Cremeschnitte mit Aussicht

Der Patisserie-Klassiker hat viele Anhänger. Er wird auch vielerorts hergestellt. So wundert es wenig, dass es viele “beste Cremeschnitten” gibt auf diesem Planeten.

Ich kam gestern in den Genuss der besten Cremeschnitte von, na sagen wir mal grosszügig, Graubünden.

Das Drum und Dran jedoch, das war es wohl, das den wahren Genuss des Tages ausmachte. Und immerhin habe ich mit der Cremeschnitte noch ein Geburtstagsgeschenk eingelöst.

Danke für den lässigen Tag, liebe Rita.

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Cremeschnitte mit Aussicht auf der Terrasse der Confiserie Gadient in Arosa.

Von Horn zu Horn zu Horn

“Wir sind in Arosa. Das Wetter ist super. Der Schnee auch.” Dies ist die Kurzform von dem, was ich mir in einer Gondel anhören musste. Die ausführliche Version geht etwas anders.

Es war ein Traumtag. Es war sonnig. Es war kalt. Und windig. Und wegen der Kälte hielt sich der Pulverschnee bestens. Ein genialer Wintersporttag! Mit der Rothorn-Bahn fuhren wir von der Lenzerheide ins eingeheiratete Skigebiet Arosa. Dies ist die zweite Saison, in der sich die beiden Orte zusammengeschlossen haben und zu einem der grössten Skigebiete auf Schweizer Boden geworden sind.

Hier hornt es allenthalben. Vom Parpaner Rothorn fuhren wir zum Hörnli. Im neuen Restaurant auf dem Weisshorn assen wir zu Mittag. An weiteren Hörnern hat die Region zu bieten: Parpaner Rothorn, Aroser Weisshorn, Plattenhorn, Erzhorn, Lenzerhorn, Stäzerhorn. Alles Gipfel zwischen 2’500 und 2’900 m.

Ach ja, und dann gab es noch ein paar Hornochsen. Auf der Piste. Ihresgleichen findet sich leider hüben wie drüben. Wir haben uns den Spass nicht verderben lassen.

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Blick vom Aroser Weisshorn (2’653 m) auf die 2’000 m tiefer gelegene Kantonshauptstadt Chur. Und ein paar weitere Hörner.

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Ein Wintersporttag ganz nach unserem Geschmack. Mit breiten Pisten, wenig Leuten, amüsanter Begleitung und eitel Sonnenschein.

Auf den Spuren eines Zimmermanns

Es ist ja nicht so, dass wir nicht eigene Ideen hätten. Aber wenn wir auf einen Wandervorschlag stossen, der uns nachwandernswert erscheint, nehmen wir ihn dankbar an.

So fuhren mein innig geliebter Mitbewohner und ich – für einmal mit Postauto, Zug und nochmals Postauto bis nach Tschiertschen. Der Mitbewohner hatte in grauer Vorzeit dort mal an einem Skirennen teilgenommen, ich war noch nie in diesem Bündner Kaff gewesen.

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Der Anfang der Wanderung verlief recht steil im schattigen Ruchtobel. Dort trafen wir immer wieder auf Stationen des Füxliwegs, der grosse und kleine Kindsköpfe gleichermassen begeistern dürfte. Auch ein paar einsame Pilze sahen wir, sie animierten uns jedoch nicht zum sammeln, am allerwenigsten die drei total vermadeten Steinpilze, die im Gras so verheissungsvoll hervor lugten.

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Oberhalb der Alp Löser müssen wir den einen und entscheidenden Wegweiser glattweg übersehen haben. Jedenfalls führte der Weg zu lange praktisch 180 Grad in die falsche Richtung. Statt wie unser Vorbild Zimi über den Carmanna-Pass, strebten wir halt der Ochsenalp zu. Was so gänzlich daneben auch wieder nicht war. Sonst hätten wir weder dieses Wasserfällchen (das nach Niederschlägen deutlich imposanter sein dürfte)

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noch diese Aussicht

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und auch diese Mondlandschaft oberhalb Arosa

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nie gesehen.

Der Mitbewohner und ich waren uns einig, dass dies wahrscheinlich die landschaftlich schönere Variante war, um in etwa 4 1/2 Stunden von Tschiertschen nach Arosa zu wandern.

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