Zum Tag der ….

Es gibt mittlerweile gefühlt für Alle und Alles einen Tag. Tag der Milch. Der Haustiere. Des Buches. Der eingewachsenen Zehennägel. Der Armleuchter.

Um ein Haar hätte ich verpasst, dass heute Tag der Menstruation ist. Da hätte ich tatsächlich viel verpasst…!

Jetzt fehlt noch ein passendes Bild….

… hmm …

nehmen wir etwas Unverfängliches.

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Zu Besuch bei Aschenputtel

Ich wusste, dass es sie gibt.
Ich wusste, wie sie aussehen.
Ich wusste, dass sie dort wachsen.
Aber ich war noch nie dort.

Bis gestern. Da unternahmen wir eine Wanderung im Gebiet des Goldauer Bergsturzes und sahen sie. Noch nicht sehr zahlreich. Aber dank offenen Augen auszumachen. In allen Stadien von erst Kraut über geschlossene bis zu voll offene Blüten.

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Einfach wunderschön, diese Fraueschüeli!

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Und wie immer, wenn ich irgendwo bin, wo sich etwas Bedeutendes ereignet hat, beginne ich mich dafür zu interesssieren. Deshalb hier noch der LINK zum Goldauer Bergsturz vom 2. September 1806, dem wir diese Blütenpracht zu verdanken haben.

Und eine Wanderung (entspricht nicht dem, was wir gemacht haben), auf der man jetzt die Fraueschüeli antrifft.

Wasser sparen

Ich habe mir einen neuen Deo gekauft. Ein super Ding! Glaubt man der Aufschrift, hält dessen Wirkung 72 Stunden an. Das bedeutet also, dass ich ab sofort enorm viel Wasser sparen werde, weil ich nur noch jeden dritten Tag duschen muss.

Ich mache zur Zeit gerade einen Feldversuch. Mal schauen, wie viele Freunde ich in drei Tagen noch habe.

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Marmor, Stein und Eisen bricht…

Ich wusste nicht, dass im Vinschgau Marmor abgebaut wird. Marmor brachte ich bis anhin immer mit Carrara in Verbindung. Dabei rühmen sich die Laaser doch, den weissesten Marmor zu haben.

Tatsache ist, dass einem in Laas Marmor buchstäblich auf Schritt und Tritt begegnet, glitzern einem doch selbst die Trottoirs und Bahnsteige weiss entgegen.

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Wir haben eine ganztägige Führung auf dem Spuren des Laaser Marmors gemacht. Beeindruckend ist insbesondere, dass der Marmor 700 m über der Talsohle abgebaut und in nicht mehr ganz zeitgenössischen Transportanlagen zu Tale gebracht wird.

Dem Besucher fällt dieser Schräglift mit einer Spurbreite von 2,55 Metern auf. Damit überwinden die bis 13 Tonnen schweren Klötze einen Grossteil der Höhendifferenz.

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Oberhalb und unterhalb dieser Bahn werden die weissen Schröppen mit einem museumsreifen Bähnli transportiert.

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Auf unserer Besichtigungs-Tour können wir einen Blick ins Maschinenhaus aus den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts erhaschen.

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Dann geht der Marsch los Richtung Marmorbruch.

Wo kann man sich schon den Luxus von Marmor-Schotter leisten?

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Der Weisswand-Bruch kommt in Sicht. Was aus der Ferne aussieht wie Altschnee

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ist in Tat und Wahrheit Marmor-Gestein.

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Über zahlreiche Stufen (links der steilen Treppe das Rohr mit dem Schutt, rechts Strom und Wasser) erreichen wir einen alten, nicht mehr benutzten Stollen.

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An dessen Ende steht die alte Seilbahn, die bis 2010 die Marmorklötze quer übers Tal transportiert hat.

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Der Zugang zum Marmorbruch, in dem das Gestein unter Tage abgebaut wird, ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir dürfen nur einen Blick von aussen erhaschen.

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Anschliessend folgt der ziemlich anspruchsvolle Abstieg ins Tal. Ich hätte nicht mit denjenigen Teilnehmern in unserer Gruppe tauschen wollen, die lediglich in Turnschuhen unterwegs waren.

Der Abschluss der zwar interessanten, aber etwas langatmigen, ganztägigen Tour führt durch den Skulpturenpark. Diese ca. 50 cm grosse Figur hätte ich am liebsten mitgenommen. Aber wohin damit?

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Einen kurzen Blick über das Innenleben des Marmorbruchs kann man HIER erhaschen.

Und wer sich für den aufwändigen Transport der Klötze interessiert, schaue sich bitte DIESES VIDEO an.

Wohnmobil-Ruine

Auf dem Campingplatz, wo wir einige Tage hausten, stand diese Wohnmobil-Ruine.

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Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen. Was für ein Schandfleck für einen Campingplatz, der sich rühmt, unter den ersten Fünf des Landes zu rangieren.

Wir näherten uns vorsichtig. Aus der Nähe sah das Gefährt noch schlimmer aus, als aus der Ferne. Ich traute mich nicht näher als einige Meter ran. Wer weiss, ob da nicht noch ein mumifizierter Wohnmobil-Reisender irgendwo an einem Bank sass…!

Was immer hier geschehen sein mag – irgend etwas ist gewaltig schief gelaufen. Und die Campingplatz-Betreiber müssen sehr triftige Gründe haben, dass sie diesen Schandfleck mitten auf dem Platz nicht wegräumen.

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Der Blick zurück nach Montenegro

Es dürfte in der Zwischenzeit durchgesickert sein, dass sich Frau Flohnmobil in der vergangenen Woche einer Wandergruppe angeschlossen hat, die in Montenegro unterwegs war.

Wo liegt dieser kleine Staat überhaupt? Als Bewohnerin eines kleinen Landes steht es mir zu, Montenegro als “klein” zu bezeichnen, ist es doch keine 14’000 km2 gross. Montenegro liegt auf dem Balkan und grenzt südlich an Kroatien an. Das Land ist bergig und in weiten Teilen unwirtlich. Ich habe schon lange nicht mehr derart viele verlassene Häuser angetroffen.

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Wanderwege finden sich einige, jedoch ist deren Dichte in keinster Weise vergleichbar mit dem Wanderweg-Netz bei uns.

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Da wir mit einem einheimischen Führer unterwegs waren, brauchten wir uns weder um die unverständliche Sprache noch um die Wegfindung zu kümmern. Auch dem Schwingen mit einer Art Machete konnten wir nur zusehen, wenn es darum ging, den Weg zu roden.

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Begeisternd war die Blumen-Pracht. Derart viele Orchideen und andere bei uns äusserst seltene Blumen säumten den Weg, dass wir schon ab dem zweiten Tag nicht mehr bei jedem Pflänzchen stehen blieben.

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Die Wanderungen waren so gewählt, dass die Aussicht mit jedem Tag spektakulärer wurde.

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Schon der Anblick des riesigen, flachen Skadar-Sees haute einem beinahe aus den Socken.

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Ganz zu schweigen vom Panorama, das sich uns bot, als wir im Bereich der Küste wanderten.

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Es gäbe noch viel über Montenegro zu erzählen. Jedoch will ich hier keinem Reiseführer Konkurrenz machen. Geht selber hin und probiert es aus! Es gibt zahlreiche kommerzielle Anbieter (auf Anfrage gebe ich gerne bekannt, mit wem ich unterwegs war). Macht euch einfach keine zu euphorischen Vorstellungen in Bezug auf Essen und Unterkunft.