Grotesk ist

Wenn du morgens um 9.40 im Kanton Fribourg aus dem Sessellift steigst,

In deiner Begleitung drei Personen aus dem Kanton Schwyz,

Ihr habt euch als Tagesziel die 2’185 m hohe Kaisersegg vorgenommen,

Just in dem Moment, als ihr vom Sessellift steigt,

Erklingt im Radio das Lied

„… en allerletzte Sunnestrahl lüüchtet uf de Mythen….“

Da könnte man glatt in Anlehnung an einen bekannten Werbespot sagen:

„Wir undernähme auss, dass üser Gest ke Heiweh überchönd.“

Auf Umwegen zum Vreneli

5.58 – die Zahl des Tages. Abfahrt unseres Zuges in Richtung Wanderferien. Unsere erste Sorge, ein 3-minütiger Übergang, erwies sich als völlig unbegründet, hatte der Anschlusszug doch 12 Minuten Verspätung.

Doch nun begann das grosse Zittern, ob es in Zürich noch auf den IC nach Bern reichen würde. Nach menschlichem Ermessen sind 2 Minuten dafür zu knapp, doch da es im Bahnhof zur frühen Morgenstunde noch recht leer war, schlüpften wir gerade noch so in den erstbesten Waggon. Nach kurzer Wanderung durch den abfahrenden Zug fanden wir uns in einem praktisch leeren Wagen, der unten das Bistro hatte. Ideale Voraussetzungen!

Mit dem Kaffeebecher in der Hand schien die Anreise nach Gurnigel in trockenen Tüchern. Bis diese Ansage durch den Zug ging.

„Geschätzte Fahrgäste, infolge eines Personenunfalls bei Schönenwerd verkehrt dieser Zug nur bis Aarau. Wir bitten alle Reisenden auszusteigen.“

Das war das Aus unseres geplanten Wanderstarts gegen 9.30 Uhr. In mir begann es zu rotieren. Ich studierte sämtliche Postautolinien in der abgelegenen Gegend zwischen Gurnigel und Guggisberg. Auch ein Taxi zog ich in Erwägung, um auf die eine oder andere Weise doch noch wenigstens ein Teil der vorgesehenen Wanderung machen zu können.

Wie hatte man das früher bloss ohne Handy gemacht?!?

In der Zwischenzeit standen wir in Aarau auf dem sich füllenden Perron und erfuhren, dass in absehbarer Zeit kein Zug Richtung Bern fahren würde. Dafür zurück nach Zürich. Und von dort nach Luzern. Und weiter über Sursee nach Bern.

Drei Stunden später als geplant und mit etlichen Zusatzkilometern versehen, kamen wir in Bern an. Auf der Fahrt dorthin hatte ich ausreichend Zeit gehabt, mehrere Wandervorschläge auszuarbeiten. Aber noch trennte uns eine weitere Zugfahrt und ein Ritt mit dem Postauto von unserem improvisierten Startpunkt.

Endlich…..!

In knapp drei Stunden bewanderten wir das hügelige Gebiet des Schwarzenburgerlands.

Als Highlight nahmen wir den Nagelfluh-Gipfel des Guggershorns mit, der über eine veritable Himmelsleiter erklommen werden musste..

Und dann? 20 Minuten Abstieg nach Guggisberg, Einkehr und Einquartieren im einzigen Hotel im Dorf und das Resumee: Wir haben wohl das Beste aus der Situation gemacht.

Es geht nichts über ausreichende Geografie-Kenntnisse und ein GA oder zumindest eine Tageskarte im Sack.

Nochli normaler

Der Anfang der Wanderung ist etwas harzig. Wegen drohender Gewitter-Gefahr hatte ich den Start um eine Stunde vorverlegt, doch weil einer der Züge ein technisches Problem hat, kommen zwei Wanderinnen zu spät an, sodass wir in den nicht ganz freiwilligen Genuss eines laaaangen Startkafis kommen, bevor wir das nächste Postauto Richtung Alpthal besteigen.

