Zurück in den Frühling

Die Wanderung beginnt – und darüber ist kurz vor 10.00 Uhr niemand traurig – im Schatten.

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An der Sonne dagegen heizt es schon ziemlich ein.

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Es geht aussichtsreich

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obsi

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und obsi

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und immer noch obsi,

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bis wir kurz unter dem Gipfel des Buochserhorns mit dieser Traumaussicht belohnt werden.

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Einmal mehr ein gigantisches Gipfelkreuz. Es scheint das Modell “Nidwalden” zu sein.

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Nach der Mittagsrast auf dem Gipfel geht es weiter, immer mit Blick auf die Dalmatinerberge.

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Irgendwo in diesen Felszähnen steht uns noch eine Kraxelei bevor.

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Kurzes Werweisen, ob der Rätzelenweg für alle begehbar ist.

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Kein Problem! Alle meistern den blau-weiss markierten Weg mit Bravour.

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Wem würde bei einem solchen Anblick nicht das Herz aufgehen?

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Auf dem Musenalper Grat blühen noch immer Krokusse.

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Nach einer Einkehr in der Musenalp machen wir uns an den Abstieg zurück nach Niederrickenbach.

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Mittlerweile sieht man sie viel, diese “Hoflädeli”, in denen die Bauern versuchen, ihre Waren direkt zu verkaufen. Wenn es, wie hier, sympathisch und sauber daherkommt, kann ich jeweils nicht widerstehen.

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Nach dieser wunderschönen Wanderung transportiert uns die Luftseilbahn wieder talwärts an die Hitze zurück. Uff – muss es wirklich anfangs Juni schon 30 Grad heiss werden?!?

Herzlichen Dank an Beat für diese prächtige Wanderung und allen Krokus- und sonstigen Blüemli- und Aussichts-Fotografinnen und Fotografen für die angenehme Gesellschaft. Ich bin immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Details zur Tour gibt es HIER nachzulesen.

Karte

Die Ballenberg-Wanderung

Als uns das Postauto beim Altersheim in Kühlewil ausspuckt (hier möchten wir aller Beschaulichkeit zum Trotz aus verschiedenen Gründen nicht leben), ist es ganz schön frisch. Wer hat, zieht Mütze und Handschuhe an.

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Mit dem leichten Nebel verbreitet sich eine mystische Stimmung.

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Als zum ersten Mal der Blick auf die Berner Alpen frei wird, entfährt wohl Jedem von uns ein “boah!”.

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Wir wandern durch die beschauliche Landschaft und erfreuen uns an den zahlreichen schönen Anblicken, die die Natur für uns bereit hält.

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Aber nicht nur, denn auch der Mensch hat hier seit Jahrhunderten Hand angelegt und entstanden sind prächtige Gehöfte, die für die Gegend so typisch sind.

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Ganz besonders erfreut uns der Anblick derartiger Gebäude. Wer würde sich angesichts dieses Stöcklis nicht gleich ins Freilichtmuseum Ballenberg versetzt fühlen?

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Das überwältigende Panorama rückt immer näher und der Himmel hält so manche Überraschung für uns bereit.

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Allerdings ist auch der Weg nicht gänzlich überraschungsfrei. Wegen eines Felssturzes wird der Original Gürbetaler Höhenweg grossräumig umgeleitet. Die Alternative führt etwas weniger attraktiv und und heute reichlich matschig durch den Wald.

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Unverhofft stossen wir auf ein Restaurant und entschliessen uns spontan, dort etwas Kleines zu essen.

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Der Weg führt buchstäblich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

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Eine Holunder-Plantage? Haben wir noch nie gesehen. Aber wer hat’s erfunden…?

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Wir nehmen hier zwar nur den Schrott zur Kenntnis, nicht aber Platz, finden dennoch die Idee ganz sympathisch.

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Wir nähern uns unserem Ziel in Riggisberg.

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Dort steht die Kirche nicht im Dorf, sondern erhaben darüber.

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Und der Beck hat nicht nur eine sonnige Terrasse, sondern auch leckere Sachen, die uns die Wartezeit aufs Postauto in angenehmster Weise verkürzen.

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Mein Dank gebührt Beat, der einen lange gehegten Wandertraum von mir umgesetzt hat und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

Weitere Infos und Fotos zum (nicht ganz im Original gewanderten) Gürbetaler Höhenweg gibt es HIER.

Karte


Auf dem alpinen Rummelplatz

“Der Kronplatz ist unser High-Tech-Berg.” Aus der Stimme unseres Skiguides, der vorne im Bus sass, konnte ich nicht erkennen, ob mehr Bewunderung oder Abscheu mitschwang.

Es folgten weitere Infos. “Der Kronplatz ist von vier Seiten her erschlossen. 32 Lifte führen hinauf, über 100 Pistenkilometer erwarten den Skifahrer. Die Lifte haben eine Beförderungskapazität von 71’000 Personen pro Stunde. An Spitzentagen tummeln sich hier über 25’000 Wintersportler.”

