Abstand mit Anstand

Ich bin im Begriff, in die Bäckerei zu treten, bei der ich schon öfters mein Brot gekauft habe. Mittlerweile weiss ich, dass dort drin alles umgekrempelt wurde, damit der nötige Abstand zwischen den Kunden gewahrt werden kann. Erlaubt sind maximal drei Kunden aufs Mal im Laden. Ich erblicke deren zwei.

Vor dem Geschäft sind drei junge Frauen am schwatzen, in gebührendem Abstand steht ein Senior. Einer von der Sorte, die jetzt zuhause bleiben sollte. Gerade öffnet sich vor mir die automatische Türe, da bellt es von hinten: “Hey, das ist eine Warteschlange. Stellen Sie sich gefälligst hinten an!” Ich blicke mich um. Die drei Frauen erscheinen mir nicht allzu wartend, der Senior wirkt auch nicht so. “Aha, Sie sind am anstehen”, sage ich und reihe mich ein. Hinter den keifenden Senior, der in mir offenbar das geeignete Objekt erkannt hat, irgendeinen aufgestauten Frust loszuwerden. “Ja was denken Sie denn, ich mache hier Ferien?” Auf solche wie dich können wir hier gut verzichten, würde ich am liebsten sagen, mache aber stattdessen zwei weitere Schritte zurück mit der ausreichen laut geäusserten Bemerkung “sonst kriege ich noch einen weiteren Anschiss, wenn ich zu nahe stehe”.

Da stehe ich nun also, weiter weg von der Eingangstüre zur Bäckerei denn je. Die drei jungen Frauen sind immer noch am schwatzen, der Senior dagegen beginnt auf der Strasse herumzuschlendern. Kommt auf mich zu (definitiv weniger als ein Meter Abstand!), entfernt sich immer weiter von der Bäckerei. “Ja sind Sie denn jetzt am anstehen oder nicht?” Will der Typ mich schikanieren, testen, ärgern? “Nein, aber meine Frau ist drinnen am Brot kaufen.”

Irgendwie scheint doch etwas wahr zu sein an dem Gerücht, dass das Corona Virus das Gehirn angreift.

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Gedanken zu Ostern

Aus aktuellem Anlass beschäftigt mich gerade die Frage:

Dürfen Veganer Ostern feiern?

Ich meine ja nur

…. Hasen, Schoggi, Eier….

Mag sein, dass es vegane Schoggi gibt; von veganen Eiern habe ich noch nie gehört.

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Klingeling

Bevor dieser Blog noch ganz einschläft und ich nicht mehr weiss, wie ich mich einloggen muss…

… wird hier wohl in Zukunft ab und zu mal wieder der Flohnmobil-typische Unsinn stehen.

Wir lesen uns!

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Berg mit Varianten

Es gibt Leute, die gehen zu Fuss auf einen Berg. Und wieder runter.

Andere nehmen das Bähnli – sofern es eins hat.

Und wieder andere das Velo. Wahlweise mit oder ohne Strom.

Und ganz Verrückte kommen mit einem einzelnen Rad aus. Und fahren damit auf Strecken, die ich nicht mal mit einem herkömmlichen Mountainbike befahren würde.

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Jeder, aber auch wirklich Jeder, hat sich nach den beiden Einrad-Bike-Fahrern (ein Paar so um die Dreissig) umgedreht, die vom Monte San Giorgio runter gefahren sind.

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Wie zu Grossmutters Zeiten

Man nehme:

einen Ofen
genügend Holz-Scheiter
einen ambitionierten Heizer
500 Gramm Mehl
Hefe
3,5, dl Flüssigkeit
Salz
eine unerschrockene Bäckerin
genügend Zeit

Im Idealfall wird aus solchen Ingredienzien ein Brot. Ein Holzofenbrot.

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Die grosse unbekannte Komponente in dieser Zutatenliste ist der Ofen. Wie heiss wird so ein Teil? Und wie lange bleibt die Hitze erhalten? Inegüxle wie daheim im Backofen geht ja nicht.

Nach 25 Minuten wurde das Brot, das längst zur vollen Grösse aufgegangen war, gedreht. Nach total 40 Minuten nahmen wir es aus dem Ofen. Prädikat: gut, aber noch verbesserungsfähig. Das nächste Mal – und es wird bestimmt ein nächstes Mal geben –  werde ich das Brot mind. 45 Minuten backen.

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Unweigerlich wurden Erinnerungen an Experimente mit Brot backen im Wohnmobil wach.