Einkaufendes Wander-Erlebnis

Ich halte mich ausnahmsweise mal kurz.

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Und

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lasse

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statt

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vieler

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Worte

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einige

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Fotos

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sprechen.

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Kemmeribodenbad – Eriz

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16 km

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750 m aufwärts

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730 m abwärts

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ca. 5 1/2 Stunden Wanderzeit

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Nur noch so viel: Ich habe meine heikle Fracht sicher und unversehrt nach Hause gebracht.

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Ausführlichere Informationen zu dieser Wanderung möge der interessierte Leser HIER herauspicken.

Danke Beat, einmal mehr eine super Wanderung.

Karte

Wo Männer noch treu sind

Ein Bergführer, mit dem wir vor Jahren einige Skitouren unternommen hatten, sagte mal, es sei verheerend. Mit jedem Gipfel, den man erklommen hätte, sähe man hundert neue Ziele. Auch wenn mein innig geliebter Mitbewohner und ich bei weitem nicht auf jeder Wanderung auf einen Gipfel gelangen, so hat diese Aussage doch ihre Richtigkeit, stammt doch die Idee zur gestrigen Tour von einer Wanderung, die wir vor gut einem Jahr gemacht hatten.

Die Voraussetzungen waren ziemlich ähnlich, war es doch damals auch backofenheiss in den Niederungen. Ergo: Flucht nach oben. Wir starteten kurz vor neun Uhr in Äugsten und genossen es, den steilsten Teil des Aufstiegs im Schatten zu gehen.

Die Aussicht – hier zum Glärnisch-Massiv – war nicht zu verachten. Von der tollen Flora ganz zu schweigen. Diese war mit ein Grund, weshalb wir hier nochmals eine Wanderung unternommen haben. Von Alpenrosen über Enzian, Feuerlilien, Türkenbund blühte alles verschwenderisch. Kein Wunder, auf Äugsten weiden keine Kühe und es wird nicht gemäht, die Pflanzen können sich ungehindert versamen.

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Für den Inbegriff aller Alpenblumen, das Edelweiss, mag es noch etwas zu früh gewesen sein, aber Männertreu haben wir in Hülle und Fülle angetroffen. Somit wäre auch der Titel dieses Beitrags erklärt. *räusper*

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Unser Ziel waren die Fessis-Seeli. An diesem Idyll, auf 2’200 m, gelegen konnte ich mich kaum satt sehen.

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Deshalb hier nochmals ein Bild mit den Glarner Alpen vom Hausstock über den Tödi bis zum Glärnisch im Hintergrund.

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Und wie herrlich angenehm die Temperaturen waren! Dennoch mussten wir früher oder später wieder zurück in den Backofen. Hier sieht man einen Teil des Abstiegs bis zu der in Bildmitte gelegenen Alp auf Ober Fessis.

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Der Weg ist gut ausgeschildert, auch wenn wir im Folgenden die Erfahrung machen sollten, dass die komplette Rundtour nicht so häufig unternommen wird.

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Unterwegs trafen wir die Senner-Familie, die im Begriff war, die oberste Weide einzuzäunen.

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Über diese Brücke? Nicht mit mir! Der Mitbewohner meinte zwar, sie hätte gehalten, ging aber gleichwohl rechts daneben vorbei.

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Der Weg vom Sooler Achseli zurück nach Äugsten ist nichts für Angsthasen. Wohl ist er gut unterhalten, mitunter aber etwas gar luftig.

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Kurz vor Erreichen der Seilbahn sahen wir eine Gruppe von “Heugümper-Verschreckern” wie der Mitbewohner die Leute nannte, die auf der Suche nach Tagfaltern waren. Über 40 verschiedene Arten haben sie entdeckt, fotografiert und wieder entschweben lassen.

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Total sind wir knapp 5 Stunden gewandert, eher gemütlich wegen der Hitze im zweiten Teil. Es galt, 950 Höhenmeter zu bewältigen und 10,5 km. Eine lohnende Sache, die ich jedem trittsicheren Bergseeli-Fan empfehlen kann.

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Zu Besuch beim Winter

Die Flumserberge kenne ich eigentlich nur vom Skifahren her. Nur ein einziges Mal war ich hier vor Jahren einmal im Sommer unterwegs. Das hat sich gestern geändert.

Zu viert und begünstigt von einem perfekten Timing, gelangten wir mit Auto, Postauto und Gondelbahn zur Bergstation auf dem Maschgenkamm. Dort sah es irgendwie ganz anders aus als jeweils im Winter. Wo kam denn plötzlich diese Pfütze her?

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Wir tippelten auf dem anfänglich breiten Wanderweg los und schon ab dem ersten Meter war Frau Flohnmobil hin und weg. Nach dem Blick in die Webcam am Vortag war ich mir nämlich nicht so sicher gewesen, ob wir da nicht noch etwas zu früh unterwegs waren auf fast 2’000 Meter Höhe. Mitnichten! Überall blühte es nach Leibeskräften.

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Der Himmel war zwar einmal mehr nicht so wolkenlos, wie uns der Wetterbericht versprochen hatte, aber meiner Freude über die überschwänglich blühende Alpenflora tat dies keinen Abbruch. Der Stimmung in unserem munteren Grüppchen übrigens auch nicht.

