Wandern mit Freu(n)den

Es ist kaum zum glauben. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr schrieb ich diesen Blog-Beitrag und verkündete darin, ich hätte herausgefunden, dass ich lieber alleine als gar nicht wandern gehen würde.

Kurz darauf habe ich Unterschlupf gefunden bei einer Wandergruppe, bei der ich mich wohl, saumässig wohl fühle.

Und nun bin ich mit dieser Truppe zum zweiten Mal innert zwei Wochen mehrere Tage unterwegs am wandern.

Super, solche Freunde gefunden zu haben! Oder?

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Das Wander-Experiment

Als ich meinem Freundeskreis verkündete, ich würde eine neue Art des Wanderns ausprobieren, fragte eine meiner Freundinngen, ob ich barfuss wandern gehen würde. Eine andere fragte mit erhobenen Augenbrauen: “Nacktwandern?”. Letzteres käme schon nicht in Frage, weil es viel zu viel Sonnencreme brauchen würde. Und mit Barfusswandern habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.

Meine “neue Form des Wanderns” bezog sich nicht auf die Ausrüstung, sondern auf die Begleitung. Weil wandern alleine zwar möglich, jedoch nicht allzu spassig ist, schloss ich mich einer Gruppe von Leuten an, die ihre Wanderungen jeweils kurzfristig im Internet publiziert und keine langwieriges Eintrittsverfahren für Neumitglieder kennt. Treffpunkt ist jeweils spätestens am Ausgangsort, jeder reist auf eigene Faust an. Im gestrigen Fall konnte ich einen Teil meiner neuen Wanderkollegen bereits im Zug kennenlernen. Und das bereits relativ ausgiebig, fuhren wir doch von Zürich bis nach Lauterbrunnen, wo wir uns unter den vielen asiatischen Touristen schon bald als Ausländer vorkamen.

Die Wanderung führte in einer Achterschleife von der Grütschalp zur Lobhornhütte und wieder an den Ausgangspunkt zurück. Total waren wir 5 1/2 Stunden unterwegs. Es war ein Traumtag in herrlicher Umgebung, zusammen mit Gleichgesinnten, bei denen ich mich auf Anhieb wohl fühlte.

Ein paar Impressionen von unterwegs. Wir trafen auf Prominenz. Ich erblickte ihn als Erste: ELVIS PRESLEY.

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Ihr hättet ihn nach all den Jahren nicht mehr erkannt? Er lebt hier unter dem Decknamen “Lobhorn”.

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Im Soustal.

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Das herrliche Panorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau von der Lobhorn-Hütte aus.

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Alp Suls.

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Das malerische Sulsseewli, wo einer der Gruppe sogar baden ging. Er schätzte das Wasser auf 18 Grad.

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Die Blumen sind gegen Ende des Sommers nicht mehr so zahlreich. Aber von diesen Schwalbenwurz-Enzian blühten noch ganze Büschel.

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Der steile Abstieg entlang des Chantbachs zurück ins Soustal.

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Für mich war es eine gelungene Einstiegstour, die mir in Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes viele (Wander)Wege eröffnen wird.

Mehr Bilder und Infos zur Tour gibt es hier.