Ärger und Luftlöcher

Einem der besten Fitness-Center dieses Landes
würden neue Föns gut anstehen.

Mit diesen Worten verschaffte ich meinem Ärger Luft. Ärger darüber, dass die drei Föns in der Damen-Garderobe mittlerweile so ausgebrannt sind, dass sie sich von jedem durchschnittlichen Reisefönli abtrocknen lassen.

Im Fitness-Center brüstet man sich neuerdings damit, eine Qualifikation erhalten zu haben, die schweizweit erst sieben Mal verliehen wurde.

Ich schrieb den Satz auf einen Zettel und warf ihn in die Box “Wünsche und Anregungen”. Es wird wohl nicht viel nützen.

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Mail-Schrott oder Schrott-Mail

Über Spam wurde schon viel geschrieben. Auch in diesem Blog.

Dem Übel ist wohl mit sämtlichen Filtern nicht Herr zu werden. Dennoch erstaunt es mich immer wieder, mit was für plumpen Tricks und/oder dämlichen Texten versucht wird, Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Mails unten habe ich schon zum xten Mal erhalten.

Die Hohlen Lowen machen mich trotz den Deutschen Burgern (Currywurst mit Spreewaldgurke in Schwarzbrot oder was?) nicht an.

Nicht schon wieder!

Im Posthäufchen,
das ich nach meinen Ferien durchackerte,
fand ich,

und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen,

eine Einladung für ein “exklusives Dekorationsseminar”.

Nicht etwa für herbstliche Gestecke oder verunstaltete Kürbisse,

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Nein für Weihnachts-Dekorationen!

Meine Freude darüber hielt sich in engen Grenzen.

Zugfahrt mit Wiederholungs-Potential

Nichtsahnend stiegen wir aus dem Ponte-Tresa-Zügli, überquerten den Bahnhofplatz von Lugano und warfen einen Blick auf die Anzeigetafel. Vor lauter Plappern war es keiner von uns Dreien in den Sinn gekommen, den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Die SBB hielten wieder mal eine besondere Überraschung für uns bereit! Es scheint beinahe Programm zu sein, diesen EC, der von Mailand kommt, mit Verspätung laufen zu lassen. Aus den 14 Minuten Rückstand wurden im Verlauf der Fahrt immer mehr, da der Zug offenbar ohne jegliche Priorität geführt wurde.

Immerhin blieb es uns – im Gegensatz zu vor einem Monat – erspart, über Boswil bei Bünzen umgeleitet zu werden. Aber den Anschlusszug in Zürich konnten wir uns dennoch abschminken.

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Das regt mich langsam auf!

Diese Spam-Kommentare gehen mir gehörig auf den Geist.

Insbesondere an diesem “Nicht mehr fremdbestimmt”-Beitrag scheinen die Spammer den Narren gefressen zu haben. Glücklicherweise filtert WordPress solchen Schrott zuverlässig raus. Ausserdem kann man die Einstellungen so anpassen, dass jeder Erstkommentar eines neuen Benutzers zuerst freigeschaltet werden muss.

Nervig bleibt es trotzdem, insbesondere, weil ich keine Lust habe, jedes Mal alle Kommentare, die im Spam gelandet sind, zu checken, ob nicht vielleicht doch ein “richtiger” Kommentar darunter ist. Sollte also mal ein Kommentar von euch nicht sichtbar werden – nun wisst ihr warum.

Leidet euer Blog auch unter dieser Spam-Seuche?

Screenshot_2019-02-01 Kommentare ‹ Flohnmobil - im Alltag unterwegs — WordPress(1)

Hilfe – ich schrumpfe!

Ich habe mir ein Pyjama gekauft. Grösse S. Ohne Anprobe im Laden. Zuhause die Erkenntnis: Oben schlottert die Hose; unten stehe ich auf ihre Beine.

Ja was denn nun? Bin ich etwa eingegangen! Früher trug ich Grösse M oder 38. Seither bin ich weder kleiner geworden noch dünner. Und trotzdem muss ich zur kleineren Konfektionsgrösse greifen, wahrscheinlich bald in der Kinderabteilung einkaufen. Und das alles, weil die Menschheit immer fetter wird und ihr so vorgegaukelt wird, so schlimm könne es ja nicht sein, wenn die Kleidergrösse seit Jahren die gleiche bleibe. Haha!

Ich bin noch immer 1,68 m gross. Und mein Gewicht halte ich seit Jahren. Nicht aufgrund familiärer Veranlagung und guter Gene, sondern dank Disziplin.

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Zeigt her, eure Schuh!

Es war damals so etwas wie der Eintrittstest in den Kindergarten: Ob man es konnte oder nicht. Heute, im Zeitalter von Spielgruppen und rosa Klettverschlüssen, hat sich das alles etwas geändert.

Mittlerweile weiss ich: Die Fertigkeit, Schuhe zu binden, ist buchstäblich ein Kindergartenspiel im Vergleich zu dem, was einem im Erwachsenenalter in Sachen Schuhbändel erwartet.

Gehen nämlich an einem geliebten Paar Schuhe (und sie tun es nur bei geliebten Schuhen!) die Schuhbändel kaputt, beginnt eine zum vornherein aussichtslose Suche nach passendem Ersatzmaterial. Es sei denn, man trage der Einfachheit halber nur schwarze Schuhe. Schwarzschuhträger können jederzeit und überall aus dem Vollen schöpfen.

