Die Baumwanderung

Ab Unterwasser führt die Wanderung von gestern schnurstracks zu  den Thurfällen. Die Thur kommt hier als harmloses Wässerchen daher.

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Hinten in der Schlucht allerdings da rauscht es, auch wenn es angeblich gar nicht sooo viel Wasser hat.

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Nix Paparazza…

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… ich will nur dieses Prachtsexemplar von einem Seidelbast fotografieren, der sich oben an der Schlucht angesiedelt hat. Schliesslich ist es der erste, den ich dieses Jahr zu Gesicht bekomme.

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Wir verlassen die Schlucht und nehmen beiläufig zur Kenntnis, dass hier mal ein Sturm gewütet haben muss. Wie hätten wir auch ahnen können, dass sich uns dieses Ereignis bis am Abend noch ziemlich nachhaltig einprägen wird.

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Wir gehen unbehelligt weiter. Über geschotterte Wege,

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mit Blick auf den Säntis und die Wiesen, auf denen der Mist ausgetragen wurde.

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Es lässt sich nicht vermeiden, dass wir auf asphaltierten Strassen gehen. Die Autos nerven mitunter.

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Die Alternative zu Asphalt sind matschige Wiesen, Schneefelder, Dreck

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und ganze Wiesen voller blühender Krokusse.

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Gute Ideen bedürfen Redner in guten Positionen.

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Nach der Mittagspause wird’s ruppig. Sturm Burglind hat hier ganze Arbeit geleistet. Immer wieder müssen wir uns über, unter und neben umgefallenen Tannen den Weg bahnen.

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Nicht alle Schneefelder lassen sich umgehen.

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Am Ende dieses Schneefeldes wartet ein weiteres, steiles Schneefeld, das wir mehr oder weniger in der Diretissima überwinden. Der nicht ausmachbare Weg führt vermutlich in einem weiten Bogen drum herum.

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Es fehlt nicht an Show-Einlagen.

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Der absolute Brüller ist dieses Video (aber vermutlich nur, wenn man selber mit vor Ort war).

Während sich ein Teil der Gruppe noch mehr oder weniger vorsichtig auf dem Schneefeld nach unten hangelt, habe ich schon die nächsten Blumen entdeckt. Wie hübsch ist das denn!

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Wir glauben, nun das Schlimmste hinter uns zu haben und freuen uns am Bergweg.

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Es wird heute keine Mühe gescheut, um selbst auf etwas absonderliche Vorlieben einzugehen.

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So wird auch die dringend nötige Versorgung mit Sonnencreme sichergestellt.

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“So, jetzt no de lingg Arm.”

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Selbstverständlich haben wir die Badewanne nicht mitten im Weg stehen lassen!

A propos Weg, der bleibt weiterhin abenteuerlich,

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auch wenn das eine oder andere gut passierbare Stück dazwischen liegt.

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Der Sturm hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Mitgezählt hat niemand von uns, aber es dürften an die zwanzig Bäume gewesen sein, die uns den Weg versperrt haben. Die einen Bäume, wie diese mächtige Tanne, sind ohne gross den Kopf einziehen zu müssen passierbar.

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Andere müssen umständlich überklettert werden. Und jeder von uns stellt sich früher oder später die bange Frage, ob wir auf ein Hindernis treffen werden, das uns zur Umkehr zwingt.

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Zur Abwechslung mal ein Laubbaum. Dieser ist dann auch tatsächlich unser letztes Hindernis des Tages, sieht man mal von dem Lawinenkegel ab, den wir noch überqueren müssen.

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Geschafft! Kein Wald mehr zu queren. Keine Lawinenkegel. Wir können unsere volle Aufmerksamkeit auf den bevorstehenden Besuch im Café Zieler lenken.

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Nomal es Blüemli. Diesmal Goldsterne.

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Was für eine Enttäuschung, Zieler hat Betriebsferien! Kein Wort davon im Internet, das wir noch konsultiert hatten. Als eher schwacher Trost muss ein Glacé vom Kiosk in Nesslau herhalten. Dabei hätten wir uns angesichts diverser akrobatischer Einlagen wahrlich etwas Edleres verdient!

