Kann man so feige sein?

Der Tag begann, wie ein Skitag beginnen sollte. Blauer Himmel, kalt aber nicht arschkalt, Pulverschnee, windstill. Also etwa so:

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Leider verwandelte sich unser aller Euphorie innert Sekunden in ein beklemmendes Gefühl. Das Gefühl, dass es jeden von uns hätte erwischen können. Aber es erwischte nur Therese.

Sie wurde während dem Fahren seitlich gerammt, stiess einen Schrei aus, blieb liegen. Er, sie oder was immer es war, der/die sie umgenietet hatte, fuhr unbekümmert weiter!

Unsere Kollegin dagegen, sie musste zuerst mit dem Rettungsschlitten, danach mit dem Heli abtransportiert werden. Mittlerweile wissen wir: schwere Verletzungen an beiden Beinen. Therese wird in den nächsten 24 Stunden in ein Spital in die Schweiz verlegt werden. Wann sie wieder ein halbwegs normales Leben führen wird, steht in den Sternen.


Auch wenn du das nie lesen wirst:

Liebe Theres
Die ganze Gruppe ist zutiefst betrübt über das, was vorgefallen ist. Wir wünschen dir von Herzen eine möglichst schnelle, vollständige Genesung und hoffen, dass du nächstes Jahr trotz allem wieder mit dabei sein wirst.


Ich selber habe zwar nicht gesehen, wie es passiert ist, weil ich vorausgefahren bin. Aber ich habe eine Stinkwut auf diesen Typen, der eine Frau, die korrekt und nicht unbeherrscht gefahren ist, umgenietet und sich danach einfach aus dem Staub gemacht hat.

Das regt mich langsam auf!

Diese Spam-Kommentare gehen mir gehörig auf den Geist.

Insbesondere an diesem “Nicht mehr fremdbestimmt”-Beitrag scheinen die Spammer den Narren gefressen zu haben. Glücklicherweise filtert WordPress solchen Schrott zuverlässig raus. Ausserdem kann man die Einstellungen so anpassen, dass jeder Erstkommentar eines neuen Benutzers zuerst freigeschaltet werden muss.

Nervig bleibt es trotzdem, insbesondere, weil ich keine Lust habe, jedes Mal alle Kommentare, die im Spam gelandet sind, zu checken, ob nicht vielleicht doch ein “richtiger” Kommentar darunter ist. Sollte also mal ein Kommentar von euch nicht sichtbar werden – nun wisst ihr warum.

Leidet euer Blog auch unter dieser Spam-Seuche?

Screenshot_2019-02-01 Kommentare ‹ Flohnmobil - im Alltag unterwegs — WordPress(1)

Fünf Hühner im Tessin

Ich habe nie behauptet, dass ich mich im Tessin sonderlich gut auskenne. Immerhin, seit gestern gibt es für mich einen weissen Fleck auf der Landkarte weniger.

Unsere Wanderung startet in Gentilino. Dort besuchen wir zuerst den Friedhof mit dem Grab von Hermann Hesse und umrunden auf der gegenüberliegenden Strassenseite die Kirche, die unter Hochzeitspaaren sehr beliebt ist.

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Und alles unter strahlend blauem Himmel. Doch der Schein trügt! Am Morgen ist es auch im Tessin frisch und wir ziehen uns warm an, inklusive Röckli in vier Varianten.

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Wir sind ganz angetan von der Freundlichkeit der Bewohner. Obschon wir nicht selten laut schnädernd an ihnen vorbeigehen, grüssen sie allesamt.

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Als wir auf dem Gelände des riesigen, verlassen wirkenden Resort Collina d’Oro Mittagspause machen, ist es merklich wärmer geworden. Handschuhe und Mützen werden verstaut.

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Auf der Westseite des Monte Croce liegen die kläglichen, zum Teil vereisten Überreste des Schneefalls vom Sonntag.

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Ein prächtiger Aussichtpunkt 350 m über dem komplizierten Lago di Lugano.

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Frühlingsboten.

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Was für ein unerwartetes Idyll: Lago di Muzzano.

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Trinkpause am Ufer des Lago di Lugano bevor es in den Schlussspurt geht.

