Zweifel

Es kamen Zweifel auf über den Sinn des Unterfangens, als wir sechs Stunden auf der Fähre totschlagen mussten.

Die Zweifel zerstreuten sich nicht, als wir in der einbrechenden Nacht unser Hotel suchten – und trotz oder gerade wegen dem Navi erst mal falsch fuhren.

Die Zweifel verstärkten sich gar noch, als wir – zwar ausgeschlafen und von einem reichhaltigen Frühstück gestärkt – feststellten, dass sich das Wetter von seiner garstigsten Seite zeigte.

Dann die abrupte Wende: Wir zweifelten nicht mehr an uns, sondern an den Einheimischen, die sich teilweise in Flip-Flops, Shorts und Träger-T-Shirts nach draussen wagten. Dies bei 15 Grad und strömendem Regen.

Allerdings kamen uns im Verlauf des Tages erneut gewisse Zweifel, wie sinnvoll es denn war, sich den ganzen Tag um die Ohren zu schlagen, wenn am Zielort so viel Arbeit auf einen wartete.

Und nicht zuletzt ein solcher Traumausblick vom Esstisch aus.

Aber jetzt sind wir da. Wieder da.

Der neidische Blick Richtung Tintenfisch

Am Rücken ein Rucksack.

In der linken Hand ein Paar Ski samt Stöcken.

In der rechten Hand die Tasche mit den Skischuhen.

Derart befrachtet muss selbst ich einsehen, dass für das Notebook keine Hand mehr frei bleibt. Trotz WLAN-Anschluss im Hotel.

Ich bin schliesslich nicht als Tintenfisch zur Welt gekommen. Das hätte zwar den Vorteil, dass ich stets genügend Hände frei hätte, aber ein bloggender Tintenfisch, na ich weiss nicht recht.

Ich werde mich sicher gut erholen, so fernab jeglicher moderner Technik…