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Die Wanderung wäre in vier Stunden zu schaffen. Aber erst wieder, wenn das Sturmholz beseitigt ist. Was noch eine Weile dauern dürfte. Wir sind rund fünf Stunden rumgeturnt.

Mein Dank gebührt Barbara für die gute Idee und Organisation dieser Wanderung und allen Mitwanderern für den lustigen Tag.

Mehr Informationen und Bilder zu diesem unvorhergesehenen Abenteuer gibt es HIER.

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Gedanklich schon im 3. Stock

Schiffli fahre scheint derzeit hoch im Kurs zu sein. Bevor wir lostippeln, überqueren wir das Schwäbische Meer mit der Autofähre.

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Friedrichshafen präsentiert uns seine Sonnenseite.

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Ebenso Markdorf, das wir nach einer knapp 20-minütigen Bahnfahrt erreichen.

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Ein paar hundert Meter und wir sind schon im Grünen.

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Der Weg zum Aussichtsturm Gehrenberg führt ziemlich kompromisslos bergan.

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Und da ist er auch schon.

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Es aussichtet rundum. Zuerst natürlich in Richtung Heimat.

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Schon folgt das nächste Highlight.

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Na ja, da haben wir schon Dramatischeres gesehen. Grad wie am Bergsturz von Goldau sieht es hier nicht aus.

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Wir wandern weiter durch Feld und Wald. Und schon naht der nächste Höhepunkt. Ein geradezu historischer Moment: Wir sind auf dem höchsten Punkt der Umgebung, der heutigen Wanderung und überhaupt. Wie wohl der Chemp hierher gekommen ist?

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Aller Höhepunkte zum Trotz, langsam reiben die Magenwände. Aber mitten im Wald mögen wir nicht picknicken. Wir stellen uns ein sonniges Plätzchen. So richtig gediegen halt.

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Wir werden den ganzen Tag begleitet vom Vogelkonzert, dessen Stimmen nicht alle zehn Ohren gleich gut einzuordnen vermögen.

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Wie wär’s damit?

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Das heutige Menu scheint überwiegend aus Bananen zu bestehen. Am Affenberg waren wir doch letzte Woche?!?

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Jedes Jahr bin ich von neuem begeistert, wenn ich miterleben darf, wie die Natur erwacht.

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Am Fünfländer-Eck müssen wir für etwas Ordnung sorgen. Kann ja nicht sein, dass die ehrwürdige Tafel einfach so im Gestrüpp vergammelt.

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Die Wanderung neigt sich dem Ende entgegen. In Markdorf, das in den österlichen Nachwehen liegt, träumen gewisse Leute immer noch von dreistöckigen Torten.

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Für einmal haben wir genügend Zeit, an der Station das Ticket zu lösen. Nun wissen wir es definitiv: In Deutschland kann man am Automaten nicht mehrere Tickets mit gleicher Destination aufs Mal lösen.

Etwa vier Stunden waren wir unterwegs durch Feld und Wald. Eine hübsche Wanderung in der erwachenden Natur.

Vielen Dank an Kurt für die Idee, an Beat für die Durchführung und an euch Alle für die nette Begleitung mitsamt der wie immer guten Unterhaltung.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Wahrscheinlich muss ich mal ohne Wanderschuhe nach Friedrichshafen, damit ich zu meiner dreistöckigen Torte komme.

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So ein Affentheater!

Gestern waren wir nicht nur mit dem Zug, sondern auch noch mit dem Schiff unterwegs. Und zwar von Konstanz nach Unteruhldingen.

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Während der 40-minütigen Fahrt können wir ausgiebig die wenig bekannte Aussicht geniessen, über vergangene und vergessene Taten in der Umgebung hirnen (meine Wenigkeit aus terminlichen Gründen ausgenommen) und einen ungeahnt guten Kaffee geniessen.

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Der Pegelstand des Bodensees ist ziemlich tief. Mit der einsetzenden Schneeschmelze dürfte sich das in Kürze ändern.

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Hey, aufwachen ihr Faulpelze! Es ist schon nach 10.00 Uhr.

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Selten so nah einen Zeppelin gesehen. Unvermittelt taucht die Frage auf, wie so ein Ding in die Luft und wieder auf den Boden zurück kommt. Wikipedia weiss wie immer Rat.