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Weit und breit nichts, das auf eine Verschlechterung an der Wetterfront hindeutet, wir schreiten frohen Mutes auf unterschiedlich breiten Wegen voran.

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Vorbei in der Nähe des Mittelpunkts des Kantons Schwyz (den aufzusuchen sich wohl niemand freiwillig antun mag) ist das Gelände mal schroff, dann wieder anmutig und von entzückendem Wollgras gespickt.

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Welcher Hobbyfotograf würde sich diesen Anblick entgegen lassen?

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Auf dem Spital empfängt uns eine herrliche Rundsicht.

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Und im Mösliwald eine määrlihafte Stimmung.

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Nebst den zahlreichen, leicht verrotteten Stegen hat der Mensch hier nicht viel Hand angelegt.

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Nach dem Hummel wird es nur noch bergab gehen. Und zwar ziemlich ruppig!

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Eigenwillige Deko am Wegesrand. Nachdem uns den ganzen Tag keine 10 Wanderer begegnet sind, sind wir wieder in der Zivilisation zurück. Trocken!

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Eine gelungene Wanderung mit motivierten Teilnehmern. Schon fast wie früher. Danke euch allen fürs Mitkommen!

Mehr Infos und Fotos zur Wanderung gibt es HIER.

Ein Bisschen Normalität

Es war zwar keine Wahnsinns-Wanderung, aber immerhin eine Wanderung, die unter den gegenwärtig herrschenden Einschränkungen möglich ist. Möglich sowohl in Bezug auf die Anreise, wie auch auf die Teilnehmerzahl.

Zu fünft wandern wir ab Samstagern zum Hüttnersee,

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durchqueren das Moorgebiet auf dem Weg nach Hütten,

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überqueren die Sihl und steigen bergan Richtung Rossberg,

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wo wir artig zu fünft an zwei Tischen sitzen und uns ein Dessert genehmigen,

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um frisch gestärkt den letzten Aufstieg zum Dreiländerstein in Angriff zu nehmen.

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Es aussichtet gleich auf mehrere Seen.

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Eine unaufgeregte Wanderung bei guter Unterhaltung und prächtigem Wetter mit Ziel in Biberbrugg.

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Die Ohneschneeschuh-Wanderung

Die Schwägalp liegt um diese Jahreszeit selbst gegen 10.30 Uhr im Schatten.

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Da hilft nur eines: Losmarschieren, der Sonne entgegen.

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Der Weg ist schon angetrampelt. Von Wanderern wie wir, aber auch von zwei Schneeschuh-Läufern.

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Im Tal schlottert man unter der Nebeldecke und wir können uns eine Tenue-Erleichterung erlauben. Handschuhe, Mütze, Jacke,  alles wird im Rucksack verstaut.

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Um ein Haar wäre mir dieses Kunstwerk der Natur plattgewalzt worden.

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An Schnee und blauem Himmel werde ich mich nie sattsehen können, aber der erste Schneekontakt des Winters hat immer wieder etwas Magisches an sich.

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Es liegt mehr Schnee als erwartet. Schneeschuhe hätten gute Dienste erwiesen.

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Kein Wölklein trübt die Sicht vom Hinderfallenchopf aus.

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Über dem Toggenburg liegt leichter Dunst, der langsam etwas ansteigt.

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Wir verbleiben bis zum Schluss in der Sonne

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und können von der Postauto-Haltestelle aus einen letzten Blick zum Alpstein werfen. Leider ist das anvisierte Restaurant vorübergehend geschlossen, sodass der ersehnte Kafi vertagt werden muss.

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Danke an Beat für die Idee und Durchführung dieser als Winterwanderung gedachten Tour. Wie erwähnt, Schneeschuhe hätten gute Dienste geleistet. Stattdessen stapften wir durch den Schnee, was mitunter etwas anstrengend wurde. Aber me isch ja fit!

Mehr Infos und Fotos zur Tour gibt es HIER.