Das fuhr ein. 25’000 Wintersportler! Und ich Eine davon? Nie und nimmer! Nun kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich selbst eine derartige Menschenmenge über ein so grosses Skigebiet gut verteilt. Dennoch bin ich ganz froh, dass es wesentlich weniger Skifahrer gewesen sein dürften, die heute den angeblich beliebtesten Skiberg Südtirols heim suchten.

Der Superlative aber noch nicht genug. Einhundert Prozent der Pisten sind technisch beschneibar. Und wenn die Verhältnisse stimmen, braucht es lediglich 6 Tage, bis der High-Tech-Berg für den Wintersport bereit ist.

Was für ein alpiner Rummelplatz! Für mich übrigens ganz klar nicht der Favorit im Gebiet.

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Aber im Gegensatz zum vorigen Jahr, als die Sicht den grösseren Teil des Tages nahe bei Null war, haben wir diesmal ganz ordentlich etwas vom überwältigenden Panorama mitbekommen.

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Früh aufstehen

… hat sich gelohnt.

Es war ein perfekter Wintertag, an dem vieles möglich gewesen wäre – ausser abseits gesicherter Pisten unterwegs zu sein. Die Lawinengefahr nach den massiven Schneefällen der vergangenen Tage war immer noch auf Stufe “erheblich”.

Ich habe mich fürs Skifahren am Pizol entschieden.

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Putzig

Das Gerücht hält sich hartnäckig. Und an jedem Gerücht ist bekanntlich etwas Wahres dran. Also bin ich geneigt zu glauben, dass es tatsächlich Leute gibt, die gerne

! ! ! P U T Z E N ! ! !

Eine beängstigende Vorstellung. Kann mir garantiert nicht passieren! Ich mag es zwar sauber in meiner Wohnung, aber dennoch nicht klinisch rein. Und ich renne nicht jedem Stäubchen hinterher; Dreck wird grundsätzlich im Kollektiv eingesammelt.

Daraus ergibt sich folgende, für Putzteufelchen nicht nachvollziehbare These: Eine fünfstündige Wanderung strengt mich weitaus weniger an, als zwei Stunden lang mit Putzlappen, Staubsauger und Strupper bewaffnet in meiner Wohnung zu wirken.

Deshalb bin ich heute zwecks Erholung auch nicht zu Hause anzutreffen.

Auf dem grössten Stein Italiens

Eine ganze Woche hatten wir in den Abruzzen verbracht. “Wir”, das sind ein Bergführer und vier Gäste. Was für ein Privileg, diesem hehren Kreise anzugehören!

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Jeden Tag wanderten wir auf einen der umliegenden Gipfel. Jeden Tag eine neue Aussicht (ich deutete das in diesem Beitrag an).

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Der absolute Höhepunkt erfolgte jedoch gestern mit der Besteigung des 2’912 m hohen Corno Grande, dem höchsten Gipfel der Abruzzen.

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In den vergangenen Tagen hatten wir jeweils keine Menschenseele angetroffen. Am Samstag war das ziemlich anders. Am Parkplatz am Ende der Strasse beim Campo Imperatore war um 8.30 Uhr schon Hochbetrieb. Es brauchte keinen Feldstecher, um die Karawanen auszumachen, die bergwärts zogen.

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Der Anfang des rund 2 1/2 stündigen Aufstiegs war noch eher von der harmlosen Sorte. Je näher wir dem felsigen Gipfelaufbau kamen, desto anspruchsvoller wurde das Gelände. Wer etwas damit anzufangen weiss: T4.

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Auf dem Gipfel mussten wir beinahe Platzkarten lösen.

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Der Abstieg erforderte nochmals volle Konzentration, zumal sich noch viele Gipfelstürmer im Aufstieg befanden. Teilweise mit haarsträubendem Schuhwerk!

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Das war der überaus gelungene Abschluss einer überaus gelungenen Wanderwoche. Die sieben Wandertage dürften sich zu über 7’000 Höhenmetern, gut 100 Kilometern und 150’000 Schritten summiert haben.

Frau Flohnmobil wird aus diversen Gründen in den nächsten paar Tagen keine Wanderschuhe schnüren. Überdruss ist keiner davon.

Helvetisches Scheissen

Gleich zu Beginn ein “Entschuldigung”. Es ist sonst nicht meine Art, hier mit Fäkalsprache um mich zu werfen. Aber der Anblick dieser luftigen Toilette entlockte mir eben genau diesen Begriff.

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Da kann mir wohl niemand widersprechen. Dieses luftige WC-Häuschen steht bei der Segantini-Hütte im Engadin auf 2’731 m und dürfte schon tausendfach fotografiert worden sein.

Passend zum Thema haben wir im Verlauf der Wanderung diese dekorierte Wanderweg-Markierung gefunden.

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Kein weiterer Kommentar.