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Selbst die Alpenrosen sind hier schon am blühen.

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Unser Zwischenziel war die Spitzmeilen-Hütte (2’087 m), eine Hütte des Schweizerischen Alpenclubs, die gut auf Tagesgäste eingestellt ist. Auf dem Weg dorthin galt es einige kleine Schneefelder und ein paar harmlose Bäche zu queren, insgesamt aber ist die Hütte einfach zu erreichen. Und wer es nicht glaubt, dem gibt vielleicht der Hinweis, dass vor der Hütte ein Veloständer steht, die Bestätigung, dass die Wege weder abschüssig noch extrem steil sind. Allerdings dürfte es einige Passagen drin haben, die zu Fuss einfacher zu bewältigen sind als mit dem Velo. Ausser man hat die Fähigkeiten unseres frisch gebackenen Mountain-Bike Weltmeisters Nino Schurter…

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Mit den Bäuchen voller Älpler-Magronen, die gar köstlich geschmeckt hatten, begaben wir uns auf den Rückweg zur Prodalp.

Auch auf diesem Weg konnte ich mich an den Blumen kaum satt sehen. Insbesondere an den Hängen, wo keine Rinder weideten, blühte es, was das Zeug hielt.

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Ab der Alp Fursch ist der Weg mit Autos befahrbar. Trotzdem ist er ganz angenehm zu begehen, sind doch nur wenige hundert Meter asphaltiert.

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Schön isch es gsi!

2 Stunden von der Bahnstation Maschgenkamm zur Hütte, keine nennenswerten Anstiege, knapp 2 1/2 Stunden zur Prodalp.

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Der Hitze entronnen

Wie ich im gestrigen Beitrag erwähnt habe, ist meine bevorzugte Art, der gegenwärtigen Hitze zu entfliehen, mich in die Höhe zu begeben. Mit Höhe meine ich nicht etwa den oberen Stock eines Hauses oder die Sprossen einer Leiter an einem schönen, alten Kirschbaum. Unter Höhe verstehe ich Berge. Und damit wir uns richtig verstehen: Unter Bergen rangiert bei mir erst, was mindestens 1’500 Meter hoch ist.

Da wir im Flachland daheim sind, ist so ein Ausflug in die Berge immer mit einer mehr oder weniger langen Anfahrt verbunden. Als wir um 7.00 Uhr losfuhren, war es bereits 22 Grad warm. Erste Zweifel kamen auf, ob es nicht doch zu heiss war, für ein solches Unterfangen. Immerhin, die ersten 1’000 Höhenmeter waren die lockersten des Tages. Äugstenbahn sei Dank.

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Auf knapp 1’500 m ging’s los und wir waren dankbar, dass die ersten 600 Höhenmeter des Aufstiegs grösstenteils im Schatten verliefen. Ebenso dankbar waren wir um diesen Brunnen mit seinem erfrischenden Nass.

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Es sollte sich bald herausstellen, dass der Weg nicht überall einfach zu finden war, die Markierungen eher knapp. Irgendwie fanden wir – dank langen Hälsen und Sperberaugen – immer wieder auf die vorgesehene Route zurück.

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Im oberen Teil war der Schnee zum Teil noch nicht lange geschmolzen, kurze Abschnitte mussten durften wir sogar noch über die ehemals weisse Pracht gehen. Es kühlte wunderbar von unten!

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Der höchste Punkt unser Runde war das Schwarzstöckli (2’385 m). Wie herrlich kühl es dort oben war! Etwa 22 Grad, dazu ein angenehmes Lüftchen. Vom nicht sehr markanten Gipfel habe ich euch kein Bild mit heim gebracht, dafür noch ein paar Blumen. Und diese blühten entlang unserer Runde ganz besonders üppig. Dies, weil dort weder Vieh weidet noch Gras gemäht wird. So können die Blumen ungehindert wachsen und sich versamen.

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Männertreu und Frühlings-Enzian

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Die Soldanelle erscheint unmittelbar nach der Schneeschmelze.

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Auch der Stengellose Enzian zeigt sich schon bald nach der Schneeschmelze.

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Clusius Primel in ihrem privaten Steingarten.

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Blümchen-Teppich auf 2’300 Metern

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Schlüsselblumen kennt jedes Kind. Aber das Kind Bea wusste nicht, dass sie auf 2’000 Metern noch vorkommen.

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Zwei Raritäten: Alpen Akelei (Blüte wird bis 8 cm gross) und Wolfs-Eisenhut

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Blumen soweit das Auge reicht.

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Im Abstieg vom Rotärd. Der Blick Richtung Tödi ist leider nicht ganz durchsichtig.

Nach fünf Stunden Wanderzeit waren wir wieder zurück am Ausgangspunkt beim Bähnli. Mein innig geliebter Mitbewohner und ich waren uns einig: Es war nicht nur landschaftlich eine lohnende Wanderung. Nein, schon lange nicht mehr haben wir eine derartige Vielfalt und Fülle an Alpenflora gesehen.

Sollten wir jemanden gluschtig gemacht haben: Wandertipps gibt es HIER nachzuschlagen. Blüemli-Liebhaber kommen auch auf kürzeren Routen im Gebiet auf ihre Rechnung.