Wenn aber das Schuhsortiment etwas farblich assortiert sein darf, wird es schwierig. Ich finde jedenfalls diese 08-15-Schuhbändel, die man mir im Fachgeschäft verkauft hat, ziemlich hässlich, verglichen mit dem ausgefransten Modell auf der rechten Seite.

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Und momentan arbeite ich mit allen verfügbaren Kräften daran, den blütenweissen Schuhbändeln meiner Trekking-Schuhe einen dunkleren Teint zu verpassen.

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Potentielle Waffen

Natürlich sah ich den Hinweis am Check-In-Schalter. So unübersehbar wie er war, so geflissentlich ignorierte ich ihn. Wanderstöcke, das ging unmissverständlich daraus hervor, waren im Handgepäck nicht erlaubt. Und wo befanden sich meine Wanderstöcke auf dem Heimweg von La Palma? Genau!

Ich hatte absolut keinen Bock, vor versammelter Meute meinen Koffer zu öffnen und die faltbaren Wanderstöcke irgendwie dort hinein zu versenken. Und schliesslich hatte ich auf einem früheren Flug mal gesehen, dass eine Passagierin ihre Wanderstöcke mit in die Kabine nahm. Dessen ungeachtet: Ich blieb in der Sicherheitskontrolle hängen. Und war nicht gewillt, meine 200 Franken teuren, praktisch neuen Stöcke kampflos aufzugeben.

Man bot mir an, ich könne meinen Rucksack, den ich mit in die Kabine hätte nehmen wollen, als Fluggepäck aufgeben. Das tat ich dann auch. Ich zerpflückte meinen Rucksack, nahm das Notebook und was ich auf dem vierstündigen Flug sonst noch zu gebrauchen trachtete, heraus und eilte einen Stock tiefer zurück ans Check-In. Zum Glück ist der Flughafen in La Palma sehr übersichtlich! Nebst den Nerven, die ich an der Sicherheitskontrolle schon abgeraspelt hatte, ging das Aufgeben eines weiteren Gepäckstücks flott über die Bühne. Zu solch fortgeschrittener Zeit war niemand mehr am Anstehen. Gleichzeitig konnte so auch das Taschenmesser eines Mitwanderers heim gerettet werden.

Irgendwo über dem Atlantik blickte ich mal in eine andere Richtung als immer nur zu meinen beiden Kolleginnen, mit denen ich die ganze Zeit tratschte. Ich traute meinen Augen kaum – die Passagierin schräg vor mir war tatsächlich am Stricken!

Kann mir bitte mal jemand plausibel erklären, weshalb meine faltbaren Carbon Wanderstöcke gefährlicher sein sollen, als Stricknadeln aus Metall?

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Uneinig

Unsere Beziehung – sie dauert nun schon eine ganze Weile an – war von Beginn weg mit gewissen Makeln behaftet. Immer wieder stritten wir uns aus dem gleichen Grund: wir konnten uns nicht einigen in Bezug auf Gut und Böse. Letztlich jedoch lag es immer an mir, die Weltordnung wieder herzustellen.

Ich frage mich ernsthaft, aufgrund welcher Kriterien ein eingehendes Mail auf direktem Weg in den Spam-Ordner versenkt wird. Von Absendern notabende, denen ich schon mehrfach geschrieben hatte. Andererseits schaffen es mit grosser Regelmässigkeit immer wieder Mails mit irgendwelchen Gewinnversprechen, Dating Platformen und dergleichen in meinen Posteingang. Besonders hartnäckig ist “Leonie von exurbe cosmetics”. Ich befördere all diese unerwünschten Mails aus dem Posteingang ungelesen in den Spam-Ordner. Im guten Glauben, dass Sunrise, mein Mail-Provider, früher oder später irgendwelche Konsequenzen daraus zieht.

Leider muss ich berichten, dass sich meine Erwartung, meinem Mail-Provider würde irgend eine Art von künstlicher Intelligenz, um nicht zu sagen Verstand, zu Grunde liegen, jüngst total zerschlagen hat. Ich entdeckte nämlich selbst die neuste e-Rechnung von Sunrise im Spam-Ordner. Ein hoffnungsloser Fall, wie mir scheint.

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Die saubere Schweiz

Ich wollte mich mit meinem Kaffeebecher dort niederlassen. Es ist unser inoffizieller Treffpunkt im HB Zürich vor Wanderungen. Von weitem schon sah ich die Sauerei. Es war am Sonntagmorgen um acht Uhr. Die Spuren eines nächtlichen Gelages liessen mich einen grossen Bogen um diese Sitzgelegenheit machen; ich liess mich auf der weitmöglichst entfernten Seite dieser Schweinerei nieder.

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Ich frage mich in solchen Momenten immer wieder: Wie sieht es bei diesen Schweinen zu Hause aus? Lassen sie ihre Poulet-Knochen auch dort liegen, wo sie sie abgenagt haben?

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Noch während ich meinen Gedanken nachhing kam ein in orange gekleideter Schwarzer mit entsprechender Ausrüstung und offiziellem Auftrag und beseitigte die Sauerei.

Einmal mehr muss ich ernüchtert feststellen, dass “man” in der Schweiz keinesfalls ordnungsliebender ist als im Ausland. Hierzulande wird nur wesentlich mehr Geld für die Beseitigung des Mülls ausgegeben. Die saubere Schweiz – alles eine Frage des öffentlichen Etats.