Über Stock und Stein zum steinigen Stockhorn

Getreu unserem Motto “Lieber gemeinsam statt einsam wandern” sind wir heute nicht nur ein stattliches 9-köpfiges Grüppchen, sondern es hat auch sonst viele Leute unterwegs. Das Postauto verkehrt ab Thurnern im Doppelpack. Auf der Wasserscheidi beim Gurnigelpass geht die Völkerwanderung los.

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Vom Leiterlipass aus sehen wir in weiter Ferne unser Ziel.

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Ab hier hat es schlagartig weniger Leute.

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Wir arbeiten uns über den prächtig angelegten Panoramaweg vor.

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“Ui, das isch aber immer no wiet ewäg!”

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In den steilen Abhängen, wo keine Kühe gegrast haben, blühen wunderschöne Blumen.

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Was für ein Prachtsexemplar von einer Büschel-Glockenblume!

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Davor geht sogar Frau Flohnmobil in die Knie.

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Der Weg, so aussichtsreich er ist, hat auch seine garstigen Seiten. Von links her stechen Disteln, rechts muss man an den Brennnesseln vorbei zirkeln.

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Stillschweigendes Mampfen.

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Wir nähern uns dem Felsaufbau des Stockhorns.

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Es erinnert irgendwie an die Schwägalp mit dem Säntis.

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Aber das Panorama von der Baachegg aus belehrt uns eines Besseren.

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Noch fehlen fast 300 Höhenmeter.

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Geschafft! Ein Blick auf die Schuhe der Anwesenden offenbart schnell, dass die Meisten mit der Seilbahn hochgefahren sind.

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Blick hinunter zur Mittelstation. Zwei unserer Gruppe werden diesen Weg noch unter die Füsse nehmen, der Rest wählt die gelenkschonende Variante mit der Stockhornbahn.

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Die Attraktion ist die kleine Aussichtsplattform mit luftigem Blick nach unten.

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Auf der Website ist die Rede von “Nervenkitzel”. Mich kitzelt rein gar nichts. Ich kann dieser “Attraktion” nicht allzu viel abgewinnen. Immerhin kostet sie nicht noch extra.

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Aus der Ferne sieht das so aus.

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Genehmigen wir uns lieber nochmals einen Blick aufs umwerfende Panorama und die Richtung, in der wir in einer Woche unterwegs sein werden.

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Vielen Dank, Beat, für die Planung und Durchführung dieser fantastischen Wanderung.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung finden sich HIER.

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Lieber tschumple als humple

Der Fürstensteig. Wer ihn noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Dieser kühne Bergweg hoch über dem Rheintal durch die Westflanke des Alpspitz war Teil unserer gestrigen Wanderung.

Los geht’s, nachdem uns das giftgrüne Liechtensteiner Büssli bis nach Gaflei hochgekurvt hat.

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Der Weg verwandelt sich vom befahrbaren Strässchen zum Waldweg,

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bis es schliesslich zur Sache geht.

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Wovon der Einstieg vergleichsweise eine Autobahn ist, gemessen an dem, was noch folgt.

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Ein finsterer Geselle am Wegesrand.

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Es geht zünftig “s’Loch ab”. Die Talsohle liegt 1’300 m tiefer.

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Geschafft!

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Aber die Musik spielt weiter.

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Dem Chemi hat ein Unwetter vor wenigen Tagen zugesetzt.

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Es ist aber trotzdem gefahrenlos zu begehen. Ein Bergwanderweg bleibt immer noch ein Bergwanderweg. Und ein solcher setzt Trittsicherheit voraus. Kritisch ist es hier nirgends. Und die Instandsetzungs-Arbeiten haben von oben her bereits begonnen.

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Der Alpspitz ist mit 1’996 m der höchste Punkt unserer heutigen Wanderung.

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Der Blick in den Talkessel von Steg, wo auch unser Ziel liegt.

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Nochmals ein kurzer Aufstieg.

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Der obere

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und der untere der beiden Stauseen bei Steg.

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Hier hat man Enten und Gänsen ein eigenes Inselchen errichtet. Man beachte die Begrünung…

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Bei der Busstation “Hotel Steg” endet unsere Wanderung. Welches dieser der Strasse entlang aufgereihten Häuser das Hotel sein soll, bleibt uns ein Rätsel.

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Ich habe den Fürstensteig vor 6 Jahren schon einmal zusammen mit meinem Mann begangen. Ich war damals wie heute restlos begeistert von der kühnen Routenführung durch die nicht immer von bester Felsqualität geprägten Flanke.

Im Sinne meines immer noch leicht lädierten Fusses bin ich gestern sorgfältiger als sonst aufgetreten. Die knapp fünf Stunden Wanderung scheinen ihn nicht weiter beeinträchtigt zu haben. Ich schaue frohgemut in den Wandersommer.

Herzlichen Dank an Beat für die wahnsinnsgute Idee zu dieser Wanderung und allen Anderen für die gefreute Begleitung.

Mehr Infos und Bilder zu dieser Wanderung finden sich HIER.

Karte