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Gewollte Unordnung im Naturschutzgebiet Seefelder Aachmündung.

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Spargelanbau. Hübsch sehen sie ja nicht gerade aus, diese Folien.

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Das muss ja ein guter Wein werden, bei dem Ausblick… auf die Schweizer Berge.

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An Einkehrmöglichkeiten fehlt es nicht. Alle paar hundert Meter lockt eine Gaststube.

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Sieht ausser mir noch jemand einen Vogel auf diesem Bild?

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Ein Weiher mitten im Wald auf unserem Weg zum Tagesziel.

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Einstieg in die Pilz-Saison.
Es sollen übrigens die ersten Morcheln gesichtet worden sein.

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Nach gut 1 1/2 Stunden Marsch durch Feld und Wald erreichen wir unser Ziel:
Den Affenberg in Salem.

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Da im Gehege essen und trinken verboten ist, gibt es zuerst Picknick.

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Mit allerlei Vorschriften, Ratschlägen und je einer Handvoll Popcorn ausgerüstet, betreten wir das Gehege. Allerdings sind wir nicht ganz alleine, denn in Baden Württemberg sind noch Schulferien. Entsprechend viele Familien mit Kindern haben an diesem sonnigen Mittwoch den Weg zum Affenberg gefunden.

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Während sich die meisten der gut 200 possierlichen Tierchen eher im Hintergrund aufhalten, hat es einige, die sich zur Freude der zahlreichen Besucher abfüttern lassen.

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Eigentlich wollte ich ja bei der Affenfütterung ein paar Bilder machen.

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Doch plötzlich steht mir das vor der Aussicht.

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Die Affen scheinen vom Popcorn schon mehr als satt zu sein.

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“Was für ein Affentheater wegen diesem Bisschen Popcorn! Aber machen wir denen halt den Gefallen und stopfen wir uns noch so ein trockenes Ding ins Maul.”

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Du meine Güte, muss das anstrengend sein!

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Beim Teich füttern wir den Enten und Karpfen das restliche Popcorn. Hier ist man weniger wählerisch.

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Wie würde mein Freund Erhard beim Anblick dieser Karpfen sagen?
“Was für Kaventsmänner!” Die Karpfen sind mindestens 70 cm lang.

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Kurz vor dem Ausgang findet die tägliche Storchenfütterung statt. Von allen Richtungen kommt Meister Adebar angeflogen um sich an den männlichen Küken satt zu fressen.

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Immer ein besonderes Highlight: Das erste Freiluft-Glacé der Saison.

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Langsam ziehen Wolken auf. Im immer stärker werdenden Wind machen wir uns auf dem Weg zum nächsten Bahnhof.

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Unterwegs immer wieder diese “Hoch”-Sitze. Nummeriert. Und so viele an der Zahl. Wir können uns keinen rechten Reim drauf machen.

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Nach einigen Wirrungen und kleineren Umwegen scheint dieses Schild baldige Erlösung zu versprechen.

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Letzte Intelligenzprobe des Tages: Am Automaten das richtige Billett zu  lösen.

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In Friedrichshafen wartet schon unsere Fähre. In Anbetracht der Wetterlage habe ich vorsichtshalber ein Anti-Kotz genommen. Das erweist sich auf der rund 40-minütigen Überfahrt nach Romanshorn als weise Entscheidung. Es schaukelt und rumpelt dermassen, dass ich mitunter denke, das Schiff sei auf einer Geröllhalde unterwegs. Für eine Aussenaufnahme habe ich keinen Bock mehr. Dieses Bild durch die Scheibe muss genügen als Beweis, wie stürmisch es war.

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Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füssen haben und sich die Wogen auch in unserem Gleichgewichtssinn geglättet haben, werden wir Drei uns einig sein, dass es ein gelungener Tag war.

Wer wird denn wegen ein paar Wellen ein Affentheater veranstalten?

Mehr Bilder gibt es hier.

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Schwindende Wanderer

Beim Start in Gossau sind wir zu elft. Beat manövriert uns an diesem Karfreitag mit Kennerblick, GPS und Unterstützung des ortsansässigen Mitwanderers zuerst durch die Wohngebiete des St. Galler Vororts, bevor wir ins Grüne kommen. Noch ist zwar die Autobahn in Hör- und Sichtweite.  Aber dieser kehren wir nun den Rücken.

