Im Advents-(Über)Fluss

Die Reaktionen auf meinen letzten Blog-Beitrag waren – na wie waren sei eigentlich? – ziemlich ambivalent. Sie reichten von Verstand anzweifelndem Gedankengut über ironisches Zuzwinkern bis zu Schenkelklopfen. Eine Nachbarin stand sogar vor unserer Türe und wollte mit sorgenvollem Blick wissen, ob es uns gut gehe.

Diese Frage sei wie folgt beantwortet: Danke, es geht uns gut, jedenfalls den Umständen entsprechend. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich können nämlich der ganzen Adventszeit nicht viel Positives abgewinnen. Dem ganzen Kommerz, der damit einher gehenden Hektik, der– sorry – Fresserei und allem was unter dem Label “Besinnung” geheuchelt wird, können wir nicht viel abgewinnen.

Ich war gestern Abend in Zürich. Die Stadt erstrahlt in vorweihnachtlichem Glanz. Die einzelnen Dekorationselemente mögen schön sein, aber die schiere Masse an Lichtern, Kränzen, leuchtenden Rentieren und Tannenbäumen aller Art ist letztlich des Guten zu viel. Jedes Quartier scheint seinen eigenen Weihnachts-Markt abzuhalten. Wer kauft denn das alles?

Mit diesem Abend in der Stadt ist mein Bedarf an vorweihnachtlicher Stimmung grundsätzlich wieder weit über das Jahresende hinaus gedeckt. Sollte ich trotzdem nochmals in einen Christchindli-Märt hinein geraten, gibt es notfalls statt Glühwein ja noch so etwas:

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PS: Es hat nicht ernsthaft jemand damit gerechnet, dass ich bis am 24. Dezember keinen einzigen Beitrag mehr veröffentlichen werde???

Gewinnbringende Blog-Pause

Sorry, die nächsten 24 Tage gibt es hier keine neuen Blog-Beiträge mehr zu lesen.

Das findet ihr schade? Ich auch! Aber ich kann zumindest mit einer plausiblen Erklärung aufwarten. 

Ich bin nämlich schwer beschäftigt, richtiggehend unabkömmlich. Ich muss an derart vielen digitalen Advents-Kalendern jeden Tag ein Türchen öffnen, dass zum Bloggen beim allerbesten Willen keine Zeit bleibt. 

Schliesslich will ich mir all die in Aussicht gestellten Gewinne nicht entgegen lassen. Das versteht ihr doch sicher, oder?

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Das Advents-Rätsel

Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die Hochzeit war einfach perfekt. Und ihr gemeinsames Leben war selbstverständlich ebenso perfekt.

An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte Paar eine kurvenreiche Strasse entlang, als es am Strassenrand jemanden bemerkte, der offenbar eine Panne hatte.

Da sie das perfekte Paar waren, hielten sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in sein Auto. Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen. Unglücklicherweise verschlechterten sich die ohnehin schon prekären Strassenbedingungen, und schliesslich hatten sie einen Unfall.

Nur einer der drei überlebte. Wer war es?

Erst überlegen und dann nach unten scrollen!

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Es war die perfekte Frau. Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte. Wie jeder weiss, gibt es keinen Weihnachtsmann. Und erst recht keinen perfekten Mann.

Für Frauen endet die Geschichte hier. Männer dürfen weiter lesen und nach unten scrollen.

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Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muss die perfekte Frau am Steuer gesessen haben. Das dürfte die Erklärung sein, warum es einen Unfall gegeben hat.

Wenn du übrigens eine Frau bist und dies liest (obwohl du schon oben aufhören solltest weiter zu lesen), wird dadurch noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.

Trotzdem oder gerade deswegen: Schöne Adventszeit!

PS: Die Adventsgeschichte stammt nicht aus meiner Feder, da war der Osterhase am Werk.

Picasso am Werk

Und weil man Künstler in ihrem schöpferischen Schaffen gewähren lassen sollte, wird es heute (vermutlich) auch keinen „richtigen“ Blogbeitrag geben.

Bei uns schneit es schön sanft. Gerade das passende Wetter für meine Aktivitäten.

Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent.

Dekorativer Überfluss

Der Countdown läuft. Eigentlich läuft er schon lange. Für meinen Geschmack viel zu lange. Doch bald geht es wirklich los. Sozusagen offiziell. Bald ist der 1. Advent und – schwupps – in einem Monat ist Weihnachten. Hätten wir dann das gleiche Wetter wie heute, würden alle hurra rufen. „Weisse Weihnacht!“ Wie sehr wünscht man sich das. Aber bitte vorher keinen Schnee und nachher soll am besten auch gleich der Frühling ins Land ziehen. Das ist natürlich klimatologisch-meteorologisch-kalendarisch gesehen blanker Unsinn. Aber so ist die Menschheit nun mal.

Während dieser Jahreszeit wird mir mal wieder sch(m)erzlich bewusst, dass meinen Schöpfern ein Konstruktionsfehler unterlaufen sein muss: Mir fehlt das interne Dekorations-Gen. Ich kann einfach nichts anfangen mit all diesem Weihnachts-Firlefanz. Dekoration hier. Lichterketten da. Okay, Kerzen mag ich. Ich schaffe es sogar, einen Adventskranz aufzustellen. Und dezente Weihnachtsbeleuchtung – so wie sie vor sagen wir mal 20 Jahren noch gang und gäbe war, gefällt mir auch. Aber damit hat sich’s. Am helvetischen Wettrüsten um den am geschmackvollsten illuminierten Balkon mache ich nicht mit – das übernehmen in unserem Quartier andere und sorgen damit für abschreckende Beispiele. 

 Vielleicht werde ich euch in den nächsten Tagen ein Bild dieser vorweihnächtlichen optischen Umweltverschmutzung einstellen. Sagt dann nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt! Heute begnüge ich mich damit, hier gewisse kommunale Anstrengungen im Sinne der Adventszeit darzustellen.