In die Verlängerung

Die Freunde am Bahnhof abgegeben.

Das Wetter vom Allerfeinsten.

Das ruft nach einer Verlängerung.

Der Blog-Beitrag über meine Premiere als Wanderleiterin bei Wandern mit Freunden muss noch warten. Frau Flohnmobil fröhnt weiterhin ihrem Hobby.

Geburtenkontrolle

Sie hat einen grossen Vermehrungsdrang. Einen sehr grossen sogar. Es geht genau genommen um das Überleben ihrer Gattung. Aber ich muss sie in die Schranken weisen. Jahr für Jahr. Schliesslich bin ich der Chef.

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Würde ich ihr nicht jeden Frühsommer ein paar Ohren abzwicken, hätte sie schon lange keinen Platz mehr im ihr zugedachten Winterquartier.

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Und so musste der Star meiner Kakteen-Sammlung, meine Diva, einmal mehr unters Messer. Je früher im Sommer man das macht, desto besser verheilen die Narben.

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Sorry, liebe Santa Rita.

Echli stolz

Habe ich euch eigentlich schon mal von unserer neuen Website erzählt?
Von all den Stunden, die wir dafür investiert haben?
Von unseren rauchenden Köpfen?
Von den zahlreichen kleinen Ungereimtheiten, die es in der Versuchsphase auszumerzen galt?
Mit nur einem Ziel:

Wandern mit Freunden.

Und genauso heisst sie.

www.wandern-mit-freunden.ch

Ja, ich finde, sie ist gelungen, unsere neue Website. Darauf dürfen wir alle Drei echli stolz sein. Aber schaut doch selber. Der Rest erklärt sich von alleine.

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Unerwarteter Geldsegen

Kürzlich schied mein Mail-Provider folgendes Mail als Spam aus.

Hallo Lieber,
ich habe eine Spende von 4.600.000,00 Euro, die ich Ihnen geben möchte, um den Armen und Waisen in Ihrer Gemeinde zu helfen …
Bitte antworten Sie für weitere Details, um meine Spende zu erhalten

Grüße

Nelma Ruaan

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Ich überlege mir nun ernsthaft, ob ich das Finanzamt unserer Gemeinde informieren soll – oder ob es doch eine Ente ist.

PS: Interessant finde ich nicht nur den Betrag, sondern auch die Stellen hinter dem Komma…

Madeiras letztes Geheimnis

Beim Durchsehen meiner 600 Madeira-Fotos ist mir eines aufgefallen, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Um ehrlich zu sein, sah ich schon beim Knipsen vor meinem geistigen Auge den Blog-Beitrag entstehen.

Meine Frage an euch: Was stellen diese Buchsbaum-Skulpturen dar?

Unsere Wandergruppe war sich nicht ganz einig.

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Und um alle Zweifel zu beseitigen, das Ganze noch aus einer anderen Perspektive.

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Also: Was seht ihr da?

Mein Schatzkästchen

Mein Mann war ein Mensch der Taten und Worte. Kein Theoretiker. Von unbarmherzigen Umständen in seiner Jugendzeit geprägt, stand er mit beiden Beinen im Leben. War sehr nüchtern. Zu meinem Leidwesen nur bedingt romantisch. Lesen und Schreiben war ausserhalb des beruflichen Alltags nicht so sein Ding. Nur in den Anfängen unserer Beziehung schrieb er mir. Dafür fast täglich.

Diese Briefe, Karten, Zitate, ironischen “Vermisstanzeigen”, sie alle habe ich aufgehoben. In einer Schachtel, die mein Mann mir mal als Geschenk von einer Geschäftsreise nach Paris mitbrachte.

Als wir nach einem halben Jahr zusammenzogen, kam der Postfluss abrupt zum Stoppen. Fortan bedurfte es besonderer Anlässe, damit ich in den Genuss einiger Zeilen kam.

Die Karte zu meinem 31. Geburtstag hatte mein Mann selber gestaltet. Er verwendete damals Rubbelbuchstaben (weiss jemand hier überhaupt noch, was das ist?) und schrieb mir in geschwungenen Lettern diesen Satz, der mich noch immer tief berührt und trotz der ganzen Nüchternheit, die mein Mann für Aussenstehende mitunter ausstrahlte, seine tiefe Liebe zu mir zum Ausdruck brachte.

Du bist meine Lebensquelle.
Ich trinke von Dir und bin ewig durstig.

Heute wäre unser 20. Hochzeitstag.

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Ameisen im Kuchen!!!

Ja, die Anpreisung machte nachdenklich. Aber angesichts des leckeren Angebots an Früchtekuchen mochte sich auf der kürzlich erfolgten Wanderung niemand für einen Ameisenkuchen begeistern. Und nachgefragt, was da drin sei – so wichtig erschien das damals nicht – hat auch niemand.

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Die Spekulationen schossen erst als Blog-Kommentare ins Kraut. Was haben Ameisen in einem Kuchen verloren? Sind sie die süsse Antwort auf Mehlwurm-Burger?

Aufschluss liefert einmal mehr das Internet. Und dieses hat mich – auch mit einer diskreteren Suchmaschine als Google – ziemlich zielgerichtet auf den unverwüstlichen Dr. Oetker gebracht. Dort gibt es entsprechendes Rezept. Mit Ameisen in Form von Schoggi-Streuseln.

Gross und doch nicht das Grösste

Es gibt zwei Buchstaben, bei denen gerät jeder Madeirenser in Ektase.

C . R .

Vielerorts sind diese zwei Buchstaben zu sehen. An Hotels, Bars, Museen. Jeder scheint zu wissen, wofür sie stehen. Und ist stolz darauf.

Hm. Die zwei Buchstaben, sie stehen für Madeiras berühmtesten Sohn. Der in einer überlebensgrossen Statue am Hafen Funchals verewigt wurde.

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Doch ganz ehrlich, was kümmert mich dieser schnöde Fussballer, wenn es auf Madeira so geile Wanderwege gibt.

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17A

Es dauerte lange, sehr lange, genau genommen fast bis zur letzten Minute, bevor ich einen Nachbarn erhielt. Ich sah ihn von weitem und wusste: Das Unheil naht. Als er auf meiner Höhe sein Handgepäck versenkte, rutschte sein T-Shirt in der Grösse Einmann-Zelt hoch und gab einen Blubberbauch frei. Igitt!

Mir wurde bange. Wenn dieser Sumo-Ringer sich unmittelbar neben mir nieder liess, würde es eng werden. Denn genau genommen passte er nie und nimmer in einen einzelnen Sitz rein. Weder in der Länge und erst recht nicht in der Breite.

Der Koloss liess sich plumpsen. Glücklicherweise blieb zwischen uns ein Sitz frei. Doch diesen nahm er bis zur Hälfte in Beschlag. Als das Frühstück serviert wurde, klappte er das Tischchen neben sich runter. Quer zu essen erwies sich aber für den Fleischberg als zu beschwerlich. So klappte er das Tischchen vor sich runter, hievte seine Wampe drauf und auf den bescheidenen Streifen Platz, der noch blieb, stellte er das Tablett. Das alles betrachtete ich mit einer nicht zu geringen Portion Abscheu, während ich noch locker Platz hatte, eine Serviette in meinem Schoss zu entfalten, bevor ich mich über mein Frühstück hermachte.

Dieses widerliche Geschöpf neben mir, das der Kategorie Ü150 angehört, verbrachte die Reise mehr oder weniger quer zur Flugrichtung. Und zu seinem grossen Übel musste die halbe Portion von Sitz 17A auch noch vor der Landung aufs Klo. Wie unsensibel!

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