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Man beachte dieses Baumhaus „urban Style“. Was man auf dem Bild nur andeutungsweise sieht: Das Verbotsschild für Eltern.

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Zoomen wir noch etwas heran.

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Auf der Hinreise steckten wir bis nach Uzwil im Nebel. Dieser gibt sich noch immer nicht geschlagen. Aber solange wir ihn von oben sehen, kümmert er uns nicht.

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Kurzes Anhalten beim Walter-Zoo. Offenbar bin ich nicht die einzige, die noch nie dort war.

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Hommage an einen Abwesenden.

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Österliches am Wegesrand.

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Zwar lässt uns immer mal wieder ein giftiges Windli den Kragen hochziehen, aber übers Wetter können wir uns nicht beklagen.

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Scharbockskraut. In früheren Zeiten ein wichtiger Vitamin-C-Spender.

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Heute ist es nicht sonderlich anstrengend. Deshalb aber nicht weniger reizvoll! Gerade im Frühling mag ich solche Wanderungen in mir völlig unbekannte Gegenden.

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Blick zum Bodensee.

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Wir haben den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Hier verabschieden wir uns vom “Einheimischen”. Minus ein Wanderer.

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Wo chönntemer Mittag mache?

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Wir suchen ein windgeschütztes Plätzchen für den Mittagshalt. Vielleicht hat es ja dort oben ein Bänkli?

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Es hat!

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Weil unser Hexenhäuschen etwas abseits der Route liegt, kommen wir mit vollen Bäuchen zu einer gratis Einlage von “Wandern-à-la-Beat”.

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Zurück auf dem offiziellen Wanderweg.

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Bei Engelburg muss ich mich ausklinken, da ich am Abend noch etwas vor habe. Ich nehme zusammen mit einer Mitwanderin den Bus nach St. Gallen. Minus zwei Wanderinnen.

Dadurch verpasse ich halt den gemütlichen Teil. Aber man kann bekanntlich nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen. Dafür werde ich am Abend noch von Freunden bekocht.

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Eine gemütliche Wanderung in der Ostschweiz bei sonnigem Wetter, während es in anderen Landesteilen schon regnete.

Danke an Beat für die Organisation und allen Mitwanderern für die unterhaltsame Begleitung.

Mehr Bilder und Infos zu dieser Wanderung finden sich HIER.

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Auf zum Gäbris!

Die gestrige Wanderung begann in Altstätten. Das ist dort, wo das, was unter dem Sammelbegriff “Schweizerdeutsch” rangiert, die akustisch grässlichsten Auswüchse hat. Deshalb liessen wir Altstätten mit seinen zum Teil schönen Häusern auch sofort hinter uns und stiegen hoch. Raus in die Natur!

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Eine entzückende Gummistiefel-Sammlung am Wegesrand.

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Es ist unverkennbar am Grünen.

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Die ersten Guggu-Blüemli. Oder “Bettseicherli”, wie sie auch genannt werden. Und hochoffiziell Buschwindröschen. Welcher Name auch immer, das Gewächs ist giftig.

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Im Gegensatz zum Huflattich.

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Hier wird in absehbarer Zeit ein grün stinkender Teppich von Bärlauch stehen. Ich mag das Kraut zwar. Hab dieses Jahr sogar schon erste Blättchen unter den Salat gemischt.

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Eigentlich hätte ich den Weg dreckiger erwartet. Was nicht ist, kann noch werden.

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Die neunhundert Höhenmeter wollen gemeistert sein. Es ist für einige von uns die erste “richtige” Wanderung seit einigen Wochen.

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Mittlerweile sind wir auf über 1’100 Metern angelangt. In den Waldpartien liegt teilweise noch Schnee.

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Beinahe aus dem Rahmen gefallen. Allerdings auf sympathische Art.

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Mittagspause an einem sonnigen, windstillen Plätzchen…

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… mit Blick auf den Alpstein aus einer ungewohnten Optik.

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Am Gäbris-Seeli treffen wir zum ersten mal auf eines dieser Appenzeller-Geissen-Bänkli.

