Im Rub(b)el-Fieber

Etwas an dem Umschlag war merkwürdig. Nicht nur die Tatsache, dass kein Absender auszumachen war, sondern vor allem, dass auf dem Brief eine 60-Rappen-Briefmarke klebte.

,60 Rappen, das gab es meines Wissens seit der Einführung von A- und B-Post nicht mehr. Also musste es eine Massensendung sein. Ein gezielter Schnitt mit einem Küchenmesser, das mir jeweils als Brieföffner dient, und das Geheimnis war gelüftet.

Aha, mein Bank. Sie bot ihre Dienste und Beratung an im Zusammenhang mit meiner bevorstehenden Pensionierung. Sie wollte mich unter anderem in der Entscheidung unterstützen, ob ich mir eine vorzeitige Pensionierung leisten könne. Mich überkam ein heftiger Hustenreiz.

Als originelles Zückerli schickte mir die Bank ein Rubbellos. Ganz nach dem Motto: Wenn Sie damit kein Glück haben, kommen Sie zu uns. Dazu eine Art Kalenderblatt, dem ich entnehmen konnte, dass ich dereinst an einem Montag pensioniert werde.

Nun, ich hatte Glück mit dem Los. Gleich fünffach!

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50 Stutz hatte ich gewonnen. Nicht ganz ausreichend, um mir einen Lebensabend in Saus und Braus zu finanzieren. Aber bis dahin kann ich mir noch etwas überlegen. Dauert ja noch 9 Jahre.