Beschildert geschildert (143)

Da war doch mal was, oder?

Eine gut getarnte Bergweg-Markierung.

IMG_8084

… und weil sich diese in Österreich verbirgt, ist sie nicht weiss-rot-weiss, sondern rot-weiss-rot. Wobei, ich habe festgestellt, dass da ein gewisses Durcheinander herrscht. Zumindest in Vorarlberg. Vielleicht kann mich mal jemand aufklären, ob es sich hier  tatsächlich um eine Wegmarkierung oder einen patriotischen Auswuchs handelt.

Beschildert geschildert (89)

Eines meiner liebsten Schilder, das mit wenig bis gar keinen Worten auskommt, ist dieses hier:

DSC01515

In der Vollversion sieht es so aus:

DSC01798

Man trifft es in unzähligen Varianten an.

DSC01513

Mal als Pflock, mal auf einen Stein aufgemalt.

DSC01514

Mal dringend übermalungsbedürftig.

DSC01516

Mangels Steinen auf Pfosten gemalt.

DSC01520

Wo es Bäume gibt, müssen die hinhalten.

DSC01524

Mal mit prächtiger Aussicht.

DSC01548

Oder mit helvetischer Perfektion befestigt.

DSC01551

Mitunter auch mit Kuh-Dekoration.

DSC01794

Sie sind immer Garant für ein tolles Erlebnis, diese weiss-rot-weissen Bergwanderweg-Markierungen.

Der manipulierte Wander-Hoger

Es wurde betoniert. Gesägt. Gehämmert. Gefräst. Gebohrt. Genagelt und geschraubt. Da müssen zahlreiche Handwerker beschäftigt gewesen sein an einer der grössten Schweizer Baustellen. Die Rede ist hier allerdings nicht von einem renovationsbedürftigen Haus. Oder einem ehrgeizigen Strassenbau-Projekt. Nein, es handelt sich um einen der beliebtesten Wanderberge der Zentralschweiz, den Grossen Mythen.

Der 1’898 m hohe Ausflugsberg steht dominant mitten im Kanton Schwyz. Er ist von weither auszumachen und wird auch „Matterhorn der Wanderer“ genannt. Man kann über diese Zusatzbezeichnung geteilter Meinung sein, mir erscheint der Mythen ohnehin eher wie die Freiluft-Ausstellung eines Eisenwarenhändlers.

Am Bergweg wurde in den vergangenen 150 Jahren immer und immer wieder Hand angelegt, so dass er nun auch von ungeübten Wanderern begangen werden kann.

Stufen wurden in den Fels gehauen, abschüssige Passagen zum Teil beidseits mit Ketten gesichert. Der Weg wurde verbreitert und wenn sich das nicht mit natürlichen Mitteln bewältigen liess, kam Beton zum Einsatz.

Da der Kalkstein von den tausenden von Wanderern, die jedes Jahr den Mythen erklimmen, blank poliert wird, wurden und werden die Tritte angeraut.

Ein endloses Werk, dieser Grosse Mythen.

Nun mag sich der aufmerksame Leser fragen, was Frau Flohnmobil dort verloren hat, wenn sie doch nur über den Hoger schnöden kann. Die Antwort ist einfach: Die Aussicht vom Grossen Mythen ist phänomenal. Alle paar Jahre kann man diese Freiluft-Eisenwarenhandlung über sich ergehen lassen, um das gewaltige 360° Panorama zu geniessen.

Andere tun’s schliesslich auch. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, um Futter zu betteln.