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Wir umrunden das künstlich angelegte Idyll und machen Bekanntschaft mit dem erschöpften Froschkönig.

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Zu unserem Erstaunen und unserer Belustigung sind die Amphibien schon munter.

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Bald haben wir den höchsten Punkt geschafft.

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Noch müssen wir das eine oder andere Schneefeld überqueren.

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Und ich finde sogar noch Gelegenheit, ein Prachtsexemplar der Gattung “Hunde-Scheisse auf Schnee” zu fotografieren. Die Geschichte dazu ein anderes Mal.

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Gais kommt in Sicht.

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Die letzten Meter des Abstiegs.

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Schön, diese Häusergruppe mitten in Gais.

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Die Verlockung, in diesem Brunnen die Schuhe zu waschen, ist gross…

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… als anständige Wanderer begnügen wir uns aber doch mit dem mutmasslich letzten Gaiser Schneehaufen, um den gröbsten Dreck abzutreten.

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Die Wanderung findet ihren kulinarischen Höhepunkt im Café Böhli.

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Vielen Dank an Beat für die Organisation dieser gut vierstündigen Wanderung.

Und ebensolchen Dank an Hedi und Hans für die Idee und ganz besonders für die meteorologische Unterstützung.

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So stelle ich mir wandern mit Freu(n)den vor.

Mehr Bilder zu dieser Wanderung gibt es hier.

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Der Weg zur süssen Luft

Das hätte ich mir ja nie träumen lassen, dass ich mal im Winter mit einer Gondelbahn fahre und die Skis daheim bleiben. So passiert gestern. Und erst noch freiwillig. Vielmehr noch: auf meine Initiative.

Es reichte gerade so, dass wir an der Bergstation der Gondelbahn Sörenberg-Rossweid aus dem Nebel kamen. Uns bot sich ein herrlicher Ausblick mit tief verschneiten Tannen. Wie im Märchenland!

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Los gehts!

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Da der Weg stetig leicht abwärts führt, ist die Sache mit dem blauen Himmel bald gegessen.

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Eine regelrechte Karawane taucht im Nebel auf. Die “Aargauer Wanderwege” haben das gleiche Ziel. Diese gut 50 Leute müssen wir schnell und dauerhaft hinter uns bringen!

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Wind, Kälte und Schnee haben die Äste dieser Föhre bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet.

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Sicher hätten wir hier ein grandioses Panorama zur Schrattenflue.

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Es gilt, die näher gelegenen Schönheiten am Wegesrand zu beachten.

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Der Weg ist gut zu begehen. Die wenigen vereisten Stellen können problemlos umgangen werden.

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Die junge Emme.

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Bloggerin am Werk.

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Gefrorene Schnudernasen. Immer wieder ein beeindruckender Anblick.

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Das Ziel naht. Und damit die Aussicht auf eine dieser grossen Merängge.

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Nach drei unangestrengten Wanderstunden erreichen wir unser Ziel, den Landgasthof Kemmeribodenbad.

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Doch vor dem kulinarischen Höhepunkt machen wir eine Runde durch die Iglus, die hier alljährlich aufgebaut werden.

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Erst zu Hause habe ich gesehen, dass Beat von Kühen flankiert ist…

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Im Iglu kann man nicht nur speisen, sondern auch übernachten. Ich persönlich würde ja ein geheiztes Zimmer vorziehen.

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Erkennt ihr den IKEA-Bock?

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Nun aber nichts wie weg. Es gilt noch, einen kulinarischen Grossauftrag zu erfüllen.

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Das sind sie jetzt also, die berühmten Kemmeribodenbad Merängge.

Fast jeder von uns hatte so einen Berg süsser Luft auf dem Teller. Es entzieht sich allerdings meiner Vorstellungskraft, wie man jemals eine ganze Portion schaffen könnte. Ich war sowas von satt nach einer halben Portion mit einer Kugel Glacé!

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Hat jemand NICHT fotografiert?

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Was bleibt? Ein voller Bauch. Die Erinnerung an eine gemütliche Wanderung und der Wunsch, bald wieder hierher zurück zu kehren, um das fehlende Panorama nachzuholen. An Wandermöglichkeiten dürfte es nicht mangeln.

Ein Dank unserem unermüdlichen Wanderleiter.

