Abfahrt nach Lachen. Ich weiss nicht, ob diese Tour mit einer Abfahrt fast bis ans Ufer des Zürichsees in meinem Leben nochmals möglich wird.

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Das Saison-Finale in Bivio letzte Woche war gekennzeichnet von hochwinterlichen Verhältnissen. Am ersten Tag leichter Schneefall und unerwartet viel Neuschnee am Piz Campagnung.

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Am zweiten Tag traumhafte Verhältnisse für die Besteigung des Roccabella.

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Und am dritten Tag eine absolut begeisternde Pulverschneeabfahrt (so spät im Jahr!!!!) vom Crap da Radons.

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Das war also mein Winter. Halt, nicht ganz! Denn es gab auch noch diverse Schneeschuh-Touren.

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Aber jetzt reichts wirklich. Und ich freue mich auf den Frühling.