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Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

Aprilwetter im September

Schirm auf – Schirm zu. Das war das Motto der Mittwochs-Wanderung im Züri Oberland. An keinem Fleck in der Schweiz konnte man sich laut Prognosen darauf verlassen, dass es trocken bleiben würde, so unternahmen wir eine Wanderung in der Nähe.

Noch bevor es losging, hatten wir bereits einen Verlust zu beklagen. Der Besagte war eine Station zu früh dem Zug entsprungen und mochte sich auch im späteren Verlauf des Tages nicht mehr zu uns zu gesellen. So starteten wir zu siebt in Saland und streiften durch feuchte Wiesen, entlang dichter Wälder, gurgelnden Bächlein und vorbei am Panorama, das wir nur erahnen konnten, Richtung Pfäffikon. Unser ständiger Begleiter war der Schirm, den wir in lockerer Folge auf und zu machten.

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Im Sinne eines veritablen Senioren-Ausflugs (man kann nie früh genug beginnen, dies zu üben…) verpflegten wir uns für einmal nicht aus dem Rucksack, sondern speisten warm und trocken im unkonventionellen Lokal Cucina Piccante

Und dann – endlich – riss es gehörig auf und wir traten den zweiten Teil unserer Wanderung an.

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Anspruchslos im Gelände, dafür endlich mit etwas Sonne und Aussicht, umwanderten wir einen Teil des Pfäffikersees (wo niemand Anstalten machte, sich ins Wasser zu stürzen, obschon dieses noch immer wärmer gewesen wäre als sämtliche Bergseen, die im Verlauf des Sommers heimgesucht wurden), machten einen Abstecher zum Rummelplatz bei Jucker

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und retteten uns punktgenau vor der nächsten Front ins Cafi Steiner in Kempten, wo unsere Wanderung auch bei schönstem Sonnenschein zu Ende gewesen wäre.

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Eine unaufgeregte Wanderung in der näheren Umgebung mit netter Begleitung. Danke euch Allen fürs Mitkommen.

Mehr Bilder und Infos zur Wanderung gibt es HIER.

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See statt Schnee

Weil es zwei Tage vor Beginn der geplanten Tour noch so ausgesehen hatte

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musste die geplante Tour auf den Pazolastock mit Überschreitung auf den Rossbodenstock abgesagt werden. Die Tourenleiterin entschied sich für eine Bergtour in der näheren Umgebung. So fanden sich zehn Teilnehmer am Wägitalersee ein, Frau Flohnmobil als Gast einer Sektionstour des SAC Einsiedeln.

Ob wir auch noch Schnee antreffen werden? Zumindest als wir aus dem Wald kommen, sieht es nicht danach aus.

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Unser Ziel, der 2’097 m hohe Zindelspitz, wirkt aus der Ferne ziemlich unnahbar. In den Schattenlöchern können wir letzte Schneereste des Wintereinbruchs von vergangener Woche ausmachen.

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Etwa die Hälfte des Aufstiegs verläuft um diese Jahreszeit im Schatten. Wir sehen Gämsen, Brennnesseln, Schafe und viel blauen Himmel.

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Der Aufstieg zum Zindelspitz ist rot-weiss markiert und für geübte Berggänger kein Problem. Etwas kniffliger ist der Übergang zum Rossalpeli. Der luftige Grat ist teilweise mit massiven Ketten gesichert, an denen wir uns dankbar runter hangeln.

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Die gesamte Truppe entscheidet sich, auch noch den Rossälplispitz in Angriff zu nehmen. Die Zeiten auf dem Wegweiser sind allerdings ziemlich sportlich.

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Bereits wieder im Abstieg. Auch hier sind die heiklen Stellen mit einem Drahtseil entschärft.

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Noch stehen fast 1’000 Höhenmeter Abstieg bevor, die wir uns mit der Einkehr in der Hohfläsch-Hütte verkürzen.

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Zufrieden und nicht mehr taufrisch kommen wir zum Parkplatz zurück. Das war eine würdige Ersatztour, vielen Dank, Edith.

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