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Weitere Infos und Bilder zu dieser Winter-Wanderung gibt es  HIER.

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Finde die perfekte Christrose!

Einmal mehr trübes Wetter nördlich der Alpen, Sonnenschein verheissender Wetterbericht ennet dem Gotthard. Also: Ab durchs Loch!

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Für einmal hat die Wanderung weniger ein Ziel denn ein Motto: Auf der Suche nach den Christrosen am Monte Brè. Doch bevor die erste Christrose auftaucht, erblickt mein Kennerblick Pilze. Gleich an mehreren der hölzernen Treppenstufen wachsen Austern-Seitlinge. Man hätte sie ernten und essen können.

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Der eine oder andere Farbtupfer drängt sich durchs trockene Laub dem Licht entgegen.

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Wälder haben für mich um diese Jahreszeit eine spezielle Ausstrahlung. Nie sieht man ihre Strukturen besser. Diese Auswüchse hätte man angesichts eines üppigen Blätterwalds glatt übersehen.

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Und endlich geben sich die ersten Christrosen die Ehre. Teilweise kommen sei erst gerade aus dem braunen Laub heraus. Allesamt sind sie noch grün. Wir sind doch nicht etwa zu früh dran?

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Wir steigen weiter der Flanke des Monte Brè hoch, geniessen die warmen Sonnenstrahlen und die herrliche Aussicht.

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Es blüht, kommt hier zahlreich vor, aber keine Ahnung, was es ist.

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Eine gelungene Bärli-Holz-Skulptur. Leider etwas schwierig zu fotografieren im Gegenlicht.

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Herrlich gelegen, dieses Brè sopra Lugano.

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Wir steigen noch ganz hoch bis zum Monte Brè und machen dort Mittagsrast.

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Vom Hausberg Luganos aus haben wir eine prächtige Aussicht.

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Der Blick reicht einmal mehr bis zum Monte-Rosa-Massiv.

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Die Bloggerin an der Vorbereitung für diesen Eintrag.

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Über diese unsäglichen Treppen, die nie mit dem Schritt aufgehen, geht es zurück ins Dorf, wo leider alle Restaurants geschlossen sind. Kafi aufgeschoben!

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Noch immer träumen gewisse Leute unserer Gruppe von “ganzen Wiesen von Christrosen”, während sich andere damit abgefunden haben, dass wir zu früh dran sind.

Als dann aber doch noch blühende Christrosen den Wegrand säumen, sind alle begeistert.

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Auf der Suche nach der perfekten Christrose, die sich perfekt dem Betrachter entgegenstellt und in perfekter Farbe erstrahlt, hangeln sich die Fotografen das Bord rauf und runter.

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Die Bloggerin macht da keine Ausnahme und geht vor Begeisterung sogar in die Knie.

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„Ich han gar kei Hand me frei zum abdrucke…!“

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Wohl haben wir den schönsten Teil der Wanderung hinter uns, nicht aber die Treppen.

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Wir ersparen uns den Marsch durch die Agglo von Lugano und nehmen den Bus “San Zurigo”.

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Blick zurück vom Bahnhof Lugano aus. Hier reicht es noch für einen Stehkaffee, bevor uns der Zug zurück in die Deutschschweiz bringt.

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Einmal mehr eine super Idee von Beat, die neun Mitwanderer begeistert übernommen haben. Vielen Dank an alle für die tolle Wanderbegleitung.

Mehr Bilder gibt es  h i e r .

Karte

 

Weiter geht’s nimmer

Auch wenn ich gerade nicht mehr weiss, wo ich das Plänchen mit dem Geltungsbereich versenkt habe, so weiss ich doch immerhin: Weiter als Chiasso kommt man mit dem GA nicht. Wenn man das trotzdem will, kauft man sich am Bahnschalter, am Automaten ist es nicht möglich, ein Ticket. Im vorliegenden Fall von Chiasso nach Como San Giovanni. Kostenpunkt: 4 Franken.

Wenn man in Como aus dem Zug steigt und sich den Weg ins Stadtzentrum sucht, könnte es beispielsweise so aussehen:

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Unten an den Treppen begrüssen einen diese Hände. Ich hab schon weitaus unverständlichere Kunst gesehen.