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Pflanzliche Bielmann-Pirouette

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Erinnerungen werden wach. Hier war ich in der 3. Sek im Klassenlager. Und die Hütte steht trotzdem noch.

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Die letzten Meter sind schnurgerade und stinklangweilig. Und das alles ohne Kaffee im Bauch!!!

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Die SBB hält für uns noch eine besondere Überraschung bereit. Und als gratis Zugabe wird der Zug über Boswil bei Bünzen umgeleitet.

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Trotzdem: Der Ausflug in den Süden hat sich gelohnt.

Danke an Beat für die Wanderleitung und die endlose Geduld mit den fünf Hühnern.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Kleingedrucktes zum Geburtstag

Sie meinten es gut mit mir. Dachten an mich. Von verschiedenen Seiten erhielt ich Geschenke.

Galaxus, Transa, Ochsner Sport, Möbel Pfister, Mr. Lens, Esprit, Tchibo – alle standen sie auf der virtuellen Matte und überreichten mir ein Geschenk zum Geburtstag.

Der Haken daran: Mit wenigen Ausnahmen sind es Gutscheine. Diese – meist in der der Höhe von zwanzig Franken – sind erst gültig ab einem Mindesteinkauf von hundert Franken.

Da lobe ich mir die wahren Geschenke, die ich zum Geburtstag erhielt. Ein Überraschungstag mit Freundinnen, etwas für die Schönheit, Rubbellose mit der Aussicht auf einen mehr oder weniger grossen Gewinn, ein Nachtessen nach Wahl und viele gute Wünsche und wertvolle Begegnungen.

Merke: Freundschaften kommen ohne AGBs aus.

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Beinahe erfroren

Es war saukalt die letzten drei Tage beim Skifahren in Brigels. Aber 13 Grad minus sind ja auch kein Pappenstil, selbst wenn man andernorts für diese “Kälte” nur ein müdes Lächeln übrig hat.

Am schlimmsten erschien es mir gestern, da hätte ich beinahe kapituliert. Trotz Skischuh-Heizung und vielen, vielen Schichten an einschlägigen Textilien war ich nach jeder Fahrt auf dem ungeschützten Sessellift total durchgefroren und die folgende Abfahrt vermochte mich in keinster Weise zu erwärmen. Ein etwas weniger rasanter Fahrstil hätte womöglich Abhilfe geschafft. Aber ich hatte meinen Skipass ja nicht gelöst, um auf der Piste rumzueiern. 

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Mittlerweile bin ich wieder daheim. Und ich kann euch sagen, die minus zwei Grad, die wir vor der Haustüre haben, fühlen sich geradezu frühlingshaft mild an.

Im Rub(b)el-Fieber

Etwas an dem Umschlag war merkwürdig. Nicht nur die Tatsache, dass kein Absender auszumachen war, sondern vor allem, dass auf dem Brief eine 60-Rappen-Briefmarke klebte.

,60 Rappen, das gab es meines Wissens seit der Einführung von A- und B-Post nicht mehr. Also musste es eine Massensendung sein. Ein gezielter Schnitt mit einem Küchenmesser, das mir jeweils als Brieföffner dient, und das Geheimnis war gelüftet.

Aha, mein Bank. Sie bot ihre Dienste und Beratung an im Zusammenhang mit meiner bevorstehenden Pensionierung. Sie wollte mich unter anderem in der Entscheidung unterstützen, ob ich mir eine vorzeitige Pensionierung leisten könne. Mich überkam ein heftiger Hustenreiz.

Als originelles Zückerli schickte mir die Bank ein Rubbellos. Ganz nach dem Motto: Wenn Sie damit kein Glück haben, kommen Sie zu uns. Dazu eine Art Kalenderblatt, dem ich entnehmen konnte, dass ich dereinst an einem Montag pensioniert werde.

Nun, ich hatte Glück mit dem Los. Gleich fünffach!

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50 Stutz hatte ich gewonnen. Nicht ganz ausreichend, um mir einen Lebensabend in Saus und Braus zu finanzieren. Aber bis dahin kann ich mir noch etwas überlegen. Dauert ja noch 9 Jahre.