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Von Como wusste ich bis anhin nicht mehr, als dass es die Nachbarstadt von Chiasso und die letzte Autobahn-Ausfahrt auf dem italienischen Autobahnnetz ist.

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Dabei ist es – wie sich im Verlauf des Tages herausstellen sollte – eine schöne Stadt an prächtiger Lage.

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Unser Ziel war aber der “Üetliberg” Comos, den wir über die 1894 eröffnete Standseilbahn erreichten.

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Der Eingang zum Funicolare sieht aus wie der Eingang ins Hänsel- und Gretel-Land.

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Unser erstes Ziel war der Faro Voltiano. Man beachte die minutengenauen Wegzeiten. Wusste gar nicht, dass die Italiener so Tüpflischisser sind.

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Auf dem Weg dorthin gab es viel Aussicht zu bewundern. Hier der Blick zum Monte-Rosa-Massiv.

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Oder weiter südwestlich in Richtung Aostatal.

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Im Dunst am unteren Bildrand sind die Hochhäuser Mailands zu erkennen.

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Am ersten Zwischenziel, dem von weither sichtbaren Aussichtspunkt der Sonderklasse, dem Faro Voltiano.

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Mittagsrast am Fusse des Turms.

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Danach gelüstete uns alle nach Kaffee. Doch die Kellner im Ristorante Il Faro nahmen zwar die Bestellung auf, wollten aber partout keine Zeit finden, die Kaffeemaschine in Betrieb zu nehmen. So verliessen wir – immerhin konnten wir alle eine Weile einigermassen gemütlich sitzen und die Toilette aufsuchen – das Lokal unverrichteter Dinge. Schliesslich wollten wir noch etwas wandern und nicht den Rest des Tages an einem leeren Tisch sitzen.

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Blick zurück zum Faro.

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Die Wege boten ein breites Spektrum: furztrocken, matschig, vereist, voller Schnee oder Laub. Asphalt, Kies, Betonplatten, Kopfsteinpflaster.

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Dieses Brunate scheint das Naherholungsgebiet von halb Mailand zu sein. Es ist nicht nur mit der Standseilbahn, sondern auch über eine Strasse erreichbar.

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Die Häuser auf diesem Hoger sind von sehr unterschiedlicher Bausubstanz. Viele stehen leer oder sind zum Verkauf angeschrieben.

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Am Ende dieses verhältnismässig kurzen Wandertages mit der verhältnismässig langen Anfahrt stürzten wir uns ins Getümmel in Como. Beeindruckt hat mich nicht nur der Dom, sondern die ganze gepflegte Altstadt.

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Die gesamte Wegstrecke mag unser Sechsergrüppchen gegen drei Stunden beschäftigt haben. Viel wichtiger aber als eine lange Wanderung war an diesem 2. Januar einmal mehr das Erlebnis, mit einer Gruppe Gleichgesinnter eine neue Region zu entdecken.

Vielen Dank für diese tolle Idee, Beat!

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Mehr Infos zu diesem Ausflug und zahlreiche Links gibt es HIER.

Unterwegs wegen den Füssen

Ich hatte heute ein Date mit einem netten jungen Mann. Er kümmerte sich geradezu rührend um mich, begutachtete mich ausführlich von allen Seiten, legte Hand an. Leider am falschen Ende, denn er war in erster Linie an meinen Füssen interessiert.

Ich war unterwegs in der Mission “neue Skischuhe”. Bei meinem Saisonauftakt vor ein paar Tagen hatte ich gemerkt, dass mich ein Überbein an der Ferse plagt. Skifahren macht so definitiv keinen Spass! Nun ging es darum, meine Füsse neu zu vermessen, damit eine Mass-Einlagesohle angefertigt werden kann, bevor ein neuer Innenschuh geschäumt wird.

Das Ganze dauerte rund eine Stunde. Dann war es High Noon und ich zu einem ausgedehnten Winterspaziergang aufgelegt. Wer würde denn nicht wollen bei so einem Wetter! Es war zwar kalt (-10°), aber sonnig und windstill.

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Nach einem kurzen Nachfragen bei zwei Spaziergängerinnen entschloss ich mich kurzerhand, den oberen Sihlsee zu umrunden.

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Dieser ist teilweise am Zufrieren. Bis aber das Natureisfeld freigegeben werden kann, braucht es noch einige kalte Tage, und die stehen ja gerade nicht ins Haus.

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Obschon hier bestenfalls 30 cm gesetzter Schnee liegt, konnte der Hang anreissen.

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Um diese Jahreszeit erreicht kein Sonnenstrahl diese Seite des Sihlsees.

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Nun bin ich schon fast an der Brücke. Wohl scheint hier wieder die Sonne…

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… aber…!

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Im Skigebiet Hochybrig muss heute ganz schön etwas los gewesen sein. Ich habe gehört, dass Leute angesichts der prekären Parkplatz-Situation gar nicht erst aus dem Auto gestiegen und unverrichteter Dinge wieder heim gefahren sind. Auch die Ambulanz hatte alle Hände voll zu tun. In der kurzen Zeit, wo ich in Hör- und Sichtweite der Strasse war, konnte ich drei Ambulanz-Fahrzeuge ausmachen.

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Nach Euthal führt der Wanderweg wieder weg von der Strasse durchs Naturschutzgebiet.

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Am Horizont kündigt sich schon der Wetterumschwung an. Den blauen Himmel habe ich für heute gesehen.

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Ich wäre bestimmt nicht extra für diese knapp 1 1/2 Stunden Spaziergang nach Unteriberg gefahren. Aber im Zusammenhang mit dem Füessli-Date war es ganz okay.

Auf der Suche nach der Sonne und den Wanderkollegen

Der Start in den Wandertag – so entspannt er aufgrund der Tageszeit hätte sein können – gestaltete sich etwas harzig. Wieso müssen in Zürich auch gleich zwei Züge um 9.09 Uhr Richtung Zug fahren? Der eine als S-Bahn, der andere mit Endziel Monza. Ich hockte im falschen Zug. Und erreichte den Ausgangsort Aegeri mit einer halben Stunde Verspätung, wo ein fünfköpfiges Empfangs-Komitee auf mich wartete. Upps!

Unter einer zähen Nebeldecke ging es Richtung Aegerisee. Unterwegs diese flotte Lorze-Flotte.

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Vom See sahen wir nicht viel. Das hatte weniger mit dem Nebel zu tun, als mit dem Weg.

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Dieser führte uns eingezäunt im Zickzack durchs Gelände. Der Zaun galt eindeutig den Wanderern und nicht etwaigen weidenden Tieren.

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Für einen ersten Lichtblick sorgte der Laternenweg, dem wir einige hundert Meter folgten.

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Mal nachdenklich stimmend, mal fromm, mal lustig waren die Laternen am Wegesrand.

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Noch immer stocherten wir durch den Nebel. Allerdings hatten wir auch noch kaum Höhe gemacht. Dennoch konnte man sich einbilden, es werde langsam heller.

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Aber ja doch!

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Zumindest sahen wir die Sonnenstrahlen bereits.

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Und endlich – boah!

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Beim Buschenchappeli machten wir Mittagshalt.

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Knapp über dem Nebelmeer

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Pulver gut – zehn Zentimeter. Die Wege im Wald waren gut zu begehen. Etwas schliferig war es auf den Strassen, wo die Autos den Schnee poliert hatten.

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Kein Rauch auszumachen, der Samichlaus hatte an seinem Tag wohl besseres zu tun, als seine Hütte zu beheizen.

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Immer noch über dem Nebel, aber wahrscheinlich nicht mehr lange.

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Nochmals ein paar Meter aufwärts, das reichte bereits, um erneut eine zauberhafte Stimmung einzufangen.

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Beinahe gespenstisch, all diese Stimmungen am heutigen Tag.

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Die Wanderung endete, wie sie begonnen hatte: im Nebel. Aber dazwischen winterwanderte es auf höchst erfreuliche Art.

Einen herzlichen Dank an Beat für die Organisation und Durchführung dieser Tour. Und ein ebensolches Dankeschön allen Teilnehmern, dass ihr so lieb wart, auf die schusselige Bea zu warten. Ich werde in Zukunft den Fahrplan wieder etwas aufmerksamer studieren.

Weitere Informationen und Bilder zu dieser Wanderung gibt es HIER.

Karte